Schlagwort: Meinung

Die fünf größten Fan-Irrtümer der Saison 2017

Wenn’s um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft geht, heißt es oft so schön: Das Land hat rund 83 Millionen Bundestrainer. Jeder weiß es besser als der in der Realität verantwortliche Joachim Löw. In Football-Deutschland ist das inzwischen ähnlich. Wenn’s nicht läuft, wird diskutiert. Dann werden die vielen Fans der Seattle Seahawks zu vermeintlichen Experten. Oftmals ist das unterhaltsam, denn Diskussionen gehören zum Sport dazu. Manchmal aber sind die Einschätzungen der Fans schlichtweg falsch. Fünf Beispiele aus der Saison 2017.

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Vogelperspektive #4: Aus Acht mach Elf

Liebe Leser, ich weiß, ich weiß… ihr lechzt nach dem nächsten Freundin-Vergleich, aber da muss ich euch zu Beginn dieser Episode leider erst einmal enttäuschen. „Aus Acht mach Elf“ ist nicht etwa eine Zusammenfassung meiner persönlichen Mädchen-die-ich-küssen-durfte-Statistik zwischen der 7. und 12. Klasse (obwohl auch das zutreffen könnte), sondern die diesjährige Draft-Formel von Seahawks-Manager John Schneider.

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Vogelperspektive #3: Free Agency 2017

Ich möchte diese Ausgabe mit einem mehr oder weniger fiktiven Gespräch zwischen zwei mehr oder weniger fiktiven Football-Fans beginnen. Die Szenerie möge man sich bitte so vorstellen, dass beide einen regnerischen Sonntag auf der Couch verbringen. Beide haben einen Playstation-Controller in der Hand und ein Knöpfchen im Ohr. Sie befinden sich nämlich gut 300 Kilometer voneinander entfernt auf unterschiedlichen Sofas. Wir haben es den talentierten Programmierern bei Sony und EA zu verdanken, dass die beiden nicht nur eine Partie Madden NFL miteinander zocken, sondern sich nebenbei sogar noch unterhalten können. Und so begab es sich, dass man zwischen Kickoff und Touchback auf die Free Agency zu sprechen kam.

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Vogelperspektive #1: Alles auf Anfang

Wie beginnt man etwas Neues, wenn das Vergangene noch gar nicht richtig überwunden ist? Diese Frage, die sich jeder von uns schon einmal gestellt haben dürfte, findet sich in allen Lebensbereichen. Vor allem aber ist sie verbunden mit dem Sport. „Wie geht es weiter?“ steht auf einem kleinen Aufkleber in Form eines Footballs unter dem Spielbericht des ersten Preseason-Spiels. Schon etwas größer, vielleicht mit Edding geschrieben, prangen die Wörter über einem Spielergebnis in der Midseason. In demselben Maße, in dem sich die Regular Season ihrem Ende nähert, vergrößern sich die Buchstaben. Bemerkenswert dabei ist, dass sich alle Teams die gleiche Frage stellen. Jene am Tabellenende, weil sie sich aus der Misere wünschen, jene in der Mitte, weil sie doch noch den Sprung in die Playoffs schaffen wollen und jene an der Spitze, weil Zweiter werden eben noch nie gereicht hat. Das letzte Spiel ist noch gar nicht beendet, da rufen die Fans schon nach neuen Trainern, neuen Spielern und überhaupt einer anderen Einstellung. Das ist in allen Sportarten so – es sei denn natürlich man wird Meister, Pokalsieger oder gewinnt wie im American Football den Super Bowl.

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„Thanks for asking!“ – Quo vadis, Seahawks?

Meine Mama hat immer gesagt: Bevor du etwas sagst, das dir hinterher leid tut, schlaf lieber drüber. Morgen sieht die Welt ganz anders aus.

Meine Mama hat viele kluge Dinge gesagt, aber das mit dem Drüber schlafen funktioniert irgendwie nicht so richtig. Besonders nach schlechten Spielen meines Lieblingsteams.

So wie gestern. Und letzte Woche. Ja, ich weiß, die Saison hat erst angefangen, wir fangen immer schwach an und steigern uns dann – alles gut und schön.

Aber ich bin der Meinung, dass wir uns in unruhigen Gewässern befinden und dass hier unbedingt gegengesteuert werden muss.

Lasst uns ein Jahr zurückgehen.

In der Vorbereitung zur vergangenen Saison wurde Jimmy Graham nach Seattle geholt. Für ihn gab man Center Max Unger nach New Orleans ab – also Herz und Hirn der Offensive Line. Ich war von vorne herein nicht besonders begeistert über diesen Deal. Nicht dass ich Jimmy Graham nicht mag, ich halte ihn für einen ausgezeichneten Tight End, wenn er gesund ist auf einer Stufe mit Gronk. Nein, was mir Sorgen machte war, dass unser Spiel gar nicht auf einen Spieler seines Formats ausgelegt war. Wir waren, wir sind ein Running Team. Wir leben vom Laufspiel. Das hat sich auch bis heute nicht geändert. Zeit, um für die Zukunft zu planen, war mehr als genug! (Stichwort Playbook!)

