Es geht wieder los – wenn auch nur mit der Preseason. Die Seattle Seahawks reisen in Woche 1 zu den Chargers, aber nicht nach San Diego, sondern nach Los Angeles. Dort trägt die Franchise ab dieser Saison ihre Spiele als LA Chargers aus. Ansonsten gibt es so viel nicht zu sagen. Die Vorbereitungsspiele dienen vor allem den Wackelkandidaten im Team, die sich einen Platz im 53er-Kader sichern wollen. Kickoff im StubHub Center ist um 2 Uhr deutscher Zeit in der Nacht von Sonntag auf Montag.
Das Training Camp der Seattle Seahawks ist in vollem Gang und wir beschäftigen uns in diesem Teil unserer Preseason-Vorschau mit der Offensive Line. Diese war in der vergangenen Saison wieder einmal die größte Schwachstelle des Teams. Während in den vorherigen Jahren Russell Wilson sowie Marshawn Lynch viele Schwächen kompensierten, litt die Leistung der Offense 2016 erheblich unter der unterdurchschnittlichen Leistung der Offensive Line. Die Bezeichnung „unterdurchschnittlich“ ist in diesem Fall noch eine Untertreibung. Die 2016er-Offensive Line der Seattle Seahawks war die schlechteste OL-Unit der NFL. Wir beginnen mit einen Blick auf die Zu- und Abgänge, schauen anschließend auf die gesamte Unit und zeigen dann auf, welche Spieler im Camp um die jeweiligen Starterposten kämpfen.
Die Neuzugänge:
Die Verbesserung der Offensive Line war ein primäres Ziel von General Manager John Schneider in dieser Offseason. Insgesamt wurden vier Spieler per Free Agency nach Seattle geholt, die für eine Leistungssteigerung sorgen sollen.
Von den Jacksonville Jaguars wurde der ehemalige First-Round Pick Luke Joeckel verpflichtet. Joeckel, der einen Einjahresvertrag unterschrieb, kann als Left Guard sowie als Left Tackle eingesetzt werden und fällt vor allem durch seine Fähigkeiten im Pass Blocking auf. Zusätzlich zu seiner Flexibilität bringt Joeckel Erfahrung aus 39 NFL-Starts mit nach Seattle, von der vor allem die jungen Spieler wie George Fant oder Germain Ifedi profitieren können. Dennoch gibt es bei Joeckel einen Haken. Vergangenes Jahr absolvierte er für die Jaguars nur vier Spiele. In Week 4 zog er sich eine Knieverletzung (vorderes Kreuzband) zu, die seine Saison vorzeitig beendete. Die ersten Trainingseinheiten deuten daraufhin, dass er die Verletzung gut überstanden hat und in Week 1 gegen die Green Bay Packers einsatzbereit ist.
Ein weiterer Neuzugang ist Right Guard Oday Aboushi, der von den Houston Texans nach Seattle wechselte. Aboushi absolvierte vergangenes Jahr drei Starts für die Texans und wird im Training Camp die Chance bekommen, den Job als Right Guard zu erobern. Selbst wenn Aboushi als Backup in die Runde gehen sollte, ist seine Verpflichtung als durchweg positiv zu betrachten. Zum einen schafft sie nicht nur die notwendige Tiefe, Aboushi bringt ebenfalls Erfahrung mit, die wichtig für die Weiterentwicklung der unerfahrenen Line-Spieler ist.
Im Draft wurde Ethan Pocic, ein junges Talent, in der 2. Runde gedrafted. Pocic absolvierte für LSU in den vergangenen drei Jahren 37 Starts und wurde 2016 von der Football Writers Association of America ins First Team All-American berufen. Eine der höchsten Auszeichnungen, die ein College-Spieler erhalten kann. Das Kuriose ist nur, dass Pocic 2016 die meiste als Center spielte, elf von zwölf Starts absolvierte er auf dieser Position – und nur einen als Right Tackle. Da die Seahawks mit Justin Britt auf der Center-Position solide aufgestellt sind, wird Pocic in Training Camp als Right Tackle eingesetzt und mit Germain Ifedi um den Job als Starter kämpfen. Pocic hat seine Stärke vor allem im Run Blocking, aber verfügt auch über solide Pass Blocking-Fähigkeiten. In seiner Karriere am College kassierte er insgesamt nur zwei Sacks und zwei QB-Hits.
