Schlagwort: Offensive Line

Seahawks-Draft Check 2024 – Die Offensive Line-Klasse unter der Lupe

Lasst uns mit einem Sorgenkind der Seattle Seahawks beginnen, welches im Rückblick auf die Saison 2023 mit einem bildlichen Vergleich starten könnte, zum Beispiel mit einem Blick auf eine Käsetheke. Mit vielen Löchern versehen, ein ständig wechselndes Angebot und am Ende war mit der Auslage keiner so richtig zufrieden. Verletzungsbedingt musste das Team zu oft Lücken füllen, die durch die Ausfälle von T Charles Cross, T Abe Lucas oder anderen entstanden. Hier konnten in der Offseason mit den Verpflichtungen von Veteranen Tackle George Fant, C Nick Harris oder G Laken Tomlinson offensichtliche Nöte bedient werden, so dass man im kommenden Drafting nicht nur nach „Needs“ draften muss. Ein Blick auf die Klasse der Offensive Line 2024 lohnt aber dennoch, wie der Blick auf eine kleine Auswahl von verfügbaren Spielern zeigen soll.

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Von Schwäche zur Stärke: Die Transformation der Seahawks Offensive Line

Die Seahawks Offensive Line ist über Jahre die größte Schwäche der Seahawks gewesen. Russell Wilson ist nach dem Super Bowl-Sieg gegen die Denver Broncos jedes Jahr um sein Leben gelaufen – sein Nachfolger, Geno Smith, muss das nicht.

Die Seahawks Offensive Line beschützt Geno Smith ohne große Probleme und das trotz vieler Verletzten. Im ersten Spiel des Jahres haben sich beide Seahawks Starting-Tackles Charles Cross und Abraham Lucas verletzt. Cross steht vor seinem Comeback nach der Bye-Week. Lucas ist hingegen auf der Injured-Reserve-Liste gelandet. Wann er wieder spielen kann, ist nicht klar.

Cross und Lucas sind letztes Jahr das erste Rookie-Tackle-Duo seit 1970 geworden, das die ersten 15 Spiele ihres Teams zusammen starten konnte. Doch auch ohne die beiden ist die O-Line in der Lage Geno Smith zu beschützen. Gegen die Lions und Panthers hat die Seahawks Offensive Line insgesamt nur drei Sacks zugelassen. Auch gegen die Giants waren es nur zwei.

Kein einziger Starter beendet Giants-Spiel auf seiner angestammten Position

Die Leistung der Offensive Line der Seahawks war in New York nochmal beeindruckender, weil zwei weitere Starter sich während des Spiels verletzt haben und nicht weiterspielen konnten. In der ersten Hälfte mussten Right Guard Phil Haynes mit einer Wadenverletzung und Left Guard Damien Lewis mit einer Knöchelverletzung vom Feld.

Sie wurden von zwei Rookies ersetzt. Fünftrundenpick Olu Oluwatimi und Viertrundenpick Anthony Bradford kamen in die Partie. Starting Center Even Brown ist der einzige Starter aus Woche eins, der noch übrig ist. Er rückte im Spiel gegen die Giants auf Left Guard. Dass bedeutete, das der einzige verbliebene Starter der Seahawks O-Line nicht mehr auf seiner Stamm-Position spielen konnte. Und trotzdem gelang es der Offense der Seahawks gegen die Giants – mit Unterstützung der Defense – 17 Punkte zu scoren.

Von Schwäche zur Stärke: Die Seahawks Offensive Line

In den letzten drei Spielen hat die Seahawks Offense damit 98 Punkte erzielt – und dass trotz zahlreicher Verletzter O-Line-Starter. Die O-Line ist keine Schwäche mehr, sondern eine Stärke dieses Teams.

Head Coach Pete Carroll ist sehr zufrieden mit der Leistung der O-Line. Er sagt nach dem Spiel in New York: „Die O-Line war erneut ein Flickenteppich, wie in den letzten drei Wochen. Ich bin sehr stolz, dass die Jungs bereit waren und auf so einem hohen Level gespielt haben. Sie geben uns die Chance in diesen Spielen konkurrieren zu können.“

Dickerson macht das Unmögliche möglich

Carrolls Lob geht nicht nur an die Spieler, sondern auch an Andy Dickerson, O-Line Coach der Seahawks. Dickerson kam 2021 von den Los Angeles Rams nach Seattle. Zunächst war er Run-Game-Coordinator, letztes Jahr übernahm er dann die Verantwortung für die Seahawks Offensive Line.

