Nach dem glanzlosen Sieg bei den Philadelphia Eagles dürfen die Seattle Seahawks an diesem Wochenende nach Wisconsin reisen, um sich dort mit den Green Bay Packers zu messen. Die sind übrigens die einzige NFC-Playoff-Franchise, gegen die das Team aus dem Pacific Northwest in dieser Saison noch nicht gespielt hat. (mehr …)
In der Wild-Card Round der NFL-Playoffs müssen die Seattle Seahawks nach Pennsylvania reisen und sich dort am Sonntagabend zum zweiten Mal in dieser Saison mit den Philadelphia Eagles messen. Dabei ist das Regular-Season-Spiel aus Week 12 zwar ein Indiz, wie die Hausherren zu schlagen sind. Doch in dieser Ausgabe der Statistik der Woche sind die Zahlenwerte beider Teams in Offensive und Defensive im Fokus, denn aus ihnen lässt sich wunderbar eine Strategie ableiten.
Nach seiner Schienbeinverletzung im Auswärtspiel bei den San Francisco 49ers in Week 10 absolvierte Tyler Lockett drei Spiele, in denen er aus verschiedenen Gründen (Verletzung, Grippeerkrankung, generell fehlendes Tiefpassspiel) nicht seine gewohnte Leistung zeigen konnte. Zwischen Week 12 und Week 14 hatte er drei seiner fünf Spiele mit unter 50 Yards in dieser Saison (außerdem in Week 1 und im Spiel gegen die 49ers, als er sich verletzte).
Oft wurde das der Laufspiel der Seattle Seahawks in der Vergangenheit kritisiert, weil das Team doch mit dem Passspiel unter Quarterback Russell Wilson viel mehr Möglichkeiten hat, sich in eine gute Position für Touchdowns zu bringen. Gegen die Minnesota Vikings am frühen Dienstagmorgen aber hatten die Seahawks einen interessanten Plan, der ausnahmsweise zurecht weniger auf Pässe ausgelegt war.
Die Defense der Seattle Seahawks wurde zuletzt immer wieder heftig kritisiert – und das auch zurecht. Zu viele Yards und Punkte gegen sich, verpasste Tackles, zugelassene Yards nach dem Catch machten die Verteidigung zu einer der schlechtesten der NFL. Doch in den vergangenen beiden Wochen hat sich die Defense gesteigert und das idealerweise in Spielen, in denen die eigene Offensive nicht ihre besten Leistungen zeigte. Den Noten bei Pro Football Focus zufolge gehörten die Leistungen der Seahawks-Defensive in den vergangenen zwei Spielen zu den drei besten Auftritten der Saison, beim Pass Rush waren es sogar Seattles beste zwei Spiele der Runde.
Die ersten zehn Spiele der Regular Season sind absolviert und die Seattle Seahawks stehen mit einer sehr guten 8-2-Bilanz und guten Playoff-Chancen auf dem zweiten Rang der NFC West. Wie haben sich die einzelnen Positionsgruppen bislang geschlagen? Ein Blick auf die Zahlen.
In vier wieder einmal nervenaufreibenden Stunden am frühen Dienstagmorgen gelang den Seattle Seahawks der zweite Overtime-Sieg in Serie – und das, obwohl das Team von Head Coach Pete Carroll gegen die San Francisco 49ers die große Stärke von Russell Wilson nicht ausspielen konnte: tiefe Pässe von Quarterback Russell Wilson, die wie Steine aus der Luft in die Hände der Seahawks-Receiver fallen.
Vor dem Spiel gegen die Tampa Bay Buccaneers betonte Head Coach Pete Carroll, dass die Seattle Seahawks gegen die beste Laufverteidigung der Liga spielen würden. Das war korrekt, sowohl basierend auf den Total Stats als auch auf den Advanced Stats. Damit standen für die Offensiv-Herangehensweise an die Partie genau zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Entweder Seattle passt mehr, um die schwache Buccaneers-Passverteidigung zu attackieren und der starken Laufverteidigung aus dem Weg zu gehen. Oder die Seahawks trotzen der Stärke des Gegners und ziehen weiter ihre eigene Spielidee durch.
Im Spiel der Seattle Seahawks gegen die Atlanta Falcons waren noch neun Minuten und drei Sekunden im zweiten Viertel zu spielen, als Wide Receiver Julio Jones im Slot auftauchte. Ihm gegenüber stand Linebacker Mychal Kendricks und in diesem Moment war schon das Schlimmste zu befürchten, denn selbst gegen mittelmäßige Passempfänger sah Kendricks in den vergangenen Wochen schlecht aus. Wie würde das ausgehen, wenn er gegen einen der besten, vielleicht den besten Receiver der Liga, ins Eins-gegen-Eins gehen müsste?
