Schlagwort: Training Camp

Seahawks Defense 2025 – Der nächste Schritt?!

Ab geht es für die Seahawks Defense 2025 und so haute D-Liner Jarran Reed gleich zu Beginn des Training Camp´s mal einen raus: „Wir können die beste Defense der Liga stellen“, so der Lineman. Dazu ergänzte er: „So lange wir hart und physisch spielen, dabei rennen und hitten“. Klingt erstmal logisch, oder?

Ein Schlüsselspieler auf dem Wege dorthin könnte DE DeMarcus Lawrence werden. Der Ex-Cowboy bringt mit 33 Jahren jede Menge Erfahrung mit und wird als Veteran Player nicht nur geschätzt, sondern auch gebraucht. Vier Pro Bowl-Nominierungen, 61,5 Sacks in 141 Spielen hat er bereits in seiner Vita stehen. Trotz seiner Verletzungshistorie trauen Seahawks-GM John Schneider und Co. dem Pass Rusher noch einiges zu und statteten ihn in der Offseason mit einem Dreijahresvertrag über 32,5 Millionen US-Dollar aus. Sein Auftrag? Den Anführer geben und den Lauf stoppen.

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Seahawks Offense 2025 – Kriegt Kubiak Seattle ins Laufen?

Die Seahawks Offense 2025 und damit auch Jahr 2 unter Head Coach Mike Macdonald steht an. Nach einer relativ erfolgreichen NFL-Saison 2024 ist der Umbruch bei den Seattle Seahawks hier aber weiter in vollem Gange. Denn während der neue Hauptübungsleiter das Team vom Puget Sound mit einer Bilanz von 10 Siegen und 7 Niederlagen vor allem defensiv stabilisierte, war es Seattles Offense, die unter Coordinator Ryan Grubb einfach nicht in Gang kam.

Grund dafür war zum einen eine katastrophale O-Line und Grubbs Sturheit, das Laufspiel so weit zu ignorieren, dass die Seahawks am Ende der Spielzeit das fünfschlechteste Rungame der Liga hatten und die komplette Last des Angriffspiels auf QB Geno Smith lag. Und genau da setzt die Franchise unter Mike Macdonald anno 2025 an. Smith spielt jetzt in Las Vegas (unter Pete Carroll), Grubb wurde entlassen, WR DK Metcalf zu den Steelers getraded und Club-Legende WR Tyler Lockett spielt jetzt in Tennessee.

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Seahawks Defense 2024 – Zwischen Genie und Wahnsinn

Der 31. Januar 2024 war für die Seattle Seahawks ein Neustart, den viele junge Fans bisher so nicht kannten. An diesem Tag wurde die Verpflichtung von Mike Macdonald bekannt, der die Seahawks als neuer Head Coach in die nächsten erfolgreichen Saisons führen sollte. Gerade die jüngeren unter uns kannten bis dahin nur den Namen Pete Carroll und seine Defense-Philosophie. Durch die neue Trainerverpflichtung erwarteten die Verantwortlichen eine deutliche Steigerung der Verteidgung, da diese seit den „Legion of Boom“-Zeiten den Erwartungen hinterherlief. Mit Macdonald kam auch Defensive Coordinator Aden Durde, mit einigen Jahren Erfahrung als Defensive Line-Coach und Linebacker-Coach. 

Die defensive Seite des Balls zeigte in der Folge jedoch schwankende Leistungen, und der Eindruck zu Beginn der Saison war, dass die Defense auch in der abgelaufenen Spielzeit nicht an die glorreichen Zeiten unter Dan Quinn anknüpfen könnte. Hierbei wurden über einige Anpassungen Verbesserungen vorgenommen, die wir im anschließenden Fazit aus der Regular Season im Bereich der Defensive anschauen werden.

Das Defense-Scheme und die Findungsphase

Die Free Agency begann hoffnungsvoll und Mike Macdonald brachte, entgegen den Erwartungen, keinen einzigen Spieler aus der Defense der Baltimore Ravens mit. Gerade die Linebacker-Position, nach den Abgängen von Seahawks Linebacker-Legende Bobby Wagner und Linebacker Jordyn Brooks, stellte eine riesige Lücke dar, die mit Jerome Baker und Tyrel Dodson gefüllt wurde. Der Abgang von Safety Quandre Diggs sollte mit Jaguars-Safety Rayshawn Jenkins aufgefangen werden und die Rotationsrolle von Mario Edwards in der Defensive Line wurde mit Veteran Jonathan Hankins kompensiert. Auf dem Papier waren das erst einmal solide Neuverpflichtungen.

Die Realität bis zur Bye Week der Seahawks Mitte November sah allerdings anders aus. Bei vier Siegen standen auf der anderen Seite auch fünf Niederlagen, unter anderem gegen die Giants oder Blowouts wie gegen Detroit, Buffalo oder eine ganz bittere Overtime-Niederlage gegen die Rams. Letztere nahm vielen Fans die Hoffnung, dass es gerade defensiv eine bessere Saison werden sollte. Einen entscheidenden Turning Point gab es dabei bereits vor dem Bills-Spiel. Hier wurde mit dem Trade für Linebacker Ernest Jones IV die künftige Nummer 1 auf dieser Position von den Tennessee Titans nach Seattle geholt. Im Gegenzug gingen Jerome Baker und ein Draft-Pick in die andere Richtung.

Nach leichten Verbesserungen, besonders im Spiel gegen die Rams, wurde dann Tyrel Dodson völlig überraschend in der Bye Week entlassen. Hinzukam, dass Neuzugang Rayshawn Jenkins sich im Oktober an der Hand verletzte und Coby Bryant die Starter-Rolle als zweiter Safety nach Julian Love kampflos gewann. Mit Blick auf die Free Agency vor der Saison war das also ein völliger Griff ins Klo der Front Office-Verantwortlichen um Gerneral Manager John Schneider. Dazu kam auch, dass viele Spieler Probleme hatten, ihre Aufgaben in der komplizierten Defensive zu erledigen und sich an das System von Macdonald zu gewöhnen. Dies machte sich besonders bei dem jungen Kern um die Cornerbacks Riq Woolen, Devon Witherspoon und eben Coby Bryant bemerkbar.

