Aller guten Dinge sind… zwei? Nach dem Pick von Nehemiah Pritchett bedienten sich die Seattle Seahawks erneut in der Secondary von Auburn. Mit Pick 192 und der sechsten Runde des NFL Drafts wählte man einen weiteren Cornerback für die von Mike Macdonald geleitete Defensive.
Ein Pick für die Tiefe oder ein Herausforderer für das vorhandene Personal? Das erfahrt ihr hier.
Michael Jerrell ist ein Seattle Seahawk. Als General Manager John Schneider den 24-Jährigen am dritten Tag des NFL Drafts 2024 anrief, um ihm mitzuteilen, dass er nun an 207. Stelle ausgewählt wurde, antwortete der O-Liner kurz und knapp: „Oh s**t! For real?“ Schaut man sich den Werdegang von Offensive Tackle Michael Jerrell in der NFL an, verstehen wir 12s, warum er so reagierte. So ging Jerrell zwar in Ohio aufs College, allerdings nicht für das Powerhouse der Buckeyes, sondern für die University of Findlay. Und wer sich jetzt fragt, warum die Spiele dieser Uni in Deutschland noch nie im Fernsehen zu sehen waren, bekommt hier eine einfache Antwort. Die Oilers sind ein Team der Division 2, spielen also sozusagen in der zweiten US-College-Liga.
Warum Michael Jerrell nun der achte und letzte gedraftete Rookie des Jahrgangs 2024 in Seattle ist, dürften ausgerechnet die regionalen Scouts der Seahawks beantworten. Denn die letzten Runden des Drafts sind in der Regel die der Scouts. Ihre Stunde schlägt, wenn die besten Talente, die im Herbst Wochenende für Wochenende für die Michigan Wolverins oder die Alabama Crimson Tide vor einem Millionenpublikum spielen, bereits weg sind. Schließlich sind die Scouts der NFL-Teams dann auch an den kleinen Colleges unterwegs, um talentierte Rohdiamanten zu finden, die einer Franchise spät im Draft einen hohen Wert für die geringe Investition eines späten Picks versprechen. Spieler wie Michael Jerrell.
Mit Byron Murphy und Christian Haynes ließen die Seattle Seahawks bereits Taten zu ihren Worten folgen, die sogenannten Trenches zu verstärken. Und auch an Tag 3 des NFL Draft 2024 wurde davor kein Halt gemacht.
In Runde 6 wählte man Sataoa Laumea von der Universität Utah aus. Laumea, der im College sowohl Right Guard als auch Right Tackle spielte, soll die Offensive Line der Seahawks verstärken. In der NFL wird er für die Position des Guard vorgesehen, dies bestätigte das Team bereits und auch er selbst sieht sich auf dieser Position. Damit findet ein weiterer Spieler für die Interior Offensive Line den Weg zu einem Team, in dem bisher weder Tiefe noch Spitze auf dieser Position vorhanden war.
Noch ein Cornerback! Nehemiah Pritchett aus Auburn wurde an Position 136 von John Schneider und co. ausgewählt und verstärkt künftig das Defensive Back Corps. Ehrlicherweise muss man sagen: gar so schlecht sind die Erfahrungen mit Cornerbacks aus der jüngsten Vergangenheit nicht gewesen.
Schaut man sich das vorhandene Spielermaterial der Seahawks an, von Devon Witherspoon, Riq Woolen und co., dann wird schnell deutlich, warum sich die Seahawks nochmals auf dieser Position verstärkt haben. Nehemiah Pritchett bringt Skills mit, die der Passverteidigung der Seahawks die notwendige Vielseitigkeit geben sollen, auch wenn in manchen Bereichen noch „Luft nach oben“ ist…
Ein blockstarker Tight End, gedraftet von den Seahawks in Runde 4? Da denken einige eingefleischte Seahawks-Fans vermutlich an den 2018 gedrafteten Will Dissly. Mit dem 121. Pick in Runde 4 sorgte John Schneider mit der Wahl des amtierenden College Football Champions A.J. Barner für ein Deja-Vu. Der blockstarke Tight End von der University of Michigan scheint der Ersatz für den im März entlassenen Dissly zu sein. Auch der Abgang von Tight End Colby Parkinson zum Divisionsrivalen LA Rams riss eine Lücke im Blocking Game auf.