Seit er für die O-Line verantwortlich ist, hat die Unit einen großen Sprung nach Vorne gemacht. Lucas und Cross haben eine solide erste Saison in der NFL gespielt. Die Leistung von Seattles O-Line-Backups dieses Jahr zeigt, wie wertvoll er für Carroll ist. Trotz zahlreicher Verletzten stellt Seattle die elftbeste O-Line der NFL im Passblocking. Laut ESPN gewinnen Seattles O-Liner 60,4% ihrer Passblocking-Snaps gegen ihre Gegner.

Für Dickerson ist es nicht das erste Mal, dass es ihm gelingt aus Backups so gute Leistungen herauszuholen. 2019 wurde er bei den Rams vor eine ähnliche Herausforderung gestellt. Mehrere Starter sind ausgefallen und trotzdem schaffte es die Rams O-Line sechs Spiele am Stück keinen einzigen Sack zuzulassen. 2019 coachte Dickerson die O-Line, die die wenigsten Sacks in der gesamten NFL erlaubt hat.

Auch wenn es unglaublich ist, was Dickerson aus Backup O-Linern herauskitzeln kann, fragt man sich doch, was für Leistungen er aus Startern, wie Cross und Lucas noch herausholen kann. Die Bye-Week diese Woche kommt angesichts dessen genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Spieler bekommen Zeit gesund zu werden und die Backups noch mehr Zeit von Dickerson gecoacht zu werden, bis es in einer Woche gegen die Bengals wieder aufs Feld geht.

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Seahawks-Draft Check 2023 – Die Interior Offensive Line-Klasse unter der Lupe

Ja, ich weiß. Die Offensive Line ist keine Highlight-Position. Besonders nicht, wenn es dann auch noch um die Interior-Line, also Guard und Center geht. Nichtsdestotrotz ist die O-Line als Kollektiv von enormer Bedeutung für die Offense eines Teams. Gerade die Seahawks wissen, dass selbst ein Star-Quarterback sowie Elite-Receiver eine wackelige Pass Protection nur bedingt kompensieren können. Nachdem Pete Carroll und John Schneider letztes Jahr unser (hoffentlich) Franchise-Tackle-Duo drafteten, besteht für diesen Darft noch Bedarf im Innenbereich der Line. Also perfekter Anlass, um gemeinsam auf meine Top 5 der besten Interior-Offensive-Linemen zu schauen!

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Preseason-Vorschau 2017: Offensive Line

Das Training Camp der Seattle Seahawks ist in vollem Gang und wir beschäftigen uns in diesem Teil unserer Preseason-Vorschau mit der Offensive Line. Diese war in der vergangenen Saison wieder einmal die größte Schwachstelle des Teams. Während in den vorherigen Jahren Russell Wilson sowie Marshawn Lynch viele Schwächen kompensierten, litt die Leistung der Offense 2016 erheblich unter der unterdurchschnittlichen Leistung der Offensive Line. Die Bezeichnung „unterdurchschnittlich“ ist in diesem Fall noch eine Untertreibung. Die 2016er-Offensive Line der Seattle Seahawks war die schlechteste OL-Unit der NFL. Wir beginnen mit einen Blick auf die Zu- und Abgänge, schauen anschließend auf die gesamte Unit und zeigen dann auf, welche Spieler im Camp um die jeweiligen Starterposten kämpfen.

Die Neuzugänge:

Die Verbesserung der Offensive Line war ein primäres Ziel von General Manager John Schneider in dieser Offseason. Insgesamt wurden vier Spieler per Free Agency nach Seattle geholt, die für eine Leistungssteigerung sorgen sollen.

Von den Jacksonville Jaguars wurde der ehemalige First-Round Pick Luke Joeckel verpflichtet. Joeckel, der einen Einjahresvertrag unterschrieb, kann als Left Guard sowie als Left Tackle eingesetzt werden und fällt vor allem durch seine Fähigkeiten im Pass Blocking auf. Zusätzlich zu seiner Flexibilität bringt Joeckel Erfahrung aus 39 NFL-Starts mit nach Seattle, von der vor allem die jungen Spieler wie George Fant oder Germain Ifedi profitieren können. Dennoch gibt es bei Joeckel einen Haken. Vergangenes Jahr absolvierte er für die Jaguars nur vier Spiele. In Week 4 zog er sich eine Knieverletzung (vorderes Kreuzband) zu, die seine Saison vorzeitig beendete. Die ersten Trainingseinheiten deuten daraufhin, dass er die Verletzung gut überstanden hat und in Week 1 gegen die Green Bay Packers einsatzbereit ist.

