Rivalität in der NFL kann etwas großartiges sein. Sie gibt Spielen einen besonderen Reiz, macht aus auf dem Papier klaren Angelegenheiten enge Abwehrschlachten, macht aus belanglosen Begegnungen hitzige Aufeinandertreffen. In der NFC West haben wir Spiele dieser Art in den vergangenen Jahren vielfach erleben dürfen. Wir, das sind deutsche Fangruppierungen der Arizona Cardinals, Los Angeles Rams, San Francisco 49ers und Seattle Seahawks. Für eine gemeinsame Saisonvorschau haben wir die Rivalität beiseite gelassen und gemeinsam die wichtigsten Fragen zu unseren Lieblingsteams beantwortet. Das Ergebnis lest Ihr aufgeteilt in drei Blöcke auf unseren Plattformen. Und keine Sorge, zu den NFC-West-Duellen haben wir dann sicher wieder den ein oder anderen Spruch auf Lager. Fair in der Sache und frech in der Formulierung. In diesem Sinne: Möge das beste Team gewinnen!
In etwa einer Woche beginnt für die Seattle Seahawks die Regular Season 2017. Damit Seattle gegen die Green Bay Packers um Aaron Rodgers bestehen kann, müssen vor Allem die Safeties um Earl Thomas, Kam Chancellor und Co. Topleistungen abliefern. Voraussetzung dafür ist, dass beide verletzungsfrei bleiben, was in der abgelaufenen Saison zu einem Leistungseinbruch der gesamten Defense gegen Ende der Saison führte. Wie es um die qualitativ wohl bestbesetzte Positionsgruppe bei den Seahawks aktuell steht, soll daher nun geklärt werden. Dabei werfen wir einen Blick auf die aussichtsreichsten Kandidaten auf einen Roster-Spot. Sollte es hinsichtlich dessen noch einen Überraschungskandidat geben, werden wir diesen noch nachträglich vorstellen.
Bereits in einem vorangeganenem Beitrag wurde auf die Bedeutung von Earl Thomas für die Seattle Seahawks eingegangen. Man könnte den Free-Safety als den wichtigsten Spieler der gesamten Defense bezeichen, da er sowohl gegen den Pass als auch gegen den Lauf kaum Big Plays zulässt. In seiner verletzungsbedingten Abstinenz sank die Leistung der Defensive jedoch stark: Es wurden keine Interceptions mehr in den restlichen sechs Spielen (inklusive Playoffs) verbucht und es wurden mehr Punkte pro Spiel zugelassen. Bis zu seiner Verletzung in der vergangenen Saison hatte Seattle ligaweit im Schnitt die wenigsten Punkte (17) zugelassen. Danach ließ man 24,5 Punkte pro Spiel in den restlichen vier Spielen zu. Der All-Pro Safety ist nun nach langer Regeneration in der Offseason auf dem Weg der Besserung und wird aller Wahrscheinlichkeit nach in Woche 1 starten können, was sehr positiv stimmen lässt. Schon in der Preseason hinterließ er bei seinen Einsätzen einen sehr guten Eindruck und seine Performance macht Mut.
Kam Chancellor, sein Pendant auf der Position des Strong Safety, ist ebenfalls ein sehr wichtiger Spieler für die Defense der Seahawks. In der Offseason unterzog sich Chancellor einer „Clean-Up-OP“ an beiden Knöcheln und ist jetzt ebenfalls bereit in Woche 1 gegen Green Bay zu starten. Darüber hinaus unterschrieb er kürzlich einen neuen Vertrag bis 2020, jedoch könnte Seattle ihn nach der Saison 2018 relativ günstig entlassen, da noch nicht klar ist, ob Chancellor noch so lange auf einem Top-Niveau spielen kann. Chancellor ist auch deshalb so wichtig, weil er ein Führungsspieler ist und im Locker-Room als Veteran mit den Ton angibt. Außerdem ist er mit Earl Thomas seit Jahren ein sehr gut eingespieltes Duo. Abzuwarten bleibt jedoch, ob der alternde und immer verletzungsanfälliger werdende Chancellor über die gesamte Saison gesund bleiben kann. Ist dies der Fall, steht einer guten Saison von ihm Nichts im Wege.