Jedoch waren hier in der abgelaufenen Saison, obwohl gerade der Start in die Saison defensiv nicht optimal lief, viele Verbesserungen zu sehen. Das negativste Thema gegen Ende der Pete Carroll-Ära war das der verpassten Tacklings. 2023 noch unter den schlechtesten drei Teams wurde dies besonders nach der Ankunft von Ernest Jones verändert und das Team landete unter den Top-11 der Liga in dieser Kategorie. Die allseits geliebte Schwäche gegen den Lauf wurde also fast abgestellt. In der Vorsaison hatte die Seahawks-Defense mit 2.352 Yards noch die zweitmeisten Rushing Yards der NFL zugelassen, wohingegen die 2024er-Defensive nur 2.053 Yards zuließ und damit auf dem 16. Platz von 32 Teams rangierte.

Im Hinblick auf die Sacks (45 zur Vorsaison 47) fiel jedoch auf, dass die Seahawks mehr Pressures generieren konnten bei fast gleich viel gecallten Blitz-Plays. Dies machte sich besonders bei den zugelassenen Passing Yards bemerkbar. In der Vorsaison noch mit 3.961 zugelassenen Passing Yards im Mittelfeld, entwickelte sich das Team von Mike Macdonald im Jahr 2024 zu einer Top-10 Passing Defense (3.603 Passing Yards).

Zukunftsaussichten und der Wunsch einer Top 5-Defense

Gerade weil die Phase nach der Bye Week wirklich eine 1+ war, stellt sich hier jedoch die Frag, was das Front Office und das Coaching Team in Seattle investieren kann. Mit Hinblick auf unsere eigenen Free Agents fällt dabei sofort der Name Ernest Jones auf. Er war am Ende der Anker der Defense und ist bereits nach einer Halbserie als Seahawk Free Agent. Dieser will nach eigenen Aussagen in Seattle bleiben und lässt das Front Office sowie sein eigenes Management nun in Verhandlungen treten:

Dies ermöglicht allerdings nur ein optimaler Cap Space, den die Seahawks, Stand jetzt, bisher nicht haben, was uns an dieser Stelle zu möglichen Entlassungen führt. Denn Cut Kandidaten auf der defensiven Seite des Balles gibt es nach 2024 einige, darunter D-Liner Dre’Mont Jones, Outside Linebacker Uchenna Nwosu sowie Safety Rayshawn Jenkins. Jones hat in seiner Karriere bisher nicht bewiesen, dass er ein Spieler ist, der seinem derzeitigen Vertrag gerecht wird. Mit einem Cap Hit von 25 Millionen Dollar impliziert der NFL-Fan, dass er einer der besseren Defensive Linemen oder Edge Rusher in der Liga ist. Eine Entlassung würde je nach Zeitpunkt etwa 11,5 Millionen bis 16,5 Millionen Dollar einsparen.

Bei Nwosu ist die Situation jedoch noch eklatanter. Der Outside Linebacker ist öfter verletzt und hat in den letzten zwei Saisons viele Spiele verpasst. Aufgrund der guten Entwicklungen der letzten Draft Classes um Derick Hall und Boye Mafe, wird ein Abschied von Nwosu immer wahrscheinlicher. Hier kann das Front Office mit einem Cut knapp 8,5 Millionen Dollar einsparen. Der dritte Kandidat in der Defensive ist Rayshawn Jenkins, welcher sich früh in der Saison verletzte und von Coby Bryant mehr als gut vertreten wurde. 5,4 Millionen könnten hier eingespart werden. Die Offensive gibt natürlich auch Möglichkeiten her, um Geld einzusparen, was wir in dieser Recap zusammengefasst haben.

Je nach Vertragsentscheidungen wird der kommende NFL-Draftt ebenfalls sehr interessant. Hier müssen sicherlich die zweite Cornerback-Position, welche während der Saison von vier verschiedenen Spielern bekleidet wurde, sowie die Safety oder D-Line Positionen ergänzt werden, um weitere Tiefe in den Kader zu bringen. Dies werden wir in der Offseason noch näher beleuchten.

Spannende Jahre für die Zukunft der Macdonald-Defense

Durch die erfolgreichen Drafts auf der defensiven Seite über die letzten Jahre wurde bei den Seahawks ein junger defensiver Kern mit erfahrenen Spielern in den Free Agencies kombiniert. In Kombination mit Playcaller Mike Macdonald und Defensive Coordinator Aden Durde ist das ein spannendes Projekt für die Zukunft. Damit sind die Zeiten vorbei, in denen die Fans hoffen mussten, dass die zukünftigen Gegner an der Goal Line gestoppt werden könnten. Mit einigen Ergänzungen im Draft und der Disziplin, die im System von Macdonald benötigt wird, dürfte es den Seahawks in den nächsten Jahren möglich sein, eine Top 5-Defense in der Liga zu werden.

Dies wird in einer Division mit kreativen offensiven Köpfen wie Sean McVay und Kyle Shanahan vonnöten sein, um den NFC West-Titel nach Seattle zu holen und einen tiefen Playoff-Run zu ermöglichen. Stay tuned.

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Seahawks Offense 2024 – die Gretchenfrage als Neustart?

Ein komplett neuer Trainerstab zum Neubeginn in der „Post-Carroll-Ära“: das bedeutete auch, mit Ex-Huskies Coach Ryan Grubb neue Impulse in der Offensive zu setzen. So jedenfalls der Plan. Bekanntermaßen waren die Seahawks um Headcoach Mike MacDonald nicht vollends zufrieden mit den Ideen von Grubb und co. und so ist die Position des Offensiv – Koordinators bereits wieder vakant, mit offenem Ausgang in personeller Hinsicht. 

Doch ist es wirklich nur der Playcaller, der die „Schuld“ an den offensichtlich ungenügenden Leistungen trug oder war es erneut die viel zu häufig löchrige und umformierte Offensive Line? Hätte General Manager John Schneider QB Geno Smith nicht mittels Draft oder Free Agency mehr Hilfe zur Seite stellen müssen? Andere zeigten mit den Fingern auf das WR Corps um DK Metcalf, dessen Potential sicher höher liegt, als das, was er in der abgelaufenen Saison zeigte. Quo Vadis, Seahawks Offensive? Wohin geht die Reise 2025? Zunächst ein Fazit aus der vergangenen Saison im Bereich Offensive.

Die Ideen von OC Ryan Grubb: ausgezaubert.  