Justin Senior ist ein weiterer Spieler, der über den Draft (6. Runde) für die Offensive Line nach Seattle geholt wurde. Wie es derzeit aussieht, wird Senior den Seahawks aber erstmal nicht zur Verfügung stehen. Er zog sich in der Offseason eine Knieverletzung zu und wird die bevorstehende Saison vermutlich komplett verpassen.
Somit wurden im Endeffekt drei Verstärkungen nach Seattle geholt, die für eine Leistungssteigerung der Offensive Line sorgen sollen. Das Front Office bemühte sich in der Offseason um eine weitere Verstärkung: Right Guard T.J. Lang von den Green Bay Packers. Letztendlich entschied er sich gegen Seattle und für die Detroit Lions. Das Geld soll nicht ausschlaggebend gewesen sein. Medienberichten zufolge lag es eher an der Tatsache, dass Lang aus der Nähe von Detroit stammt und die Nähe zu seiner Familie suchte.
Die Abgänge:
Neben den Neuzugängen gibt es auch zwei Abgänge in der Offensive Line zu verzeichnen. In Garry Gilliam verliert das Team den 13-maligen Starter auf Right Tackle des vergangenen Jahres. Gilliam wurde nach der Saison einen Restricted Free Agent (RFA). Jedes Team kann mit einem RFA Vertragsverhandlungen führen. Sofern ein RFA einen Vertrag bei einem neuen Team unterschreiben will, hat das bisherige Team die Möglichkeit, mit diesem Angebot gleichzuziehen. Die Seahawks verzichteten darauf und Gilliam unterschrieb bei den 49ers. Ebenfalls nicht mehr im Team ist Tackle Bradley Sowell, der vergangene Saison Spielzeit auf beiden Tackle-Positionen erhielt. Er wechselte zu den Chicago Bears.
Die Unit:
Offensive Tackle: George Fant, Germain Ifedi, Ethan Pocic, Rees Odhiambo
Offensive Guards: Luke Joeckel, Oday Aboushi, Mark Glowsinski
Center: Justin Britt, Joey Hunt
Derzeit sind weitere Offensive Line-Spieler im Camp, auf die wir an dieser Stelle nicht eingehen werden. Sofern einer von ihnen im Camp hervorsticht und sich einen Platz auf dem 53er-Kader sichert, werden wir ihn zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen.
Aufgrund der Zu- und Abgänge werden wir in der kommenden Saison wieder eine neuformierte Offensive Line sehen, die Offensive Line-Trainer Tom Cable zusammenstellen muss. Deshalb hier ein Überblick, welcher Spieler im Camp um welche Position kämpft:
Left Tackle: Für den Job des Left Tackle hat Head Coach Pete Carroll drei realistische Optionen. George Fant, der vergangenes Jahr zehn Spiele als Left Tackle startete, geht als aussichtsreicher Kandidat ins Camp. Während der Offseason trainierte Fant mit Seahawks-Hall of Fame-Tackle Walter Jones und soll vor allem körperlich im positiven Sinne zugelegt haben. Von Fant erwarten die Coaches einen großen Sprung in seiner Entwicklung. Es darf nicht vergessen werden, dass Fant während seiner Zeit am College hauptsächlich Basketball spielte und somit über kaum Football-Erfahrung verfügte. Sollte Fant in seiner Entwicklung nicht die notwendigen Fortschritte zeigen, sind Neuzugang Luke Joeckel sowie Rees Odhiambo, der Third-Round Pick aus 2016, weitere Optionen.
Left Guard: Pete Carrolls Favorit für den Job als Left Guard ist Neuzugang Luke Joeckel. Sollte Joeckel auf Left Tackle rücken, könnte Mark Glowinski, der vergangenes Jahr als Left Guard startete, eine Alternative sein. Aber auch Rees Odhiambo könnte die Position im Notfall einnehmen.