Sein Backup wird aller Voraussicht nach Delano Hill, der im diesjährigen Draft von Seattle ausgewählt wurde. Er könnte die Zukunft Seattles auf dieser Position sein. Es ist fast schon sicher, dass der Drittrundenpick einen Platz im 53-er Kader haben wird zumal er in der Preseason gute Leistungen zeigen konnte. Von seinem Spielstil ähnelt er Chancellor und er hat das Potenzial, sich zu einem ähnlich gutem Spieler zu entwickeln, wenngleich Chancellor natürlich noch auf einem höheren Niveau spielt.
Bradley McDougald wurde in der Offseason unter Vertrag genommen und ist eine gute sowie sinnvolle Verstärkung, um Tiefe auf dieser Position zu schaffen. McDougald, der im letzten Jahr noch Starter war, sammelte 2016 91 Tackles, konnte zehn Pässe verteidigen sowie zwei Interceptions verbuchen. Beeindruckende Zahlen für einen scheinbaren Backup. Doch es könnte sein, das McDougald noch eine weitere Rolle in der Defense einnehmen könnte. Pete Carroll kündigte bereits an mehr in der sogenannten „Big-Nickel“ Formation spielen zu wollen. In dieser Verteidigungsvariante würden dann drei Safeties auf dem Feld stehen. Hierbei könnte McDougald dann die Rolle des Nickelbacks einnehmen und den gegnerischen Tight-End im Slot covern, was Miss-Matches verhindern soll, da ein großer, kräftiger Safety keine körperlichen Nachteile gegenüber einem Tight-End wie ein eher schmächtiger Cornerback hätte. Aber auch als Backup könnte man eine Verletzung von Thomas oder Chancellor durch ihn besser verkraften, da McDougald sehr vielseitig einsetzbar ist und sowohl Strong Safety als auch Free-Safety solide spielen kann.
Ein weiterer Rookie, der auch in der dritten Runde ausgewählt wurde ist Free-Safety Tedric Thompson. Im College war er als Ballhawk bekannt, der eine gute Reichweite hat und viele Interceptions vebuchen konnte. In der Preseason zeigte er Licht und Schatten. Gleich im ersten Spiel ließ er einen Touchdown zu und konnte trotz einer Interception, die ihm mehr oder weniger vor die Füße fiel nicht wirklich überzeugen und muss trotz des hohen Picks, der für ihn eingesetzt wurde noch um einen Platz im 53er Kader zittern.
Mit den wiedergenesenen Thomas und Chancellor haben die Seahawks das beste Safety-Tandem in der gesamten NFL. Es ist nur wichtig, das beide gesund bleiben beziehungsweise in den entscheidenden Phasen der Saison 100 % fit sind. Die Verpflichtung McDougalds ist momentan als sehr gut einzuschätzen, da er dieser Position die nötige Tiefe verleiht, die im letzten Jahr durch die Backups nicht gegeben war. Es gibt wohl auch kein Team, das in der Tiefe auf dieser Position so stark besetzt ist. Dazu tragen auch Delano Hill und Tedric Thompson bei, die sich hinter Chancellor und Thomas in Ruhe entwickeln können. Die Quarterbacks der NFL sollten sich gegen Earl Thomas, Kam Chancellor und Co. also warm anziehen.
Rivalität in der NFL kann etwas großartiges sein. Sie gibt Spielen einen besonderen Reiz, macht aus auf dem Papier klaren Angelegenheiten enge Abwehrschlachten, macht aus belanglosen Begegnungen hitzige Aufeinandertreffen. In der NFC West haben wir Spiele dieser Art in den vergangenen Jahren vielfach erleben dürfen. Wir, das sind deutsche Fangruppierungen der Arizona Cardinals, Los Angeles Rams, San Francisco 49ers und Seattle Seahawks. Für eine gemeinsame Saisonvorschau haben wir die Rivalität beiseite gelassen und gemeinsam die wichtigsten Fragen zu unseren Lieblingsteams beantwortet. Das Ergebnis lest Ihr aufgeteilt in drei Blöcke auf unseren Plattformen. Und keine Sorge, zu den NFC-West-Duellen haben wir dann sicher wieder den ein oder anderen Spruch auf Lager. Fair in der Sache und frech in der Formulierung. In diesem Sinne: Möge das beste Team gewinnen!