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne und so hoffte sicherlich auch HC Mike Macdonald etwas von seiner „Vision“ in der Offensive der Seahawks wieder erkennen zu können. Indes, es blieb bei dem Versuch, denn nach seiner Entlassung bekam OC Grubb in seine Vita von eben jenem Head Coach geschrieben, „er sei ein toller Coach, aber ich hatte gehofft, mehr von meinen Ideen vom Football zu sehen“. Offensichtlich hatten Beide eine unterschiedliche Auffassung davon, wie man spielen mochte. Indes, der Ball liegt nun beim Chef, der nun ausdrücken muss, was denn seine Inspiration ist.

Fakt ist, die Hawks sind entgegen der Vorsaison vermehrt über den Pass ins Spiel gekommen. Dies brachte zwar Geno Smith einige Karrierezahlen (und vertragliche Boni), doch lahmte dafür das Laufspiel.

21 Touchdowns über den Pass, 17 über den Lauf – das liest sich noch recht ausgeglichen, doch in netto Yards sprechen 4020 zu 1627 Yards eine deutliche Sprache in Richtung des Passspiels. Fair, RB Ken Walker fiel öfter aus und Kollege RB Zach Charbonnet versuchte nach Kräften auszuhelfen, doch bekam man das Gefühl nicht los, dass man die Runningbacks hätte öfter und gewinnbringender einsetzen müssen.

22.1 zu 21.6: was sich anhört wie Fantasy Football sind die Punkte pro Spiel laut ESPN. Und genau dort fanden sich die Seahawks am Ende der Saison wieder, im Mittelfeld der Tabelle. Für Viele sicherlich eine Frage, ob denn die Saison als Erfolg oder Misserfolg zu verstehen war.

Klar, für QB Geno Smith lasen sich die Zahlen hervorragend: 4320 Yards, 21 Touchdowns – aber eben auch 15 Interceptions. Das System Grubb ließ das Passspiel glänzen. Davon profitierte auch WR Jaxon Smith – Njigba, welcher sein „Breakout – year“ hatte. Die bevorzugte Anspielstation (bei 100 Receptions) erzielte 1130 Yards und sechs Touchdowns.

Trade – Gerüchte gehören rund um WR DK Metcalf schon seit längerer Zeit dazu. Klar, er polarisiert (und zählt auch zu den besseren Verdienern) doch in nur zwei Spielen weniger als JSN kommt er auf knapp 1000 Yards und fünf Touchdowns – und zwei kostspielige Fumbles. Zur Wahrheit gehörte aber auch, der neue OC wird DK, so er denn bleibt, mehr in die Offensive integrieren müssen.

Ob dann Fanliebling Tyler Lockett noch dabei sein wird ist höchst unsicher. Ein Kandidat zum cutten oder auch zum Karriereende? Wer die Bilder aus der Kabine im letzten Saisonspielen bei den L.A. Rams sah, mit dem Receiver als Letzter in der Umkleide und seinen traurigen Posts, der dürfte ahnen, dass Locketts letzte Saison in den Büchern steht (zwei Touchdowns – 600 Yards).

Im Bereich Runningback stachen natürlich RB Ken Walker mit sieben Touchdowns und 573 Yards heraus (allerdings in nur 12 Spielen) – sein „Ersatz“ Zach Charbonnet kam in 17 Spielen auf acht Touchdowns und 569 Yards. Man hatte zwar bei Charbonnet das Gefühl, dass er mehr der Scorer und weniger das Workhorse ist, doch in Spielen wie in Arizona war er zur Stelle. Der Runningback, der eher den flinken Laufstil pflegte als die Dampfwalze Walker war genauso wie sein Kollege auch mal ins Passspiel eingebunden (beide um 300 Yards und je einen Touchdown), doch kam man nie umher zu sagen, dass mehr „laufen“ könnte. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass die Reihe davor, nun ja, ein ums andere Mal wackelte:

Fix the O-Line? Doch mal investieren?

Und hier kommen wir zur Gretchenfrage: wieder in die Line investieren? Mit T Charles Cross sah man bei der letzten Playoff – Teilnahme, dass sich diese (gefühlt langweiligen) Picks lohnen. Man ist zwar als Seahawks Fan gewohnt, dass es hier für den Gegner Lücken gibt und gab und frag nach bei Russell Wilson, diese Thematik schon lange gärt. Doch GM John Schneider weigerte sich standhaft, einen Guard entsprechend zu zahlen – das rächte sich, wie die Zahlen zeigten:

39.4 % erlaubte die Offensive Line um T Charles Cross im Bereich Pressure Rate (Rang 30) und eine 8.3% Sack- Rate (Rang 24). Ob es im Run-blocking besser lief? Als Drittletzter wohl kaum. Abseits der Zahlen und Statistiken musste die Line viel zu häufig umgebaut werden. Klar, Verletzungen sind Teil des Geschäfts, doch nur Laken Tomlinson und Charles Cross spielten 60% der Snaps – so ließ sich keine Konstanz aufbauen. Dazu noch das jähe Karriereende von C Connor Williams inmitten der Saison.

Der Fairness halber muss man OC Ryan Grubb anrechnen, der zwar in der Vergangenheit für die O-Line bei seinen Stationen zuständig war, dass John Schneider ihn nicht unbedingt auf Rosen bettete. Ein Guard von Format ist eben sein Geld wert, die Draft Klasse von 2025 ist in diesem Bereich wohl auch eher dünn besiedelt. Ob sich die Taschen von GM John Schneider doch noch einmal weiten?

Was fiel sonst noch auf?

Für Viele flog TE Noah Fant vor der Saison unter dem Radar. Betrachtet man die Zahlen des Tight Ends, so blieb er auch genau dort: 500 Yards und ein Touchdown, da wäre mehr Luft nach oben. Unter OC Shane Waldron und co. band man die Tight Ends noch erfolgsversprechender ins Spiel ein, doch blieb dies in 2024 gänzlich aus. TE Pharao Brown erhielt mehr Flaggen als Yards und lediglich A.J. Barner erzielte immerhin vier Touchdowns.

Fehlgeschlagen wohl auch der Versuch um Returner Laviska Shenault: 456 Yards und einen sehenswerter Touchdown gegen die 49ers, doch endete seine erste Saison am Puget Sound gleich mit der Entlassung. Auch hier dürfte man sich neu aufstellen, da auch Ersatz Kenny MacIntosh seine Stärken woanders haben dürfte.