Ein weiterer Neuzugang ist Right Guard Oday Aboushi, der von den Houston Texans nach Seattle wechselte. Aboushi absolvierte vergangenes Jahr drei Starts für die Texans und wird im Training Camp die Chance bekommen, den Job als Right Guard zu erobern. Selbst wenn Aboushi als Backup in die Runde gehen sollte, ist seine Verpflichtung als durchweg positiv zu betrachten. Zum einen schafft sie nicht nur die notwendige Tiefe, Aboushi bringt ebenfalls Erfahrung mit, die wichtig für die Weiterentwicklung der unerfahrenen Line-Spieler ist.

Im Draft wurde Ethan Pocic, ein junges Talent, in der 2. Runde gedrafted. Pocic absolvierte für LSU in den vergangenen drei Jahren 37 Starts und wurde 2016 von der Football Writers Association of America ins First Team All-American berufen. Eine der höchsten Auszeichnungen, die ein College-Spieler erhalten kann. Das Kuriose ist nur, dass Pocic 2016 die meiste als Center spielte, elf von zwölf Starts absolvierte er auf dieser Position – und nur einen als Right Tackle. Da die Seahawks mit Justin Britt auf der Center-Position solide aufgestellt sind, wird Pocic in Training Camp als Right Tackle eingesetzt und mit Germain Ifedi um den Job als Starter kämpfen. Pocic hat seine Stärke vor allem im Run Blocking, aber verfügt auch über solide Pass Blocking-Fähigkeiten. In seiner Karriere am College kassierte er insgesamt nur zwei Sacks und zwei QB-Hits.

Justin Senior ist ein weiterer Spieler, der über den Draft (6. Runde) für die Offensive Line nach Seattle geholt wurde. Wie es derzeit aussieht, wird Senior den Seahawks aber erstmal nicht zur Verfügung stehen. Er zog sich in der Offseason eine Knieverletzung zu und wird die bevorstehende Saison vermutlich komplett verpassen.

Somit wurden im Endeffekt drei Verstärkungen nach Seattle geholt, die für eine Leistungssteigerung der Offensive Line sorgen sollen. Das Front Office bemühte sich in der Offseason um eine weitere Verstärkung: Right Guard T.J. Lang von den Green Bay Packers. Letztendlich entschied er sich gegen Seattle und für die Detroit Lions. Das Geld soll nicht ausschlaggebend gewesen sein. Medienberichten zufolge lag es eher an der Tatsache, dass Lang aus der Nähe von Detroit stammt und die Nähe zu seiner Familie suchte.

Die Abgänge:

Neben den Neuzugängen gibt es auch zwei Abgänge in der Offensive Line zu verzeichnen. In Garry Gilliam verliert das Team den 13-maligen Starter auf Right Tackle des vergangenen Jahres. Gilliam wurde nach der Saison einen Restricted Free Agent (RFA). Jedes Team kann mit einem RFA Vertragsverhandlungen führen. Sofern ein RFA einen Vertrag bei einem neuen Team unterschreiben will, hat das bisherige Team die Möglichkeit, mit diesem Angebot gleichzuziehen. Die Seahawks verzichteten darauf und Gilliam unterschrieb bei den 49ers. Ebenfalls nicht mehr im Team ist Tackle Bradley Sowell, der vergangene Saison Spielzeit auf beiden Tackle-Positionen erhielt. Er wechselte zu den Chicago Bears.

Die Unit:

Offensive Tackle: George Fant, Germain Ifedi, Ethan Pocic, Rees Odhiambo

Offensive Guards: Luke Joeckel, Oday Aboushi, Mark Glowsinski

Center: Justin Britt, Joey Hunt

Derzeit sind weitere Offensive Line-Spieler im Camp, auf die wir an dieser Stelle nicht eingehen werden. Sofern einer von ihnen im Camp hervorsticht und sich einen Platz auf dem 53er-Kader sichert, werden wir ihn zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen.