In Woche 4 der Preseason geht es für das Team aus Seattle gegen die Oakland Raiders und den Ex-Seahawks-Running Back Marshawn Lynch. Dass dieser aber überhaupt zum Einsatz kommt, ist unwahrscheinlich. Traditionell spielen die Starter im letzten Spiel der Vorbereitung keine große Rolle. Vielmehr sind die Partien die letzte Chance für Wackelkandidaten, die Coaches noch entscheidend zu beeindrucken, um dem Roster Cut am Samstag aus dem Weg zu gehen. Kickoff ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 4 Uhr deutscher Zeit im O.co Coliseum.
In Woche 3 der Preseason geht es für das Team aus Seattle gegen die Kansas City Chiefs. Die heiße Phase für die Kämpfe um Plätze im 53-er Kader hat begonnen. Traditionell stehen in der dritten Woche der Preseason jedoch die Starter am längsten auf dem Feld, weshalb dies der erste etwas längere Härtetest für Russell Wilson, Doug Baldwin und Co. wird. Kickoff ist in der Nacht vom kommenden Freitag auf Samstag um 2 Uhr deutscher Zeit im CenturyLink Field.
Zweite Runde in der Preseason, zum ersten Mal daheim. Die Seattle Seahawks empfangen in Woche 2 der Vorbereitungsspiele die Minnesota Vikings. Langsam formiert sich eine Startformation, die Anfang September in der Regular Season um echte Siege spielt. Die Vorbereitungsspiele dienen vor allem den Wackelkandidaten im Team, die sich einen Platz im 53er-Kader sichern wollen. Kickoff im CenturyLink Field ist um 4 Uhr deutscher Zeit in der Nacht von Freitag auf Samstag.
Es geht wieder los – wenn auch nur mit der Preseason. Die Seattle Seahawks reisen in Woche 1 zu den Chargers, aber nicht nach San Diego, sondern nach Los Angeles. Dort trägt die Franchise ab dieser Saison ihre Spiele als LA Chargers aus. Ansonsten gibt es so viel nicht zu sagen. Die Vorbereitungsspiele dienen vor allem den Wackelkandidaten im Team, die sich einen Platz im 53er-Kader sichern wollen. Kickoff im StubHub Center ist um 2 Uhr deutscher Zeit in der Nacht von Sonntag auf Montag.
Das Training Camp der Seattle Seahawks ist in vollem Gang und wir beschäftigen uns in diesem Teil unserer Preseason-Vorschau mit der Offensive Line. Diese war in der vergangenen Saison wieder einmal die größte Schwachstelle des Teams. Während in den vorherigen Jahren Russell Wilson sowie Marshawn Lynch viele Schwächen kompensierten, litt die Leistung der Offense 2016 erheblich unter der unterdurchschnittlichen Leistung der Offensive Line. Die Bezeichnung „unterdurchschnittlich“ ist in diesem Fall noch eine Untertreibung. Die 2016er-Offensive Line der Seattle Seahawks war die schlechteste OL-Unit der NFL. Wir beginnen mit einen Blick auf die Zu- und Abgänge, schauen anschließend auf die gesamte Unit und zeigen dann auf, welche Spieler im Camp um die jeweiligen Starterposten kämpfen.
Die Neuzugänge:
Die Verbesserung der Offensive Line war ein primäres Ziel von General Manager John Schneider in dieser Offseason. Insgesamt wurden vier Spieler per Free Agency nach Seattle geholt, die für eine Leistungssteigerung sorgen sollen.