Center: Justin Britt ist der einzige Spieler der Offensive Line, der seinen Job als sicher verstehen kann. Nachdem er 2014 und 2015 als Right Tackle bzw. Guard eingesetzt wurde und nicht überzeugte, spielte er vergangenes Jahr auf Center seine beste NFL-Saison. Britt war ohne Zweifel der beste Spieler der letztjährigen Offensive Line. Als sein Backup wird wohl Joey Hunt in die Spielzeit gehen. Doch sollte sich Hunt seiner Sache nicht zu sicher sein. Auch wenn Pocic nicht im direkt Duell mit ihm steht, könnte er als Notfall-Center fungieren und Hunt seinen Platz im endgültigen Kader kosten.
Right Guard: Die Position des Right Guards ist derzeit heiß umkämpft. Im Camp duellieren sich Mark Glowinski, der vergangenes Jahr als Left Guard alle Spiele für die Seahawks startete, und Neuzugang Oday Aboushi um den Job als Starter. Vor allem die Preseason-Partien werden zeigen, wer die Nase vorn hat.
Right Tackle: Germain Ifedi, First-Round Pick aus 2016, wechselt von Right Guard zurück auf seine angestammte Position, die er bereits zu College-Zeiten spielte. Vor allem Ifedi wird im Camp sowie in den Preseason-Spielen seinen Job als Starter verteidigen müssen. Wie bereits erwähnt, wird Rookie Ethan Pocic im Camp ausschließlich als Right Tackle eingesetzt, er hinterließ in den ersten Trainingseinheiten einen positiven Eindruck bei den Coaches.
Fazit:
Wie die Startformation dieser Unit in Week 1 gegen die Green Bay Packers aussehen wird, kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vorhergesagt werden. Es ist davon ausgehen, dass in den bevorstehenden vier Preseason-Partien viele unterschiedliche Varianten aufgestellt und ausprobiert werden. Das führt uns letztendlich zu der Frage: Wie gut ist die neue Offensive Line-Gruppe? Um es salopp zu sagen: Schlechter als vergangenes Jahr kann es nicht werden.
Wenn die jungen Spieler wie Fant und Ifedi die nächsten Schritte in ihrer Entwicklung machen und von der Erfahrung von Spieler wie Luke Joeckel profitieren können, ist mit einer Leistungssteigerung im Vergleich zur vergangenen Saison zu rechnen. Die Unit wird auch in diesem Jahr nicht zu den besten der NFL gehören, sondern wahrscheinlich eher zu den zehn schlechtesten. Dennoch ist es realistisch, dass die Offensive Line eine bessere Leistung auf Spielfeld bringen wird als 2016.
Wir befinden uns in der Vorbereitung auf die NFL-Saison 2017. Vor wenigen Tagen hat das Training Camp der Seattle Seahawks begonnen und bald haben die Sonntage wieder einen Sinn. Während das erste Spiel der Regular Season immer näher rückt, ist es an der Zeit einen Blick auf den Kader der Seahawks zu werfen. In den kommenden Wochen werden wir nach und nach jede Position unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, wie gut der Kader für die neue Saison aufgestellt ist. Wie aber analysiert man eine Position, auf der mangels Konkurrenzkampf auch diesmal die wichtigste Rolle schon vergeben ist? Genau, man beschäftigt sich mit Schlagzeilen, die die Offseason dominiert haben – und mit den Backups. In Teil drei der Serie schreiben wir heute über die Königsposition der Offense – den Quarterback.
Noch befinden wir uns mitten im Sommerloch der NFL-Offseason – doch Besserung ist in Sicht. Ende Juli beginnt das Training Camp der Seattle Seahawks und dann dauert es nicht mehr lange, bis die Sonntage wieder einen Sinn haben. Während das erste Spiel der Regular Season 2017 immer näher rückt, ist es an der Zeit einen Blick auf den Kader der Seahawks zu werfen. In den kommenden Wochen werden wir nach und nach jede Position unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, wie gut der Kader für die neue Saison aufgestellt ist. In Teil zwei der Serie beleuchten wir heute die Cornerback-Position.