(Bild: imago)

Aufgrund der Zu- und Abgänge werden wir in der kommenden Saison wieder eine neuformierte Offensive Line sehen, die Offensive Line-Trainer Tom Cable zusammenstellen muss. Deshalb hier ein Überblick, welcher Spieler im Camp um welche Position kämpft:

Left Tackle: Für den Job des Left Tackle hat Head Coach Pete Carroll drei realistische Optionen. George Fant, der vergangenes Jahr zehn Spiele als Left Tackle startete, geht als aussichtsreicher Kandidat ins Camp. Während der Offseason trainierte Fant mit Seahawks-Hall of Fame-Tackle Walter Jones und soll vor allem körperlich im positiven Sinne zugelegt haben. Von Fant erwarten die Coaches einen großen Sprung in seiner Entwicklung. Es darf nicht vergessen werden, dass Fant während seiner Zeit am College hauptsächlich Basketball spielte und somit über kaum Football-Erfahrung verfügte. Sollte Fant in seiner Entwicklung nicht die notwendigen Fortschritte zeigen, sind Neuzugang Luke Joeckel sowie Rees Odhiambo, der Third-Round Pick aus 2016, weitere Optionen.

Left Guard: Pete Carrolls Favorit für den Job als Left Guard ist Neuzugang Luke Joeckel. Sollte Joeckel auf Left Tackle rücken, könnte Mark Glowinski, der vergangenes Jahr als Left Guard startete, eine Alternative sein. Aber auch Rees Odhiambo könnte die Position im Notfall einnehmen.

Center: Justin Britt ist der einzige Spieler der Offensive Line, der seinen Job als sicher verstehen kann. Nachdem er 2014 und 2015 als Right Tackle bzw. Guard eingesetzt wurde und nicht überzeugte, spielte er vergangenes Jahr auf Center seine beste NFL-Saison. Britt war ohne Zweifel der beste Spieler der letztjährigen Offensive Line. Als sein Backup wird wohl Joey Hunt in die Spielzeit gehen. Doch sollte sich Hunt seiner Sache nicht zu sicher sein. Auch wenn Pocic nicht im direkt Duell mit ihm steht, könnte er als Notfall-Center fungieren und Hunt seinen Platz im endgültigen Kader kosten.

Right Guard: Die Position des Right Guards ist derzeit heiß umkämpft. Im Camp duellieren sich Mark Glowinski, der vergangenes Jahr als Left Guard alle Spiele für die Seahawks startete, und Neuzugang Oday Aboushi um den Job als Starter. Vor allem die Preseason-Partien werden zeigen, wer die Nase vorn hat.

Right Tackle: Germain Ifedi, First-Round Pick aus 2016, wechselt von Right Guard zurück auf seine angestammte Position, die er bereits zu College-Zeiten spielte. Vor allem Ifedi wird im Camp sowie in den Preseason-Spielen seinen Job als Starter verteidigen müssen. Wie bereits erwähnt, wird Rookie Ethan Pocic im Camp ausschließlich als Right Tackle eingesetzt, er hinterließ in den ersten Trainingseinheiten einen positiven Eindruck bei den Coaches.

Fazit:

Wie die Startformation dieser Unit in Week 1 gegen die Green Bay Packers aussehen wird, kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vorhergesagt werden. Es ist davon ausgehen, dass in den bevorstehenden vier Preseason-Partien viele unterschiedliche Varianten aufgestellt und ausprobiert werden. Das führt uns letztendlich zu der Frage: Wie gut ist die neue Offensive Line-Gruppe? Um es salopp zu sagen: Schlechter als vergangenes Jahr kann es nicht werden.

Wenn die jungen Spieler wie Fant und Ifedi die nächsten Schritte in ihrer Entwicklung machen und von der Erfahrung von Spieler wie Luke Joeckel profitieren können, ist mit einer Leistungssteigerung im Vergleich zur vergangenen Saison zu rechnen. Die Unit wird auch in diesem Jahr nicht zu den besten der NFL gehören, sondern wahrscheinlich eher zu den zehn schlechtesten. Dennoch ist es realistisch, dass die Offensive Line eine bessere Leistung auf Spielfeld bringen wird als 2016.

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O-Line: Was bietet die Free Agency?

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Bezüglich der Offensive Line sind bei den Seattle Seahawks in den vergangenen Jahren einige Probleme aufgetreten und Fehler gemacht worden, die vor zwei Wochen an dieser Stelle aufgearbeitet wurden. Aufbauend darauf beschäftigt sich der heutige Beitrag mit Lösungsvorschlägen, damit sich Quarterback Russell Wilson und die Running Backs 2017 auf eine verbesserte O-Line verlassen können.