Von den Jacksonville Jaguars wurde der ehemalige First-Round Pick Luke Joeckel verpflichtet. Joeckel, der einen Einjahresvertrag unterschrieb, kann als Left Guard sowie als Left Tackle eingesetzt werden und fällt vor allem durch seine Fähigkeiten im Pass Blocking auf. Zusätzlich zu seiner Flexibilität bringt Joeckel Erfahrung aus 39 NFL-Starts mit nach Seattle, von der vor allem die jungen Spieler wie George Fant oder Germain Ifedi profitieren können. Dennoch gibt es bei Joeckel einen Haken. Vergangenes Jahr absolvierte er für die Jaguars nur vier Spiele. In Week 4 zog er sich eine Knieverletzung (vorderes Kreuzband) zu, die seine Saison vorzeitig beendete. Die ersten Trainingseinheiten deuten daraufhin, dass er die Verletzung gut überstanden hat und in Week 1 gegen die Green Bay Packers einsatzbereit ist.
Ein weiterer Neuzugang ist Right Guard Oday Aboushi, der von den Houston Texans nach Seattle wechselte. Aboushi absolvierte vergangenes Jahr drei Starts für die Texans und wird im Training Camp die Chance bekommen, den Job als Right Guard zu erobern. Selbst wenn Aboushi als Backup in die Runde gehen sollte, ist seine Verpflichtung als durchweg positiv zu betrachten. Zum einen schafft sie nicht nur die notwendige Tiefe, Aboushi bringt ebenfalls Erfahrung mit, die wichtig für die Weiterentwicklung der unerfahrenen Line-Spieler ist.
Im Draft wurde Ethan Pocic, ein junges Talent, in der 2. Runde gedrafted. Pocic absolvierte für LSU in den vergangenen drei Jahren 37 Starts und wurde 2016 von der Football Writers Association of America ins First Team All-American berufen. Eine der höchsten Auszeichnungen, die ein College-Spieler erhalten kann. Das Kuriose ist nur, dass Pocic 2016 die meiste als Center spielte, elf von zwölf Starts absolvierte er auf dieser Position – und nur einen als Right Tackle. Da die Seahawks mit Justin Britt auf der Center-Position solide aufgestellt sind, wird Pocic in Training Camp als Right Tackle eingesetzt und mit Germain Ifedi um den Job als Starter kämpfen. Pocic hat seine Stärke vor allem im Run Blocking, aber verfügt auch über solide Pass Blocking-Fähigkeiten. In seiner Karriere am College kassierte er insgesamt nur zwei Sacks und zwei QB-Hits.
Justin Senior ist ein weiterer Spieler, der über den Draft (6. Runde) für die Offensive Line nach Seattle geholt wurde. Wie es derzeit aussieht, wird Senior den Seahawks aber erstmal nicht zur Verfügung stehen. Er zog sich in der Offseason eine Knieverletzung zu und wird die bevorstehende Saison vermutlich komplett verpassen.
Somit wurden im Endeffekt drei Verstärkungen nach Seattle geholt, die für eine Leistungssteigerung der Offensive Line sorgen sollen. Das Front Office bemühte sich in der Offseason um eine weitere Verstärkung: Right Guard T.J. Lang von den Green Bay Packers. Letztendlich entschied er sich gegen Seattle und für die Detroit Lions. Das Geld soll nicht ausschlaggebend gewesen sein. Medienberichten zufolge lag es eher an der Tatsache, dass Lang aus der Nähe von Detroit stammt und die Nähe zu seiner Familie suchte.
Die Abgänge:
Neben den Neuzugängen gibt es auch zwei Abgänge in der Offensive Line zu verzeichnen. In Garry Gilliam verliert das Team den 13-maligen Starter auf Right Tackle des vergangenen Jahres. Gilliam wurde nach der Saison einen Restricted Free Agent (RFA). Jedes Team kann mit einem RFA Vertragsverhandlungen führen. Sofern ein RFA einen Vertrag bei einem neuen Team unterschreiben will, hat das bisherige Team die Möglichkeit, mit diesem Angebot gleichzuziehen. Die Seahawks verzichteten darauf und Gilliam unterschrieb bei den 49ers. Ebenfalls nicht mehr im Team ist Tackle Bradley Sowell, der vergangene Saison Spielzeit auf beiden Tackle-Positionen erhielt. Er wechselte zu den Chicago Bears.
Die Unit:
Offensive Tackle: George Fant, Germain Ifedi, Ethan Pocic, Rees Odhiambo
Offensive Guards: Luke Joeckel, Oday Aboushi, Mark Glowsinski
Center: Justin Britt, Joey Hunt
Derzeit sind weitere Offensive Line-Spieler im Camp, auf die wir an dieser Stelle nicht eingehen werden. Sofern einer von ihnen im Camp hervorsticht und sich einen Platz auf dem 53er-Kader sichert, werden wir ihn zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen.