Kurz vor Beginn der Saison holten sich die Seattle Seahawks Defensive End Jadeveon Clowney per Trade von den Houston Texans. Ziel war, dadurch die Schwäche im Pass Rush zu beheben. Hat das funktioniert? Auf den ersten Blick: nein. Clowney hat erst einen Sack auf dem Konto und der kam direkt in Week 1 gegen die Cincinnati Bengals. Doch reicht die Sack-Statistik wirklich zur Beantwortung der Frage? Ein Blick auf den neuen Pass Rusher der Seahawks, sein bisheriges Abschneiden und Potenzial.
Der Erfolg der Seattle Seahawks gegen die Los Angeles Rams ist schon paar Tage her, doch die Freude darüber ist immer noch omnipräsent. Dennoch darf an dieser Stelle etwas aufgegriffen werden, das die Seahawks fast den Sieg gekostet hätte – die Entscheidung, mit noch 1:38 Minuten zu spielen im zweiten Viertel bei einem 4th & 1 an der 30-Yard-Linie der Rams auf Field Goal und gegen eine Fourth-Down Conversion zu entscheiden.
In der Season Preview 2019 war Cornerback Shaquill Griffin als einer der Spieler erwähnt, auf denen bei den Seattle Seahawks in der aktuellen Runde der Fokus liegen würde. Seine Rookie-Saison war verhältnismäßig gut, seine zweite Saison, gleichzeitig seine erste als Nummer-eins-Cornerback verlief dagegen ziemlich enttäuschend.
Dass der laufintensive Ansatz von Offensive Coordinator Brian Schottenheimer in der vergangenen Saison so gut funktionierte für die Seattle Seahawks, lag natürlich an Quarterback Russell Wilson – und an Running Back Chris Carson. Dieser schaffte es trotz des für die Defensive oft vorhersehbaren Laufspielzugs, konstant Yard für Yard zu sammeln. Carsons große Stärke war es 2018, Tackles zu brechen und für weitere Yards zu kämpfen. Mit insgesamt 23 gebrochenen Tackles lag er in der vergangenen Spielzeit auf Rang drei der Liga.
2019. Die Seattle Seahawks sind mit einem Record von 2-0 erfolgreich in die Saison gestartet. 2-0, da war doch was? Richtig! 2013 starteten die Seahawks genauso gut in die Saison, bauten die Siegesserie sogar auf 4-0 aus und holten am Ende die Vince Lombardi Trophy. Der Flug nach Miami zum Super Bowl kann also schon gebucht werden, oder? Eine historische Einordnung des guten Saisonstarts.
Beim Sieg der Seattle Seahawks gegen die Pittsburgh Steelers war es nicht zum ersten Mal Quarterback Russell Wilson, der sein Team zum Sieg führte. Das schaffte der Spielmacher mit 29 angebrachten Pässen bei 35 Passversuchen. Was man anhand dieser zwei Zahlen nicht sieht: Hinter den Pässen versteckte sich in Week 2 ein ungewohnter Ansatz. Alles dazu jetzt in der Statistik der Woche.
Nach verheißungsvoller Vorbereitung war lange nicht klar, ob Wide Receiver DK Metcalf zum Auftakt fit sein würde. Wenige Tage vor Saisonstart unterzog sich der Rookie von Ole Miss einer kleinen Knie-Operation, um ein Problem zu beheben, das zwar nicht seine Einsatzfähigkeit, aber seinen Komfort auf dem Spielfeld beeinträchtigte. Der Plan der Seattle Seahawks ging auf – Metcalf verpasste einen Teil der Preseason, kehrte aber noch vor dem Auftaktspiel ins Training zurück und war dann gegen die Cincinnati Bengals einer der wenigen Lichtblicke.
Russell Wilson bot in der abgelaufenen Saison wahrlich eine One-Man-Show dar. Der Quarterback der Seattle Seahawks machte meist viel aus den limitierten Möglichkeiten, die ihm mit einer ramponierten O-Line und ohne Laufspiel im Jahr 2017 blieben. Folgende Statistiken sollen zeigen, dass der Erfolg des Teams stark abhängig von Wilsons Leistungen kam und ging.
Beim Heimspiel am vergangenen Sonntag haben die Seattle Seahawks den ersten Saisonsieg geholt und stehen damit bei 13 Siegen und keiner Niederlage in den September-Monaten seit 2010. Doch wieder einmal war die Partie alles andere als schön anzusehen – und erst recht war der Sieg kein Spaziergang. In dieser Ausgabe der Statistik der Woche beschäftigen wir uns mit Running Back Chris Carson und der Entwicklung seiner Leistung im Spiel gegen die San Francisco 49ers.
Am vergangen Sonntag hat die Offense der Seattle Seahawks in Green Bay einen dürftigen Einstand in die neue Saison gegeben. Neben der Defense war noch eine weitere, wichtige, Einheit dafür verantwortlich, dass man die Gastgeber bei so wenig Punkten halten konnten. Die Rede ist vom Punt Coverage Special Team.