„Chris Carson wohl spät im Frühling wieder einsatzbereit“, hieß es noch Ende November auf vielen Nachrichtenkanälen. Da war das letzte Spiel des Running Backs bereits sechs Wochen her. Von einer Nackenverletzung war damals die Rede – und davon, dass Carson wohl eine Operation zur Fusion der Wirbelsäule benötige. In Seattle ist der Frühling längst angebrochen, die Spieler haben die verpflichtenden Offseason-Einheiten hinter sich und kehren erst im Juli zum Training Camp ins VMAC zurück. Chris Carson war bislang nicht auf dem Feld zu sehen. Ist seine Karriere ernsthaft in Gefahr, Herr Dr. Grünwald?
Dass der laufintensive Ansatz von Offensive Coordinator Brian Schottenheimer in der vergangenen Saison so gut funktionierte für die Seattle Seahawks, lag natürlich an Quarterback Russell Wilson – und an Running Back Chris Carson. Dieser schaffte es trotz des für die Defensive oft vorhersehbaren Laufspielzugs, konstant Yard für Yard zu sammeln. Carsons große Stärke war es 2018, Tackles zu brechen und für weitere Yards zu kämpfen. Mit insgesamt 23 gebrochenen Tackles lag er in der vergangenen Spielzeit auf Rang drei der Liga.
Beim Heimspiel am vergangenen Sonntag haben die Seattle Seahawks den ersten Saisonsieg geholt und stehen damit bei 13 Siegen und keiner Niederlage in den September-Monaten seit 2010. Doch wieder einmal war die Partie alles andere als schön anzusehen – und erst recht war der Sieg kein Spaziergang. In dieser Ausgabe der Statistik der Woche beschäftigen wir uns mit Running Back Chris Carson und der Entwicklung seiner Leistung im Spiel gegen die San Francisco 49ers.