Mit Barner ging zu diesem Zeitpunkt im Draft der siebte Tight End vom Board. Dies erschien vielen womöglich etwas früh. Vor allem wenn man bedenkt, dass Barner am Consensus Big Board lediglich auf Position zehn zu finden war und namhaftere Tights Ends wie Cade Stover oder Jaheim Bell noch verfügbar waren. Barner bringt jedoch ein Skillset mit, das ihn für viele Experten zum besten Blocking Tight End im Draft machte. Das macht es definitiv interessant, diesen Prospect noch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Der Viertrunden-Pick der Seahawks im 2024 NFL Draft heißt Tyrice Knight! Nachdem in den ersten Runden die Needs des Football Teams aus Seattle bedient wurden, kam natürlich bereits vor dem Trade in der dritten Runde mit den Denver Broncos, die berechtigte Frage nach einem Linebacker im NFL Draft auf. Hier stellte sich hauptsächlich die Frage, wie Head Coach Mike Macdonald zusammen mit General Manager John Schneider, dem Need auf der Linebacker Position nachkommen würden.
Am Ende fiel die Wahl auf Linebacker Tyrice Knight von den UTEP Miners, den General Manager John Schneider erstmal aufgrund von Netzproblemen nicht ans Telefon bekam. Sobald der Pick offiziell verkündet wurde, fragten sich sicherlich viele Seahawks Fans „Wer?“. Doch wenn wir nun einen genaueren Blick auf die Person und seine Stärken werfen, wird immer mehr klar warum ausgerechnet Knight in der vierten Runde gedraftet wurde.
Nachdem Seattle sich in der ersten Runde mit Byron Murphy in der Mitte der Defensive Line verstärkte, konnte man am zweiten Drafttag lange nur auf der Zuschauerbank Platz nehmen. Erst an Position 81 waren die Seahawks wieder „on the clock“ und wählten wiederum Verstärkung für die Mitte – diesmal allerdings auf der anderen Seite des Balles. Der Pick wurde übrigens von Tyler Lockett verkündet – und er konnte einen Kollegen für seine Offense begrüßen.
Guard Christian Haynes von den University of Connecticut (UConn) Huskies soll den verwaisten Platz auf Right Guard einnehmen, den Damien Lewis hinterlässt – das ist zumindest die bisherige Vermutung. Head Coach Mike Macdonald bestätigte auf der Pressekonferenz nur, dass Haynes für die Guard-Position eingeplant sei, nicht aber für welche Seite. Im College hat Haynes insgesamt 49 Spiele am Stück auf Right Guard gestartet, ist also sehr erfahren und bestens auf die NFL vorbereitet. Viele Analysten bewerten den Pick als sehr gut/Elite, weil Haynes auf vielen Draft Boards bereits früher vorgesehen war. Ein guter Spieler also zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Doch wer ist denn Christian Haynes genau?
Gilt in Seattle jetzt das Murphy-Law? Das ist jetzt die Frage, denn der erste Pick der Post-Pete Carroll-Ära war im Vorfeld natürlich heiß diskutiert und dementsprechend mit viel Spannung erwartet worden. Hier stellte sich hauptsächlich die Frage, würden die Seahawks unter General Manager John Schneider, dem neuen starken Mann im Draft Room ihren Erstrundenpick an Position 16 traden und wenn nein, welche Positionsgruppe würden sie bevorzugen?
Am Ende fiel die Wahl auf Defensive Tackle Byron Murphy von den Texas Longhorns, der nach eigener Aussage als Fan der Seattle Seahawks aufwuchs. Das macht ihn zwar bis dahin nicht zu einem logischen Pick. Doch wenn wir uns nun die potenzielle Defensive Line mit Leonard Williams, Jarran Reed und eben Murphy in der Mitte anschauen, dann kann der diesjährige „First Rounder“ als gelungene Wahl bezeichnet werden.