Wer auch immer die Nachfolge von Ryan Grubb antritt, wird Vielfältiges vorfinden. Einen QB, welchem der Headcoach vertraut, einen JSN, der am Anfang seiner Karriere steht und mit DK einen (potentiell) kongenialen Partner hat. Aber eben auch eine löchrige Offensive Line, die es zu stopfen gilt. Also, alles wie gehabt am pazifischen Nordwesten?

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Seahawks Offseason 2024 – Grüße aus dem Training Camp

Die ersten zwei Wochen im Training Camp sind um – und ehe wir in den kommenden Wochen einen genaueren Blick auf die einzelnen Units werfen, haben wir hier einen kleinen Überblick zusammengestellt. Was sieht das erste Camp unter dem neuen Head Coach Mike MacDonald aus? Welche Dinge fallen besonders positiv auf? Und was gefällt vielleicht nicht ganz so gut?  

Training Camp: Pete Carroll, wer?  

Bei vielen Fans der Hawks galt Mike MacDonald schon vor seiner Berufung zum HC als absoluter Wunschkandidat, weil sich der frische Wind, den er qua seines Alters mitbringt, auch in seinem Playcalling wiederfindet. Viele haben ihn für die absolute Gegenthese zu Pete Carroll gehalten, bei dem gerade in den ersten Einheiten der neuen Saison eher die Gleichung Vibe > Taktik galt.   

Die ersten Tage im Training Camp zeigen: Neben seiner taktischen Finesse kann MacDonald aber auch in puncto Vibe überzeugen. Auch unter ihm läuft Musik, die Stimmung ist gut; alle Beteiligten haben ein Lächeln auf den Lippen und zeigen ihre -nicht selten diamantbesetzten Zähne in die Kameras. Dazu gibt es stellenweise mal einen kleinen Gag in Interviews (nicht selten vom HC selbst, aber dazu später mehr) und als Highlight bekommt täglich ein Mitglied der Unit, die die jeweilige Session im Training Camp gewonnen hat, einen Championship Belt der Wrestling-Promotion TNA.  

Training Camp: Highlights, Verwunderliches und Philosophie – das Positive 

Schon in den ersten Einheiten im Pacific Northwest wurde klar, dass eine Unit bei den Seahawks das Potenzial hat, zu einem der besten der Liga zu gehören: die Wide Receiver. Highlight-Catches von Jake Bobo, One-Hander von DK Metcalf oder Jaxon Smith-Njigba und dazu viel Interview-Charme von Tyler Lockett. Die Jungs machen im Training Camp jetzt schon einfach Spaß.  

Apropos Interviews. Wie auf dem Feld hat Devon Witherspoon auch vor dem Mikrofon immer eine schlagfertige, passende Antwort parat. Auf die Frage, wie man die schwache defensive Performance bei 3rd Downs in der kommenden Saison steigern möchte, lieferte er eine recht einfache Antwort. Aber seht selbst:  

Eine Frage, die man sich nach den ersten Einheiten im Training Camp stellen kann: Wäre Mike MacDonald vielleicht auch ein guter Philosoph geworden? Bei einem Gehalt von schätzungsweise 9 Millionen US-Dollar hat er sicherlich die richtige Entscheidung getroffen, aber die Karriere in der „brotlosen Kunst“ wäre sicher auch nicht ganz erfolglos. Hier ein paar Highlights:  

  • „It´s a lot of fun. We are out here, playing football, we´re the Seattle Seahawks […] it´s tough to beat“ (Es macht eine Menge Spaß. Wir sind hier draußen und spielen Football, wir sind die Seattle Seahawks […] das ist schwer zu schlagen.)
  • „It´s like christmas out here, special. It´s a blessing to be out here with a bunch of really cool people.“ (Es ist wie Weihnachten hier draußen, etwas Besonderes. Es ist ein Segen, hier draußen, mit einem Haufen wirklich cooler Leute zu sein.) 

Training Camp: Verletzungen & Pete-Sehnsucht – das Negative 

Dass Abe Lucas nicht aktiv am Training Camp partizipieren würde, war von vornherein klar. Die von Pete Carroll bereits in der vergangenen Saison als chronisch bezeichnete Knieverletzung verdammt den Right Tackle der Seahawks dazu, von der Seitenlinie zuzuschauen. Zwar wurde er im Januar operiert und ist seitdem auf der PUP-Liste (was bedeutet, dass er theoretisch zur Regular Season wieder am Start sein sollte). HC Mike MacDonald wirkt jedoch wenig optimistisch und spricht von unklaren Zeitplänen:  „Tough with Abe Lucas. It´s a process right now. No time table, trying to get there as fast as we could. I hoped it would go a little faster.“ (Schwierig, mit Abe Lucas. Es ist ein Prozess. Wir haben keinen Zeitplan und versuchen, so schnell wie möglich dorthin zu kommen. Ich hatte gehofft, es würde etwas schneller gehen.)  

Zu Lucas auf die Seitenlinie wird sich Quarterback Geno Smith gesellen. Einige Beschwerden an Hüfte und Knien sollen genauer untersucht werden, weshalb der 33-Jährige auf unbestimmte Zeit („out indefinitely“) ausfällt. Einem Veteranen wie Geno ist das sicherlich nicht allzu schlimm, dennoch wird ihm die Eingewöhnungs- und Einspielzeit im neuen Scheme von Offensive Coordinator Ryan Grubb zwangsläufig fehlen. [UPDATE: Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Verletzung nicht so schlimm ist, Geno trainiert schon wieder mit]

Trotz all dem Hype um Mike MacDonald fehlt einer dann doch an der Seitenlinie: Keine charmanten Auftritte mit lässiger Pilotenbrille mehr, kein von Erfahrung gezeichnetes Grinsen und die fehlende mireißende Art – Pete Carroll vermissen die meisten eingefleischten Seahawks-Fans wohl schon ein bisschen. Wie zu erwarten taucht Carroll nicht am VMAC auf, begrüßt keine Fans und redet nicht mehr mit Reportern. Erinnert sei hier noch einmal an die Vielzahl der cringe-würdigen Momenten, in denen er als über 70-jähriger Coach neben den 40 bis 50 Jahre jüngeren Spieler hergelaufen ist, mit ihnen gejubelt und gefeiert hat. Hach, Pete! Wer erinnert sich nicht gern an die QB1-Momente aus dem Training Camp im vergangenen Jahr?