Noch befinden wir uns mitten im Sommerloch der NFL-Offseason – doch Besserung ist in Sicht. Ende Juli beginnt das Training Camp der Seattle Seahawks und dann dauert es nicht mehr lange, bis die Sonntage wieder einen Sinn haben. Während das erste Spiel der Regular Season 2017 immer näher rückt, ist es an der Zeit einen Blick auf den Kader der Seahawks zu werfen. In den kommenden Wochen werden wir nach und nach jede Position unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, wie gut der Kader für die neue Saison aufgestellt ist. Heute beginnen wir mit der Wide Receiver-Position.
Nach dem NFL Draft 2017 ist nun ein Großteil des 90er-Kaders der Seattle Seahawks für die neue Saison beisammen. John Schneider hat elf neue Spieler ausgewählt hat, dies wird Auswirkungen auf Spieler und Trainer haben. Da erst in zwei bis drei Jahren objektiv bewertet werden kann, wie sich die diesjährige Draft-Klasse entwickeln wird, ist es zwar noch nicht möglich, exakt vorherzusagen, wer die tatsächlichen Gewinner oder Verlierer durch den Draft sein werden, jedoch kann man auf den ersten Blick bereits mutmaßen, wer mehr oder minder davon profitieren könnte.
Der Wecker klingelt, es ist 0.49 Uhr. War ich vorher noch etwas müde, ändert sich das spätestens beim diesjährigen NFL Draft-Heißmacher mit „The Roots“-Frontmann „Black Thought“, der die 2. Runde offiziell einläutet.
Drei Tage lang wählten die 32 NFL-Teams in Philadelphia beim NFL Draft 2017 die besten College-Spieler aus, um ihre Kader für die anstehende Saison zu verstärken. Die Seattle Seahawks stiegen erst am zweiten Tag richtig ein, waren von da an aber eins der aktivsten Teams. Wir stellen die elf Neuzugänge vor und blicken danach noch auf die Undrafted Free Agents, die in Seattle auf ihre Chance hoffen.
„Sorry, guys!“ – das waren die ersten Worte, die GM John Schneider nach der 1. Runde des NFL Draft 2017 an die Vertreter der lokalen Medien richtete. Die Seattle Seahawks hatten zuvor einen Downtrade mit den Atlanta Falcons und anschließend einen weiteren Downtrade mit den San Francisco 49ers durchgeführt und sich wieder einmal ohne einen Pick aus der ersten Nacht verabschiedet.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag beginnt in Philadelphia der NFL Draft und die besten College-Spieler werden von den NFL-Teams gepickt. Stand jetzt darf Seattle in der ersten Runde einmal an Spot 26 picken und hat dann für den zweiten Tag sogar vier Picks, davon einer in der 2. Runde und drei Picks in der 3. Runde. Gerade die Picks am zweiten Tag sind sehr wertvoll, denn über die diesjährige Draft-Klasse sagt man, dass sie sehr tief ist und man noch bis spät in die 2. Runde Starter finden kann.
Kurz vor dem NFL Draft 2017 wollen wir erstmals in dieser Offseason Bilanz ziehen. Welche Spieler haben die Seattle Seahawks in der aktuellen Free Agency verlassen?
Der Spielplan für die NFL-Saison 2017 steht fest! Die Seattle Seahawks eröffnen die neue Spielzeit auswärts gegen die Green Bay Packers. Zur Primetime darf das Team aus dem Pacific Northwest in der anstehenden Spielzeit viermal auflaufen – gegen die Indianapolis Colts, Arizona Cardinals (evtl. NikeColorRush), Atlanta Falcons und Philadelphia Eagles. Nur einmal muss Seattle im frühen Zeitfenster antreten. Aufeinanderfolgende Heimspiele gibt es lediglich in den Wochen 8 und 9. Zwei Auswärtsspiele in Serie stehen in den Wochen 5 und 7 an, getrennt von der Bye Week in Woche 6. Ansonsten wird schön regelmäßig zwischen Seattle und der Stadt eines gegnerischen Teams gependelt.
