Statistik der Woche: Wenn’s läuft, dann läuft’s

Oft wurde das der Laufspiel der Seattle Seahawks in der Vergangenheit kritisiert, weil das Team doch mit dem Passspiel unter Quarterback Russell Wilson viel mehr Möglichkeiten hat, sich in eine gute Position für Touchdowns zu bringen. Gegen die Minnesota Vikings am frühen Dienstagmorgen aber hatten die Seahawks einen interessanten Plan, der ausnahmsweise zurecht weniger auf Pässe ausgelegt war.

Seattle spielte bei 56 Prozent aller Snaps mit sechs Offensive-Line-Spielern. Da die Vikings so viel Angst vor einer daraus entstehenden Play Action inklusive tiefem Pass hatten, stellten sie gegen diese Formation fast immer zwei tiefe Safetys auf und erlaubten es somit den beiden Runningbacks Chris Carson und Rashaad Penny, schon vor dem ersten Kontakt mit einem Gegner auf viele Yards zu kommen. Wenn es dann aber zu einem Tackle der Vikings kam, holte besonders Carson nach dem Kontakt noch gute 3,22 Yards raus.

Das steht ebenfalls in direktem Zusammenhang mit den sechs O-Linern der Seahawks, denn so wurde Carson oft nur durch einen einzelnen Gegenspieler attackiert (und nicht durch eine Gruppe). Alle anderen Vikings in der Box waren mit der O-Line beschäftigt. An der Stelle ist Hybrid-Tight-End-O-Liner George Fant hervorzuheben, der von Pro Football Focus als sechster Mann in der Angriffslinie die beste Note fürs Lauf-Blocking (75,8/100) aller Seahawks-Spieler bekam.

Erfreulicher Nebeneffekt des aufgegangenen Plans: Mit guten Leistungen und neuer Leichtigkeit (buchstäblich) in den vergangenen zwei Spielen hat sich Rashaad Penny bei den DVOA- und DYAR-Werten von Football Outsiders weiter nach vorne gespielt. Er liegt nach DVOA auf Rang drei und nach DYAR auf Rang eins unter allen Runningbacks mit weniger als 100 Snaps und ist inzwischen eine echte Alternative zu Carson geworden.

Menü