Das war unser Rückblick auf die ersten Tage im Training Camp. In den kommenden Wochen nehmen wir Offense, Defense und Special Team dann in gewohnter Manier etwas genauer unter die Lupe. Was macht der neue Coaching Staff aus Geno, DK und Co? Kann Mike MacDonald die Defensive wieder zu einer Stärke der Seahawks formen? Und wie kommen die Hawks mit dem neuen Kickoff in der NFL zurecht? Das erfahrt ihr bei uns!  

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So bereiten sich die Seahawks im Training Camp auf die neue Saison vor

Im Training Camp kann eine Karriere beginnen und enden. Jedes Jahr kämpfen 90 Seahawks-Spieler um 53 Kaderplätze. Junge Männer ackern und schwitzen mehrere Wochen lang um ihren Job – bis Pete Carroll und die restlichen 31 Headcoaches entscheiden, wer seinen Traum als NFL-Spieler leben darf.

Auch für DK Metcalf, Bobby Wagner, Jaxon Smith-Njigba und Co. ist das Training Camp der härteste Monat des Jahres. Mehrere Wochen am Stück geht es nur um Football. Das Übungswochen starten jedes Jahr Ende Juli. 2023 sind Rookies und Veterans am 26. Juli ins Virginia Mason Athletic Cener (VMAC) in Renton, Washington zurückgekehrt.

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Preview: Training Camp 2020

Heute beginnt bei den Seattle Seahawks das Training Camp richtig. Richtig, das heißt: Nach mehreren Tagen Quarantäne, Konditionseinheiten und Fototerminen steht nun das erste Mannschaftstraining auf dem Plan. In voller Montur stehen die Spieler erstmals am 17. August auf dem Rasen am Lake Washington. 14 Einheiten in Pads, zwei Scrimmages und ein Simulation verschiedener Spielszenarien später erfolgen dann die Roster Cuts.

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Preseason-Vorschau 2017: Tight End

In weniger als zwei Wochen beginnt für die Seattle Seahawks mit dem Auswärtsspiel in Green Bay die Regular Season. Höchste Zeit für unsere nächstes Position-Preview. Weiter geht es mit den Tight Ends.

Abgänge:

Brandon Williams (Indianapolis Colts)

Zugänge:

keine

Vertragsverlängerung:

Luke Willson – 1 Jahr

Jimmy Graham:

Mit Jimmy Graham verfügen die Seahawks über einen der besten Tight Ends der NFL. Vergangene Season erzielte Graham 66 Catches für 923 Yards und 6 Touchdowns. Trotz dieser Zahlen gibt es immer wieder stimmen, die mit der Leistung von Graham bzw. wie er von Offensive Coordinator Darrell Bevell eingesetzt wird, nicht zufrieden sind. Die Kritik ist zum Teil sogar berechtigt.

Jimmy Graham wurde vor allem nach Seattle geholt um Russell Wilson eine effektive Waffe in der Redzone an die Hand zu geben. Aber gerade in der Redzone ist Jimmy Graham noch nicht die erhoffte Verstärkung für die Offense der Seahawks. In den vergangenen zwei Jahren fing Graham in der Redzone nur 36 Prozent der Pässe, die in seine Richtung geworfen wurden. Die niedrigste Quote unter den Tight Ends der NFL. In Zahlen bedeutet dies, dass Graham in 27 Spielen nur 9 Catches in der Redzone sowie fünf Touchdowns vorweisen kann. Zu wenig für den höchstbezahltesten Tight End der Liga.

Trotz der Probleme in der Redzone ist Graham ein wichtiger Teil der Seahawks Offense. Mit seinen 923 Receiving Yards war Graham vergangene Season der 2. beste Receiver der Seahawks. Nachdem er sich im November 2015 eine schwere Knieverletzung (Torn PCL) und die komplette Offseason 2016 im Reha-Training verbracht hat, ist seine Leistung im Grunde nochmals höher zu bewerten. Zudem muss erwähnt werden, dass Graham sich im Run-Blocking als auch in der Pass-Protection weiterentwickelt hat.

Für die kommende Season hoffen die Seahawks, dass Jimmy Graham an die vergangene Season anknüpfen und endlich die erhoffte Verstärkung in der Redzone wird. Vor allem der Aspekt, dass Graham und Wilson sich zum 1. Mal eine komplette Offseason zusammen vorbereiten und an ihrem Timing arbeiten konnte, wird als sehr relevant beurteilt. Für Jimmy Graham geht es in diesem Jahr nicht nur um den sportlichen Erfolg, sondern auch um einen neuen Vertrag. Sein derzeitiger Vertrag, der mit 10 Mio. gegen den Salary Cap zählt, läuft nach der kommenden Season aus.

Im Schatten des Jimmy Grahams

Neben Jimmy Graham stehen mit Luke Willson sowie Nick Vannett werden zwei weitere Tight Ends den Sprung auf das 53-Roster schaffen. Mit Steve Donatella und dem ehemaligen Quarterback der Texans Longhorns Tyrone Swoopes stehen derzeit noch zwei weitere Tight Ends auf dem Roster. Ihre Chance den Cut am nächsten Wochenende zu überstehen sind allerdings sehr gering.

Mit Luke Willson, der etwas überraschend in der Offseason einen neuen Einjahresvertrag in Seattle unterschrieb und während der Free Agency bei keinem anderen Team unter kam, verfügen die Seahawks über einen Tight End, der sowohl im Run- als auch im Pass-Blocking solide Leistungen vorweisen kann. Seine vergangene Season war vor allem von Verletzungen geprägt, die dazu führten, dass nur in 11 Spielen zum Einsatz kam.

Nick Vannett geht in seine 2. NFL-Season und soll in diesem Jahr die Rolle von Brandon Williams einnehmen, der das Team in der Offseason verlassen hat. Vannett wurde 2016 in der 3. Runde der Draft als klassischer Y-Tight End gepickt. Auch er hatte in seinem 1. Jahr vor allem mit der Verletzungen zu kämpfen, die ihm vor allem zum Anfang der Season zurückgeworfen und seinen Start in die NFL-Karriere erschwert haben.

Fazit:

Aufgrund der Tiefe bei den Wide Receivern und Running Backs, ist davon auszugehen, dass zum Start der Regular Season nur drei anstatt vier Tight Ends auf dem Roster der Seahawks stehen werden. Mit Graham verfügen die Seahawks über einen der besten Tight Ends der Liga, der vor allem im Passing Game die gegnerische Defense vor Probleme stellen kann. In der kommenden Season könnte vor allem Graham von einem fitten Russell Wilson, einer leicht verbesserten Offensive Line sowie einer kompletten Offseason, in der kein Reha-Programm absolvieren musste profitieren. Vielleicht klappt es dann bereits gegen Green Bay auch besser in der Redzone.