Als Julius Kühn Ende Januar 2016 in Polen das Flugzeug gen deutsche Heimat bestieg, war er erstens Handball-Europameister und zweitens sichtlich müde von einer durchfeierten Nacht. Was aber nur wenigen Leuten auffiel: Der 23-jährige Nationalspieler und Profi des VfL Gummersbach trug ein T-Shirt der Seattle Seahawks und outete sich so als Fan des Teams aus dem Pacific Northwest. Im Interview spricht er über Gemeinsamkeiten von Bad Boys und Legion of Boom, seine Football-Fähigkeiten und Sport als Kopfsache.(mehr …)
Bezüglich der Offensive Line sind bei den Seattle Seahawks in den vergangenen Jahren einige Probleme aufgetreten und Fehler gemacht worden, die vor zwei Wochen an dieser Stelle aufgearbeitet wurden. Aufbauend darauf beschäftigt sich der heutige Beitrag mit Lösungsvorschlägen, damit sich Quarterback Russell Wilson und die Running Backs 2017 auf eine verbesserte O-Line verlassen können.
Looking back at Seattle’s 2016 season two reasons for another divisional-round loss come to mind: The injuries to key players like Earl Thomas and Russell Wilson and the bad offensive-line play. Especially the injury to their QB and the permanent pressure on him led to some losses against weaker teams, which turned out to be a key reason to missing out on the 2nd seed in the NFC. The importance of home-field advantage should be obvious after Super Bowl appearances in 2013 and 2014 (or to anyone who has ever been to a game in Seattle).
Blickt man auf die gerade zu Ende gegangene NFL-Saison zurück und sucht nach Gründen, warum die Seattle Seahawks das zweite Jahr in Folge in der Divisional Round gescheitert sind, erscheinen zwei Faktoren maßgeblich: Zum einen die Verletzungen von Schlüsselspielern wie Earl Thomas und Russell Wilson, zum anderen das schlechte Spiel der Offensive Line. Insbesondere die Verletzungen des Quarterbacks und der permanente Druck auf ihn haben zu mehreren Niederlagen gegen schwächere Teams geführt, ohne die man eine Chance auf den 2. Setzplatz in der NFC gehabt hätte. Und was mit dem Heimvorteil in Seattle möglich ist, haben wir in den erfolgreichen Saisons 2013 und 2014 gesehen.
Zwei Wochen nach Super Bowl LI wollen wir voraus schauen und uns mit der anstehenden Offseason beschäftigen. Das Front Office der Seattle Seahawks muss in den kommenden Wochen und Monaten wichtige Entscheidungen treffen, um auch in den nächsten Jahren ein konkurrenzfähiges Team aufs Spielfeld stellen zu können. Die Ausgangslage des Teams aus dem Pacific Northwest werden wir zu Beginn der Offseason an dieser Stelle ausführlich besprechen.
Am Donnerstagabend kam aus Seattle die Nachricht, dass die Seahawks Kicker Blair Walsh unter Vertrag genommen haben. Richtig – den Blair Walsh, der dem Team aus dem Pacific Northwest im Januar 2016 zum Weiterkommen in den Playoffs verholfen hatte, indem er den vermeintlichen Game Winner für Minnesota links neben die Stangen setzte. In der darauffolgenden Saison, die vor wenigen Tagen zu Ende ging, wurde Walsh von den Vikings nach Week 12 entlassen. Nun findet er sich im Kader der Franchise wieder, deren Weiterkommen er ein Jahr zuvor mit seinem Fehlschuss maßgeblich beeinflusst hatte. Mit Walsh kommt die Frage auf, wie es nun mit Stephen Hauschka weitergeht, der ebenfalls keine einfache Saison hatte.
Die No-Fly Zone, zu deutsch Flugverbotszone, ist ein Luftraum, in dem aus militärischen Gründen sämtliche Flugbewegungen von Luftfahrzeugen verboten sind. Die Secondary der Seattle Seahawks war in den vergangenen Jahren dafür bekannt, in ihrem Hoheitsgebiet ein solches Gebiet einzurichten, das es dem Gegner schwer machte, durch die Luft die Endzone zu erreichen. Wenn ein tiefer Ball beim gegnerischen Receiver zu landen drohte, war Free Safety Earl Thomas für das Team aus dem Pacific Northwest als Abfangjäger zur Stelle und unterband den Passversuch. Nach Thomas’ Ausfall jedoch schien das Flugverbot aufgehoben.