Aufgrund der Zu- und Abgänge werden wir in der kommenden Saison wieder eine neuformierte Offensive Line sehen, die Offensive Line-Trainer Tom Cable zusammenstellen muss. Deshalb hier ein Überblick, welcher Spieler im Camp um welche Position kämpft:
Left Tackle: Für den Job des Left Tackle hat Head Coach Pete Carroll drei realistische Optionen. George Fant, der vergangenes Jahr zehn Spiele als Left Tackle startete, geht als aussichtsreicher Kandidat ins Camp. Während der Offseason trainierte Fant mit Seahawks-Hall of Fame-Tackle Walter Jones und soll vor allem körperlich im positiven Sinne zugelegt haben. Von Fant erwarten die Coaches einen großen Sprung in seiner Entwicklung. Es darf nicht vergessen werden, dass Fant während seiner Zeit am College hauptsächlich Basketball spielte und somit über kaum Football-Erfahrung verfügte. Sollte Fant in seiner Entwicklung nicht die notwendigen Fortschritte zeigen, sind Neuzugang Luke Joeckel sowie Rees Odhiambo, der Third-Round Pick aus 2016, weitere Optionen.
Left Guard: Pete Carrolls Favorit für den Job als Left Guard ist Neuzugang Luke Joeckel. Sollte Joeckel auf Left Tackle rücken, könnte Mark Glowinski, der vergangenes Jahr als Left Guard startete, eine Alternative sein. Aber auch Rees Odhiambo könnte die Position im Notfall einnehmen.
Center: Justin Britt ist der einzige Spieler der Offensive Line, der seinen Job als sicher verstehen kann. Nachdem er 2014 und 2015 als Right Tackle bzw. Guard eingesetzt wurde und nicht überzeugte, spielte er vergangenes Jahr auf Center seine beste NFL-Saison. Britt war ohne Zweifel der beste Spieler der letztjährigen Offensive Line. Als sein Backup wird wohl Joey Hunt in die Spielzeit gehen. Doch sollte sich Hunt seiner Sache nicht zu sicher sein. Auch wenn Pocic nicht im direkt Duell mit ihm steht, könnte er als Notfall-Center fungieren und Hunt seinen Platz im endgültigen Kader kosten.
Right Guard: Die Position des Right Guards ist derzeit heiß umkämpft. Im Camp duellieren sich Mark Glowinski, der vergangenes Jahr als Left Guard alle Spiele für die Seahawks startete, und Neuzugang Oday Aboushi um den Job als Starter. Vor allem die Preseason-Partien werden zeigen, wer die Nase vorn hat.
Right Tackle: Germain Ifedi, First-Round Pick aus 2016, wechselt von Right Guard zurück auf seine angestammte Position, die er bereits zu College-Zeiten spielte. Vor allem Ifedi wird im Camp sowie in den Preseason-Spielen seinen Job als Starter verteidigen müssen. Wie bereits erwähnt, wird Rookie Ethan Pocic im Camp ausschließlich als Right Tackle eingesetzt, er hinterließ in den ersten Trainingseinheiten einen positiven Eindruck bei den Coaches.
Fazit:
Wie die Startformation dieser Unit in Week 1 gegen die Green Bay Packers aussehen wird, kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vorhergesagt werden. Es ist davon ausgehen, dass in den bevorstehenden vier Preseason-Partien viele unterschiedliche Varianten aufgestellt und ausprobiert werden. Das führt uns letztendlich zu der Frage: Wie gut ist die neue Offensive Line-Gruppe? Um es salopp zu sagen: Schlechter als vergangenes Jahr kann es nicht werden.
Wenn die jungen Spieler wie Fant und Ifedi die nächsten Schritte in ihrer Entwicklung machen und von der Erfahrung von Spieler wie Luke Joeckel profitieren können, ist mit einer Leistungssteigerung im Vergleich zur vergangenen Saison zu rechnen. Die Unit wird auch in diesem Jahr nicht zu den besten der NFL gehören, sondern wahrscheinlich eher zu den zehn schlechtesten. Dennoch ist es realistisch, dass die Offensive Line eine bessere Leistung auf Spielfeld bringen wird als 2016.