Dahinter folgen mit Willson und Vannett, die von ihren Anlagen ihre Stärken eher im Blocking haben und somit eher die klassische Rolle des Tight Ends einnehmen.

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Preseason-Vorschau 2017: Offensive Line

Das Training Camp der Seattle Seahawks ist in vollem Gang und wir beschäftigen uns in diesem Teil unserer Preseason-Vorschau mit der Offensive Line. Diese war in der vergangenen Saison wieder einmal die größte Schwachstelle des Teams. Während in den vorherigen Jahren Russell Wilson sowie Marshawn Lynch viele Schwächen kompensierten, litt die Leistung der Offense 2016 erheblich unter der unterdurchschnittlichen Leistung der Offensive Line. Die Bezeichnung „unterdurchschnittlich“ ist in diesem Fall noch eine Untertreibung. Die 2016er-Offensive Line der Seattle Seahawks war die schlechteste OL-Unit der NFL. Wir beginnen mit einen Blick auf die Zu- und Abgänge, schauen anschließend auf die gesamte Unit und zeigen dann auf, welche Spieler im Camp um die jeweiligen Starterposten kämpfen.

Die Neuzugänge:

Die Verbesserung der Offensive Line war ein primäres Ziel von General Manager John Schneider in dieser Offseason. Insgesamt wurden vier Spieler per Free Agency nach Seattle geholt, die für eine Leistungssteigerung sorgen sollen.

Von den Jacksonville Jaguars wurde der ehemalige First-Round Pick Luke Joeckel verpflichtet. Joeckel, der einen Einjahresvertrag unterschrieb, kann als Left Guard sowie als Left Tackle eingesetzt werden und fällt vor allem durch seine Fähigkeiten im Pass Blocking auf. Zusätzlich zu seiner Flexibilität bringt Joeckel Erfahrung aus 39 NFL-Starts mit nach Seattle, von der vor allem die jungen Spieler wie George Fant oder Germain Ifedi profitieren können. Dennoch gibt es bei Joeckel einen Haken. Vergangenes Jahr absolvierte er für die Jaguars nur vier Spiele. In Week 4 zog er sich eine Knieverletzung (vorderes Kreuzband) zu, die seine Saison vorzeitig beendete. Die ersten Trainingseinheiten deuten daraufhin, dass er die Verletzung gut überstanden hat und in Week 1 gegen die Green Bay Packers einsatzbereit ist.

Ein weiterer Neuzugang ist Right Guard Oday Aboushi, der von den Houston Texans nach Seattle wechselte. Aboushi absolvierte vergangenes Jahr drei Starts für die Texans und wird im Training Camp die Chance bekommen, den Job als Right Guard zu erobern. Selbst wenn Aboushi als Backup in die Runde gehen sollte, ist seine Verpflichtung als durchweg positiv zu betrachten. Zum einen schafft sie nicht nur die notwendige Tiefe, Aboushi bringt ebenfalls Erfahrung mit, die wichtig für die Weiterentwicklung der unerfahrenen Line-Spieler ist.

Im Draft wurde Ethan Pocic, ein junges Talent, in der 2. Runde gedrafted. Pocic absolvierte für LSU in den vergangenen drei Jahren 37 Starts und wurde 2016 von der Football Writers Association of America ins First Team All-American berufen. Eine der höchsten Auszeichnungen, die ein College-Spieler erhalten kann. Das Kuriose ist nur, dass Pocic 2016 die meiste als Center spielte, elf von zwölf Starts absolvierte er auf dieser Position – und nur einen als Right Tackle. Da die Seahawks mit Justin Britt auf der Center-Position solide aufgestellt sind, wird Pocic in Training Camp als Right Tackle eingesetzt und mit Germain Ifedi um den Job als Starter kämpfen. Pocic hat seine Stärke vor allem im Run Blocking, aber verfügt auch über solide Pass Blocking-Fähigkeiten. In seiner Karriere am College kassierte er insgesamt nur zwei Sacks und zwei QB-Hits.

Justin Senior ist ein weiterer Spieler, der über den Draft (6. Runde) für die Offensive Line nach Seattle geholt wurde. Wie es derzeit aussieht, wird Senior den Seahawks aber erstmal nicht zur Verfügung stehen. Er zog sich in der Offseason eine Knieverletzung zu und wird die bevorstehende Saison vermutlich komplett verpassen.

Somit wurden im Endeffekt drei Verstärkungen nach Seattle geholt, die für eine Leistungssteigerung der Offensive Line sorgen sollen. Das Front Office bemühte sich in der Offseason um eine weitere Verstärkung: Right Guard T.J. Lang von den Green Bay Packers. Letztendlich entschied er sich gegen Seattle und für die Detroit Lions. Das Geld soll nicht ausschlaggebend gewesen sein. Medienberichten zufolge lag es eher an der Tatsache, dass Lang aus der Nähe von Detroit stammt und die Nähe zu seiner Familie suchte.

Die Abgänge:

Neben den Neuzugängen gibt es auch zwei Abgänge in der Offensive Line zu verzeichnen. In Garry Gilliam verliert das Team den 13-maligen Starter auf Right Tackle des vergangenen Jahres. Gilliam wurde nach der Saison einen Restricted Free Agent (RFA). Jedes Team kann mit einem RFA Vertragsverhandlungen führen. Sofern ein RFA einen Vertrag bei einem neuen Team unterschreiben will, hat das bisherige Team die Möglichkeit, mit diesem Angebot gleichzuziehen. Die Seahawks verzichteten darauf und Gilliam unterschrieb bei den 49ers. Ebenfalls nicht mehr im Team ist Tackle Bradley Sowell, der vergangene Saison Spielzeit auf beiden Tackle-Positionen erhielt. Er wechselte zu den Chicago Bears.

Die Unit:

Offensive Tackle: George Fant, Germain Ifedi, Ethan Pocic, Rees Odhiambo

Offensive Guards: Luke Joeckel, Oday Aboushi, Mark Glowsinski

Center: Justin Britt, Joey Hunt

Derzeit sind weitere Offensive Line-Spieler im Camp, auf die wir an dieser Stelle nicht eingehen werden. Sofern einer von ihnen im Camp hervorsticht und sich einen Platz auf dem 53er-Kader sichert, werden wir ihn zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen.