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Walking a thin (o-)line

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Looking back at Seattle’s 2016 season two reasons for another divisional-round loss come to mind: The injuries to key players like Earl Thomas and Russell Wilson and the bad offensive-line play. Especially the injury to their QB and the permanent pressure on him led to some losses against weaker teams, which turned out to be a key reason to missing out on the 2nd seed in the NFC. The importance of home-field advantage should be obvious after Super Bowl appearances in 2013 and 2014 (or to anyone who has ever been to a game in Seattle).

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Enttäuschung auf ganzer (Offensiv-)Linie?

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Blickt man auf die gerade zu Ende gegangene NFL-Saison zurück und sucht nach Gründen, warum die Seattle Seahawks das zweite Jahr in Folge in der Divisional Round gescheitert sind, erscheinen zwei Faktoren maßgeblich: Zum einen die Verletzungen von Schlüsselspielern wie Earl Thomas und Russell Wilson, zum anderen das schlechte Spiel der Offensive Line. Insbesondere die Verletzungen des Quarterbacks und der permanente Druck auf ihn haben zu mehreren Niederlagen gegen schwächere Teams geführt, ohne die man eine Chance auf den 2. Setzplatz in der NFC gehabt hätte. Und was mit dem Heimvorteil in Seattle möglich ist, haben wir in den erfolgreichen Saisons 2013 und 2014 gesehen.

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Recap: NFL Draft 2016

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Das erste Highlight der Saison 2016, der NFL Draft, liegt hinter uns. In sieben Runden auf drei Tage verteilt hatte der diesjährige Draft einige Überraschung für Fans und Spieler bereit. Keine bösen Überraschungen für uns gab es von den Verantwortlichen bei den Seahawks, die ihre Picks gut überlegt einsetzten und viel Lob von Experten und Fans für die ausgewählten Spieler erhielten. In diesem Rückblick wollen wir euch nun die gedrafteten Neuzugänge der Seahawks nach und nach vorstellen. Einige Spielerportraits sind noch in Arbeit und werden in den nächsten Tagen ergänzt.

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Preview: Training Camp 2015 – Offensive Line

Es sind noch knapp drei Wochen bis zum Beginn der Training Camps der Seattle Seahawks. Die Wartezeit wollen wir nutzen und die einzelnen Position-Units etwas unter die Lupe nehmen. Wir geben euch einen Überblick, welche Positionen in den Trainings Camps heiß umkämpft sein werden. Zudem werde ich persönlich bei einer Trainingseinheit sowie beim ersten Preseason Game gegen die Denver Broncos live vor Ort sein und von meinen Eindrücken berichten.

Beginnen werden wir mit unser Offensive Line

Blicken wir zurück auf die Leistung der Offensive Line des vergangenen Jahres sehen wir Licht und Schatten. So waren die gezeigten Leistungen im Run-Blocking recht ordentlich aber dafür die Leistungen in der Pass Protection eher mangelhaft. Dies belegen die Statistiken aus dem vergangenen Jahr. In der Regular Season wurde Russell Wilson 42 mal von der gegnerischen Defense gesackt. Kein Playoff Team (Panthers ebenfalls 42 Sacks) kassierte in der letzten Season mehr Sacks als die Seahawks.

In der Offseason verließen mit Left Guard James Carpenter (NY Jets) und Center Max Unger (NO Saints) zwei Starter des Team, die es nun zu ersetzen gibt.

Neu zum Team hinzugestoßen sind folgende Spieler:

  • T Terry Poole (4th Round Pick)
  • G Mark Glowinski (4th Round Pick)
  • C Kristjan Sokoli (6th Round Pick)
  • G Kona Schwenke (UDFA)
  • T Jesse Davis (UDFA)
  • G/C Will Pericak (Free Agent)

Was haben alle Spieler gemeinsam? Richtig, sie haben alle noch nie ein Play in der NFL gespielt. Außer Will Pericak, der letztes Jahr den Roster Cut bei den Broncos als Defensive Line Spieler nicht geschafft hat, sind alle aufgeführten Spieler Rookies aus der diesjährigen Draft Class.