Wir befinden uns in der Vorbereitung auf die NFL-Saison 2017. Vor wenigen Tagen hat das Training Camp der Seattle Seahawks begonnen und bald haben die Sonntage wieder einen Sinn. Während das erste Spiel der Regular Season immer näher rückt, ist es an der Zeit einen Blick auf den Kader der Seahawks zu werfen. In den kommenden Wochen werden wir nach und nach jede Position unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, wie gut der Kader für die neue Saison aufgestellt ist. Wie aber analysiert man eine Position, auf der mangels Konkurrenzkampf auch diesmal die wichtigste Rolle schon vergeben ist? Genau, man beschäftigt sich mit Schlagzeilen, die die Offseason dominiert haben – und mit den Backups. In Teil drei der Serie schreiben wir heute über die Königsposition der Offense – den Quarterback.
Noch befinden wir uns mitten im Sommerloch der NFL-Offseason – doch Besserung ist in Sicht. Ende Juli beginnt das Training Camp der Seattle Seahawks und dann dauert es nicht mehr lange, bis die Sonntage wieder einen Sinn haben. Während das erste Spiel der Regular Season 2017 immer näher rückt, ist es an der Zeit einen Blick auf den Kader der Seahawks zu werfen. In den kommenden Wochen werden wir nach und nach jede Position unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, wie gut der Kader für die neue Saison aufgestellt ist. In Teil zwei der Serie beleuchten wir heute die Cornerback-Position.
Noch befinden wir uns mitten im Sommerloch der NFL-Offseason – doch Besserung ist in Sicht. Ende Juli beginnt das Training Camp der Seattle Seahawks und dann dauert es nicht mehr lange, bis die Sonntage wieder einen Sinn haben. Während das erste Spiel der Regular Season 2017 immer näher rückt, ist es an der Zeit einen Blick auf den Kader der Seahawks zu werfen. In den kommenden Wochen werden wir nach und nach jede Position unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, wie gut der Kader für die neue Saison aufgestellt ist. Heute beginnen wir mit der Wide Receiver-Position.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag beginnt in Philadelphia der NFL Draft und die besten College-Spieler werden von den NFL-Teams gepickt. Stand jetzt darf Seattle in der ersten Runde einmal an Spot 26 picken und hat dann für den zweiten Tag sogar vier Picks, davon einer in der 2. Runde und drei Picks in der 3. Runde. Gerade die Picks am zweiten Tag sind sehr wertvoll, denn über die diesjährige Draft-Klasse sagt man, dass sie sehr tief ist und man noch bis spät in die 2. Runde Starter finden kann.
Es ist endlich soweit. Nach 266 Spielen, 34.008 Snaps und 1.361 Touchdowns findet in der Nacht von Sonntag auf Montag in Houston, Texas das größte Sportereignis des Jahres statt: Super Bowl LI. Zum ersten Mal heißen die beiden Kontrahenten in einem Super Bowl Atlanta Falcons und New England Patriots. Was beide Teams gemeinsam haben? Eine Niederlage gegen die Seattle Seahawks, die als einzige Mannschaft beide Teams in der Regular Season 2016 Mannschaften schlagen konnte.
Die Reise geht weiter. Nach einer soliden Performance gegen die Detroit Lions und den Einzug in die Divisional Round der Playoffs sind die Seattle Seahawks ihrem Ziel, dem Gewinn der zweiten Vince Lombardi Trophy, einen Schritt näher gekommen. Konnten die Jungs von Pete Carroll in der Wild-Card Round noch zu Hause antreten, müssen sie diese Woche bei den Atlanta Falcons im Georgia Dome um den Einzug ins NFC Championship Game kämpfen.