(Bild: imago)

Aufgrund der Zu- und Abgänge werden wir in der kommenden Saison wieder eine neuformierte Offensive Line sehen, die Offensive Line-Trainer Tom Cable zusammenstellen muss. Deshalb hier ein Überblick, welcher Spieler im Camp um welche Position kämpft:

Left Tackle: Für den Job des Left Tackle hat Head Coach Pete Carroll drei realistische Optionen. George Fant, der vergangenes Jahr zehn Spiele als Left Tackle startete, geht als aussichtsreicher Kandidat ins Camp. Während der Offseason trainierte Fant mit Seahawks-Hall of Fame-Tackle Walter Jones und soll vor allem körperlich im positiven Sinne zugelegt haben. Von Fant erwarten die Coaches einen großen Sprung in seiner Entwicklung. Es darf nicht vergessen werden, dass Fant während seiner Zeit am College hauptsächlich Basketball spielte und somit über kaum Football-Erfahrung verfügte. Sollte Fant in seiner Entwicklung nicht die notwendigen Fortschritte zeigen, sind Neuzugang Luke Joeckel sowie Rees Odhiambo, der Third-Round Pick aus 2016, weitere Optionen.

Left Guard: Pete Carrolls Favorit für den Job als Left Guard ist Neuzugang Luke Joeckel. Sollte Joeckel auf Left Tackle rücken, könnte Mark Glowinski, der vergangenes Jahr als Left Guard startete, eine Alternative sein. Aber auch Rees Odhiambo könnte die Position im Notfall einnehmen.

Center: Justin Britt ist der einzige Spieler der Offensive Line, der seinen Job als sicher verstehen kann. Nachdem er 2014 und 2015 als Right Tackle bzw. Guard eingesetzt wurde und nicht überzeugte, spielte er vergangenes Jahr auf Center seine beste NFL-Saison. Britt war ohne Zweifel der beste Spieler der letztjährigen Offensive Line. Als sein Backup wird wohl Joey Hunt in die Spielzeit gehen. Doch sollte sich Hunt seiner Sache nicht zu sicher sein. Auch wenn Pocic nicht im direkt Duell mit ihm steht, könnte er als Notfall-Center fungieren und Hunt seinen Platz im endgültigen Kader kosten.

Right Guard: Die Position des Right Guards ist derzeit heiß umkämpft. Im Camp duellieren sich Mark Glowinski, der vergangenes Jahr als Left Guard alle Spiele für die Seahawks startete, und Neuzugang Oday Aboushi um den Job als Starter. Vor allem die Preseason-Partien werden zeigen, wer die Nase vorn hat.

Right Tackle: Germain Ifedi, First-Round Pick aus 2016, wechselt von Right Guard zurück auf seine angestammte Position, die er bereits zu College-Zeiten spielte. Vor allem Ifedi wird im Camp sowie in den Preseason-Spielen seinen Job als Starter verteidigen müssen. Wie bereits erwähnt, wird Rookie Ethan Pocic im Camp ausschließlich als Right Tackle eingesetzt, er hinterließ in den ersten Trainingseinheiten einen positiven Eindruck bei den Coaches.

Fazit:

Wie die Startformation dieser Unit in Week 1 gegen die Green Bay Packers aussehen wird, kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vorhergesagt werden. Es ist davon ausgehen, dass in den bevorstehenden vier Preseason-Partien viele unterschiedliche Varianten aufgestellt und ausprobiert werden. Das führt uns letztendlich zu der Frage: Wie gut ist die neue Offensive Line-Gruppe? Um es salopp zu sagen: Schlechter als vergangenes Jahr kann es nicht werden.

Wenn die jungen Spieler wie Fant und Ifedi die nächsten Schritte in ihrer Entwicklung machen und von der Erfahrung von Spieler wie Luke Joeckel profitieren können, ist mit einer Leistungssteigerung im Vergleich zur vergangenen Saison zu rechnen. Die Unit wird auch in diesem Jahr nicht zu den besten der NFL gehören, sondern wahrscheinlich eher zu den zehn schlechtesten. Dennoch ist es realistisch, dass die Offensive Line eine bessere Leistung auf Spielfeld bringen wird als 2016.

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Preseason-Vorschau 2017: Quarterback

Wir befinden uns in der Vorbereitung auf die NFL-Saison 2017. Vor wenigen Tagen hat das Training Camp der Seattle Seahawks begonnen und bald haben die Sonntage wieder einen Sinn. Während das erste Spiel der Regular Season immer näher rückt, ist es an der Zeit einen Blick auf den Kader der Seahawks zu werfen. In den kommenden Wochen werden wir nach und nach jede Position unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, wie gut der Kader für die neue Saison aufgestellt ist. Wie aber analysiert man eine Position, auf der mangels Konkurrenzkampf auch diesmal die wichtigste Rolle schon vergeben ist? Genau, man beschäftigt sich mit Schlagzeilen, die die Offseason dominiert haben – und mit den Backups. In Teil drei der Serie schreiben wir heute über die Königsposition der Offense – den Quarterback.

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Preseason-Vorschau 2017: Cornerback

Noch befinden wir uns mitten im Sommerloch der NFL-Offseason – doch Besserung ist in Sicht. Ende Juli beginnt das Training Camp der Seattle Seahawks und dann dauert es nicht mehr lange, bis die Sonntage wieder einen Sinn haben. Während das erste Spiel der Regular Season 2017 immer näher rückt, ist es an der Zeit einen Blick auf den Kader der Seahawks zu werfen. In den kommenden Wochen werden wir nach und nach jede Position unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, wie gut der Kader für die neue Saison aufgestellt ist. In Teil zwei der Serie beleuchten wir heute die Cornerback-Position.

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Preseason-Vorschau 2017: Wide Receiver

Noch befinden wir uns mitten im Sommerloch der NFL-Offseason – doch Besserung ist in Sicht. Ende Juli beginnt das Training Camp der Seattle Seahawks und dann dauert es nicht mehr lange, bis die Sonntage wieder einen Sinn haben. Während das erste Spiel der Regular Season 2017 immer näher rückt, ist es an der Zeit einen Blick auf den Kader der Seahawks zu werfen. In den kommenden Wochen werden wir nach und nach jede Position unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, wie gut der Kader für die neue Saison aufgestellt ist. Heute beginnen wir mit der Wide Receiver-Position.