Der NFL Draft 2024 – endlich ist er da. Endlich macht es wieder Sinn, Football-Fan zu sein. Wie jedes Jahr wird und wurde die Auswahl der besten College-Talente durch die 32 NFL-Teams von Fans, Spielern, Coaches und Front Offices sehnsüchtig erwartet. Doch was genau passierte in der Nacht vom 25. auf den 26. April 2024 in Detroit?
Quarterbacks sind die zentrale Stelle der Angriffsunit eines jeden Teams. Sie verteilen die Bälle an die Runningbacks, werfen die Pässe zu den Receivern oder laufen selbst. Sie sind das Herz der Offense und werden oft gefeiert wie Superstars.
Daher wird eigentlich in fast jedem Jahr vor dem Draft über die Quarterback-Klasse geredet. So auch in diesem Jahr. Es gibt einige Namen die heiß gehandelt werden und wo man sich eigentlich nur fragt, wie früh sie vom Board gehen. Der neue Offense Coordinator der Seattle Seahawks Ryan Grubb versucht gerne das Laufspiel zahlreich zu etablieren. Dennoch kann er auch, wie man in Washington gesehen hat, einige gute Passing Konzepte etablieren. Auch seine Ideen, werden in den Plan, ob man einen QB holt mit reinspielen.
Nach dem Abgang von Linebacker-Legende Bobby Wagner, starten die Seattle Seahawks einen Neuanfang auf der doch sonst gut besetzten Position des Inside Linebackers. Mit Jerome Baker und Tyrel Dodson kamen aus Miami bzw. Buffalo zwei gute Linebacker in der Free Agency nach Seattle, die beide aber jeweils nur kurzfristige Verträge unterschrieben. Beim Blick auf die Inside Linebacker Klasse im diesjährigen Draft, gibt es einige vielversprechende Talente, die ihren Weg zu den Seahawks finden könnten. Trotz der Neuzugänge werfen wir hiermit einen Blick auf die vielversprechensten Linebacker der NFL Draft Klasse 2024.
Lasst uns mit einem Sorgenkind der Seattle Seahawks beginnen, welches im Rückblick auf die Saison 2023 mit einem bildlichen Vergleich starten könnte, zum Beispiel mit einem Blick auf eine Käsetheke. Mit vielen Löchern versehen, ein ständig wechselndes Angebot und am Ende war mit der Auslage keiner so richtig zufrieden. Verletzungsbedingt musste das Team zu oft Lücken füllen, die durch die Ausfälle von T Charles Cross, T Abe Lucas oder anderen entstanden. Hier konnten in der Offseason mit den Verpflichtungen von Veteranen Tackle George Fant, C Nick Harris oder G Laken Tomlinson offensichtliche Nöte bedient werden, so dass man im kommenden Drafting nicht nur nach „Needs“ draften muss. Ein Blick auf die Klasse der Offensive Line 2024 lohnt aber dennoch, wie der Blick auf eine kleine Auswahl von verfügbaren Spielern zeigen soll.
Die 12s auf der ganzen Welt können es kaum erwarten, denn der NFL Draft 2024 ist nur noch wenige Tage entfernt! Und nach der Rookie-Auswahl 2023, in der die Seattle Seahawks gleich zweimal in der ersten Runde auswählen durften, sind jetzt nicht nur die Fans heiß. Denn wer der neue Devon Witherspoon wird oder ob das Front Office auch in Detroit mal wieder aus der ersten Runde heraus tradet, können wir alle nur erahnen. Das liegt zum einen an der altbekannten, aber immer noch undurchsichtigen Draft-Philosophie von General Manager John Schneider, zum anderen aber auch an der Tatsache, dass Seattle zum ersten Mal seit 14 Jahren mit einem neuen Head Coach in eine NFL-Saison geht.
So steht auch hinter dem Punkt, mit welchen Spielern Mike Macdonald sein Roster verstärken will, noch ein Fragezeichen. Wie der Draft 2024 für die Seahawks dennoch ausgehen könnte, darüber haben sich auch die GSH-Redakteure Gedanken gemacht und deshalb in den vergangenen Tagen wieder einmal den Mock Draft-Simulator von Pro Football Focus (PFF) gespielt. (mehr …)