Das aktuelle Offensive-Line Roster

Folgende Spieler befinden sich zurzeit auf dem Roster:

Center: Lemuel Jeanpierre, Patrick Lewis

Guard: Mark Glowinski, Keavon Milton, Drew Nowak (G/C), Kona Schwenke, Kristjan Sokoli, J.R. Sweezy, Will Pericak (G/C)

Tackle: Alvin Bailey (G), Justin Britt, Jesse Davis, Garry Gilliam, Russell Okung, Terry Poole

Was ist in den Training Camps zu erwarten?

In den letzten Jahren gab es in den Training Camps der Seahawks kaum größere Position-Battles, da die meisten Starterpositionen fest vergeben bzw. kein ernster Konkurrent vorhanden war. Das sieht dieses Jahr, vor allem in der O-Line, anders aus.  Durch die bereits erwähnten Abgänge sind zwei Positionen offen, für die keine klare „Nummer 1“ neu verpflichtet wurde. Somit hat jeder aufgeführte Spieler mehr oder weniger die Chance zu zeigen was in ihm steckt.

Positon Battle Center

Die beiden Favoriten auf den Starterplatz des Centers sind Lemuel Jeanpierre und Patrick Lewis. Beide haben in der vergangenen Season bereits mehrere Spiele als Center für den verletzten Max Unger bestritten. Lewis kam auf sechs (Oakland, St. Louis und zweimal gegen die Cardinals) und Jeanpierre auf drei (Eagles und zweimal 49ers) Starts. Außenseiter Chancen haben noch Will Pericak, Drew Nowak und Kristjan Sokoli. Vor allem für Sokoli wird es ein weiter Weg bis zum Starterplatz werden. Im College kam er nur als Defensive Tackle zum Einsatz und muss die Grundlagen des Blocking erst verinnerlichen. Dass so ein Experiment erfolgreich sein kann sehen wir an J.R. Sweezy, der ebenfalls im College auf Seiten der Defense spielte und erst von Pete Carroll zum Offensive Guard umgeschult wurde. Dennoch braucht so ein Projekt seine Zeit. Ich erinnere mich noch gut an 2012 als Sweezy als Rookie in Week 1 in Arizona startete und über den Platz geschoben wurde.

Position Battle Left Guard

Alvin Bailey geht als Favorit in den Kampf um diese Starterposition. Er soll in der Offseason Gewicht abgebaut haben, um agiler und flinker zu werden. Dies war auch bitter nötig. Pete Carroll machte zum Beginn der Offseason keinen Hehl daraus, dass er mit Bailey’s Zustand nicht zufrieden ist und er Gewicht verlieren müsse, wenn er eine Chance auf einen Rosterspot haben möchte. Die Message scheint angekommen zu sein. Bailey’s direkte Konkurrenz wird der Rookie Terry Poole sein, der im College hauptsächlich Left Tackle gespielt hat, sowie Veteran Keavon Milton. Rookie Mark Glowinski soll laut den ersten Medienberichten wohl hauptsächlich Right Guard im Camp spielen, dennoch würde ich ihn noch nicht abschreiben.

Wie sieht die Offensive Line Week 1 aus?

Die Frage ist natürlich zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu beantworten. Bis wir am 13. September in St. Louis spielen, kann einfach noch zu viel passieren. Festhalten können wir aber, dass Russell Okung als Left Tackle, J.R. Sweezy als Right Guard sowie Justin Britt als Right Tackle gesetzt sein sollten, sofern keine Verletzungen dazwischen kommen.

Wer den NFL-GamePass hat, der kann sich bereits eine mögliche Offensive Line für Week 1 anschauen. In Week 12 der vergangenen Season war das die Starting Offensive Line:

LT Russell Okung, LG Alvin Bailey, C Patrick Lewis, LG J.R: Sweezy, RT Justin Britt.

Russell Wilson wurde in der ersten Halbzeit fünf mal gesackt und das Laufspiel war sozusagen nicht vorhanden. Aufgrund einer starken Leistung der Defense wurde das Spiel mit 19:3 gewonnen. Das muss ab September dann besser laufen. Allerdings muss dazu auch gesagt werden, dass diese Offensive Linie zuvor nie in dieser Besetzung zusammen gespielt hat und kaum Zeit hatte sich aufeinander einzustellen. Dennoch zeigt der Rückblick, dass von unserer Offensive Line mit heutigem Stand keine Wunder zu erwarten sind.

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