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Preview: Training Camp 2015 – Offensive Line

Es sind noch knapp drei Wochen bis zum Beginn der Training Camps der Seattle Seahawks. Die Wartezeit wollen wir nutzen und die einzelnen Position-Units etwas unter die Lupe nehmen. Wir geben euch einen Überblick, welche Positionen in den Trainings Camps heiß umkämpft sein werden. Zudem werde ich persönlich bei einer Trainingseinheit sowie beim ersten Preseason Game gegen die Denver Broncos live vor Ort sein und von meinen Eindrücken berichten.

Beginnen werden wir mit unser Offensive Line

Blicken wir zurück auf die Leistung der Offensive Line des vergangenen Jahres sehen wir Licht und Schatten. So waren die gezeigten Leistungen im Run-Blocking recht ordentlich aber dafür die Leistungen in der Pass Protection eher mangelhaft. Dies belegen die Statistiken aus dem vergangenen Jahr. In der Regular Season wurde Russell Wilson 42 mal von der gegnerischen Defense gesackt. Kein Playoff Team (Panthers ebenfalls 42 Sacks) kassierte in der letzten Season mehr Sacks als die Seahawks.

In der Offseason verließen mit Left Guard James Carpenter (NY Jets) und Center Max Unger (NO Saints) zwei Starter des Team, die es nun zu ersetzen gibt.

Neu zum Team hinzugestoßen sind folgende Spieler:

  • T Terry Poole (4th Round Pick)
  • G Mark Glowinski (4th Round Pick)
  • C Kristjan Sokoli (6th Round Pick)
  • G Kona Schwenke (UDFA)
  • T Jesse Davis (UDFA)
  • G/C Will Pericak (Free Agent)

Was haben alle Spieler gemeinsam? Richtig, sie haben alle noch nie ein Play in der NFL gespielt. Außer Will Pericak, der letztes Jahr den Roster Cut bei den Broncos als Defensive Line Spieler nicht geschafft hat, sind alle aufgeführten Spieler Rookies aus der diesjährigen Draft Class.

Das aktuelle Offensive-Line Roster

Folgende Spieler befinden sich zurzeit auf dem Roster:

Center: Lemuel Jeanpierre, Patrick Lewis

Guard: Mark Glowinski, Keavon Milton, Drew Nowak (G/C), Kona Schwenke, Kristjan Sokoli, J.R. Sweezy, Will Pericak (G/C)

Tackle: Alvin Bailey (G), Justin Britt, Jesse Davis, Garry Gilliam, Russell Okung, Terry Poole

Was ist in den Training Camps zu erwarten?

In den letzten Jahren gab es in den Training Camps der Seahawks kaum größere Position-Battles, da die meisten Starterpositionen fest vergeben bzw. kein ernster Konkurrent vorhanden war. Das sieht dieses Jahr, vor allem in der O-Line, anders aus.  Durch die bereits erwähnten Abgänge sind zwei Positionen offen, für die keine klare „Nummer 1“ neu verpflichtet wurde. Somit hat jeder aufgeführte Spieler mehr oder weniger die Chance zu zeigen was in ihm steckt.

Positon Battle Center

Die beiden Favoriten auf den Starterplatz des Centers sind Lemuel Jeanpierre und Patrick Lewis. Beide haben in der vergangenen Season bereits mehrere Spiele als Center für den verletzten Max Unger bestritten. Lewis kam auf sechs (Oakland, St. Louis und zweimal gegen die Cardinals) und Jeanpierre auf drei (Eagles und zweimal 49ers) Starts. Außenseiter Chancen haben noch Will Pericak, Drew Nowak und Kristjan Sokoli. Vor allem für Sokoli wird es ein weiter Weg bis zum Starterplatz werden. Im College kam er nur als Defensive Tackle zum Einsatz und muss die Grundlagen des Blocking erst verinnerlichen. Dass so ein Experiment erfolgreich sein kann sehen wir an J.R. Sweezy, der ebenfalls im College auf Seiten der Defense spielte und erst von Pete Carroll zum Offensive Guard umgeschult wurde. Dennoch braucht so ein Projekt seine Zeit. Ich erinnere mich noch gut an 2012 als Sweezy als Rookie in Week 1 in Arizona startete und über den Platz geschoben wurde.

Position Battle Left Guard

Alvin Bailey geht als Favorit in den Kampf um diese Starterposition. Er soll in der Offseason Gewicht abgebaut haben, um agiler und flinker zu werden. Dies war auch bitter nötig. Pete Carroll machte zum Beginn der Offseason keinen Hehl daraus, dass er mit Bailey’s Zustand nicht zufrieden ist und er Gewicht verlieren müsse, wenn er eine Chance auf einen Rosterspot haben möchte. Die Message scheint angekommen zu sein. Bailey’s direkte Konkurrenz wird der Rookie Terry Poole sein, der im College hauptsächlich Left Tackle gespielt hat, sowie Veteran Keavon Milton. Rookie Mark Glowinski soll laut den ersten Medienberichten wohl hauptsächlich Right Guard im Camp spielen, dennoch würde ich ihn noch nicht abschreiben.

Wie sieht die Offensive Line Week 1 aus?

Die Frage ist natürlich zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu beantworten. Bis wir am 13. September in St. Louis spielen, kann einfach noch zu viel passieren. Festhalten können wir aber, dass Russell Okung als Left Tackle, J.R. Sweezy als Right Guard sowie Justin Britt als Right Tackle gesetzt sein sollten, sofern keine Verletzungen dazwischen kommen.

Wer den NFL-GamePass hat, der kann sich bereits eine mögliche Offensive Line für Week 1 anschauen. In Week 12 der vergangenen Season war das die Starting Offensive Line:

LT Russell Okung, LG Alvin Bailey, C Patrick Lewis, LG J.R: Sweezy, RT Justin Britt.

Russell Wilson wurde in der ersten Halbzeit fünf mal gesackt und das Laufspiel war sozusagen nicht vorhanden. Aufgrund einer starken Leistung der Defense wurde das Spiel mit 19:3 gewonnen. Das muss ab September dann besser laufen. Allerdings muss dazu auch gesagt werden, dass diese Offensive Linie zuvor nie in dieser Besetzung zusammen gespielt hat und kaum Zeit hatte sich aufeinander einzustellen. Dennoch zeigt der Rückblick, dass von unserer Offensive Line mit heutigem Stand keine Wunder zu erwarten sind.

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