Das Spiel gegen die Atlanta Falcons ist die Neuauflage der Divisional Round aus dem Jahr 2013. Damals verloren die Seahawks und ihr Rookie-Quarterback Russell Wilson nach grandiosem Comeback bei auslaufender Uhr per Field Goal. Generell sind die Auswärtsspiele in den Divisional Playoffs kein gutes Omen für die Seahawks. Von acht Spielen konnten die Seahawks nur eine Partie für sich entscheiden. Es wird höchste Zeit etwas gegen diesen schlechten Record zu unternehmen. In unserem Preview erfahrt ihr, wie das dem Team gelingen kann. (mehr …)
Die schönste aller Jahreszeiten beginnt. Als Fan der Seattle Seahawks hat man sich inzwischen an weitere NFL-Spiele im Januar gewöhnt. Als selbstverständlich erachtet werden sollten sie aber auch nach fünf Playoff-Teilnahmen in Serie noch nicht. Denn wie immer gilt, dass die K.-o.-Runde ihre eigenen Gesetze hat. Das gilt auch, wenn am frühen Sonntagmorgen die Detroit Lions im CenturyLink Field von Seattle gastieren. In der Wild-Card Round müssen die Seahawks zeigen, dass sie heiß sind auf den Super Bowl. Hier die Vorschau in der Kurzform:
Nach der schmerzhaften Niederlage am Heiligabend wollen die Seahawks erfolgreich in das neue Kalenderjahr starten. An Neujahr gastieren sie bei ihrem alten Rivalen – den San Francisco 49ers. Für das Team aus der Bay Area, das sich vergangene Woche seinen zweiten Saisonsieg erkämpfte, ist es der Abschluss einer enttäuschten Runde. Auch wenn es für die 49ers nur noch um die Draft-Position geht, darf die Mannschaft von Chip Kelly nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Nichts würde den Niners und ihren Fans besser gefallen, als ihren alten Rivalen in die Suppe zu spucken. Eine Niederlage in Santa Clara würde zum einen die letzte verbleibende kleine Chance auf das First-Round Bye in den Playoffs eliminieren, sowie das schon angekratzte Selbstvertrauen der Seahawks weiter beschädigen.
Schöne Bescherung! In diesem Jahr hat uns das Christkind ein Spiel unseres Lieblingsteams unter den Weihnachtsbaum gelegt. Die Seattle Seahawks empfangen an Heiligabend die Arizona Cardinals im CenturyLink Field. Noch vor einem Jahr wäre dies ein absolutes Spitzenspiel zwischen zwei dominanten NFC-Rivalen gewesen. Doch im Dezember 2016 ist nur noch die Mannschaft aus dem Pacific Northwest im Soll. Die Wüstenvögel werden erstmals unter Head Coach Bruce Arians zum Saisonende einen negativen Record haben. Bis auf Running Back David Johnson gibt es kaum einen Lichtblick in dieser Spielzeit. Ob die Seahawks es diesmal schaffen, die enttäuschenden und enttäuschten Cardinals zu besiegen, wird der Samstagabend zeigen.
Nach der schmerzhaften Niederlage gegen die Green Bay Packers müssen die Seattle Seahawks bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wieder ran. Zu Thursday Night Football gastieren die Los Angels Rams im heimischen CenturyLink Field und läuten den Endspurt der Regular Season ein. Gegen die Rams darf sich das Team von Head Coach Pete Carroll keine weiteren Patzer erlauben, wenn es die Chancen auf den 2. Platz in der NFC aufrechterhalten will. Aufgrund der kurzen Woche fällt auch unser Preview etwas kürzer aus. (mehr …)
In Woche 14 müssen die Seattle Seahawks sich warm anziehen. Nicht etwa, weil sie als Underdog zu den Green Bay Packers reisen, sondern vielmehr, weil im Lambeau Field – auch bekannt als Frozen Tundra – am Sonntag Minusgrade herrschen werden. Doch nach dem Ausflug ins frostige Minnesota in den Playoffs der vergangenen Saison dürfte auch dies das Team aus dem Pacific Northwest nicht aus der Ruhe bringen. Damit bliebe nur noch eine Unbekannte: Schnee. Damit hat das Team von Head Coach Pete Carroll wenig bis keine Erfahrung. Doch ob mit oder ohne weißen Gruß von oben – die jüngere Historie dieses Duells lässt auch diesmal wieder auf ein Spektakel hoffen.