Die Konsequenz also war, dass die O-Line neu aufgestellt werden musste. Dies dauerte fast drei Viertel der vergangenen Saison, und auch am Ende war die Leistung meist durchwachsen. Trotzdem war unser Spiel nach wie vor lauflastig. Ich hätte nun erwartet, dass man hier zur neuen Saison nachbessert. Insbesondere nach dem Abgang von Marshawn Lynch hätte man hier Qualität holen müssen, um unseren jungen Running Backs den Weg vernünftig freizublocken. Stattdessen bekam Doug Baldwin seinen Zahltag, man draftete Spieler, die die O-Line verstärken sollen und holte mit J’Marcus Webb vermeintliche Erfahrung aus Oakland. Kann gut gehen, muss aber nicht.

Denn wie man sieht, ist die O-Line bisher nicht gerade sattelfest, um es vorsichtig zu sagen. Und unser Running Game wird allzuoft bereits hinter der Line of Scrimmage gestoppt. Als Sahnehäubchen muss unser QB noch angeschlagen spielen – ein Risiko das vermeidbar wäre!

Versteht mich nicht falsch, ich stehe zu den Seahawks. In guten wie in schlechten Zeiten. Keine Frage.

Quo vadis, Seahawks?

Ich befürchte, dass sich unsere sportliche Leitung diesmal verspekuliert haben könnte. Da unsere Turnover-Produktion gleich null ist, fehlen folgerichtig mögliche und wichtige Punkte zum Sieg. Die Durchschlagskraft unserer Offense ist momentan nicht der Rede wert. Und von Disziplinlosigkeiten, die zu Strafen führen, rede ich noch gar nicht. Das muss intern angesprochen werden, in aller Deutlichkeit.

Ich hoffe, unsere Coaches drehen an den richtigen Stellschrauben. Wir sind meilenweit entfernt von unserer Topform, selbst deutlich von unsere Durchschnittsform der vergangenen Jahre. Wir müssen vielleicht mal raus aus der Komfortzone, vielleicht muss der Ton mal rauher werden. Sonst wird das nicht reichen, um den erneuten Einzug in den Super Bowl zu schaffen.

So wird das nicht mal für eine 8-8-Saison reichen. Da kann ich so oft drüber schlafen wie ich will.

von Tobias Neumann

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Super-Wahlsonntag auch bei den German Sea Hawkers

Richard Sherman ist ein meinungsstarker Mensch, der seine Ansichten gerne kundtut und sie begründen und erklären kann – wenn er nicht gerade ein paar Minuten nach Spielende ein Mikrofon vor die Nase gehalten bekommt. Würde Richard Sherman in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg oder Rheinland Pfalz leben, würde er heute ganz sicher ins Wahllokal gehen und seine Stimme abgeben.

Geht wählen! Macht noch bis 18 Uhr Gebrauch von Eurem demokratischen Recht und stimmt gegen die anti-demokratischen Parteien. So würde es Richard Sherman auch von Euch wollen.

Auch bei den German Sea Hawkers wird ab heute gewählt. Wie in jedem Jahr wählen die Sea Hawkers auch nach der Saison 2015 ihre Seahawks Players of the Year. In gleich drei verschiedenen Kategorien dürfen alle Mitglieder des Chapters abstimmen. Aus jeder Kategorie wird der Spieler mit den meisten Stimmen von den German Sea Hawkers anschließend als Kandidat ans Central Council weitergeleitet und zählt dort zur Gesamtwahl. Pro Mitglied können drei Stimmen abgegeben werden – jeweils eine pro Kategorie (Offensive Player of the Year, Defensive Player of the Year, Special Teams Player of the Year).

Da die Wahl ausschließlich Mitgliedern möglich ist, möchten wir Euch an dieser Stelle auf unsere Diskussion auf Facebook verweisen. Wer sind Eure Seahawks Players of the Year? Kommentiert auf Facebook und nennt uns Euren Offensive Player of the Year, Euren Defensive Player of the Year und Euren Special Teams Player of the Year.

Für alle Mitglieder gilt – im Forum abstimmen!

OPOY: https://www.germanseahawkers.com/gshforum/showthread.php?tid=200

DPOY: https://www.germanseahawkers.com/gshforum/showthread.php?tid=201

STPOY: https://www.germanseahawkers.com/gshforum/showthread.php?tid=202

Kandidaten, die bislang nicht zur Auswahl stehen, können im Forum per Kommentar angegeben werden. Wir fügen sie dann zu den Möglichkeiten hinzu.

Deadline ist Donnerstag, der 25. März 2016 um 23.59 Uhr deutscher Zeit. Alle danach abgegebenen Stimmen werden nicht mehr gewertet.

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“Thanks for asking!” – Meine Meinung zur Team-Situation

Redaktionsmitglied Mario Kluckow meldet sich nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten zurück und gibt – trotz Jetlag – einen persönlichen Überblick über den aktuellen Stand der Vorbereitung bei den Seattle Seahawks. Er thematisiert die O-Line, die Verletztenlage, Long Snapper Nate Boyer sowie Sorgenkind Kam Chancellor und bringt dabei auch seine Beobachtungen von vor Ort in Seattle ein.

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