Preview: Regular Season 2016 (Week 15) – Rams @ Seahawks

Nach der schmerzhaften Niederlage gegen die Green Bay Packers müssen die Seattle Seahawks bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wieder ran. Zu Thursday Night Football gastieren die Los Angels Rams im heimischen CenturyLink Field und läuten den Endspurt der Regular Season ein. Gegen die Rams darf sich das Team von Head Coach Pete Carroll keine weiteren Patzer erlauben, wenn es die Chancen auf den 2. Platz in der NFC aufrechterhalten will. Aufgrund der kurzen Woche fällt auch unser Preview etwas kürzer aus.

Das Spiel:

  • Kickoff ist am Freitag, um 2.30 Uhr deutscher Zeit.
  • Zu sehen ist die Partie in Deutschland per NFL GamePass, bei DAZN sowie auf Twitter.
  • Austragungsort ist das CenturyLink Field in Seattle, Washington.
  • Für beide Mannschaften ist es das 14. Spiel der Regular Season.
  •  Historie:
    • Record: Seahawks – 21 Siege, Rams – 15 Siege
    • Letztes Duell: 9:3 für Los Angeles (Week 2, 2016)
  •  Hashtags: #LAvsSEA, #GermanSeaHawkers, #WeAre12

Der Gegner:

  • Los Angels Rams (NFC West)
    • Bilanz 2015: 7-9-0 (3. Platz)
    • 2016 Record: 4-9
    • In der NFL seit: 1937
    • Super Bowl-Titel: 1 – 1999 (XXXIV)
    • Head Coach: John Fassel (interimsweise, Special Teams Coordinator)
    • General Manager: Les Snead
    • Besitzer: Stan Kroenke
    • Teamfarben: Millennium Blau, New Century Gold, Weiß
    • Maskottchen: Rampage
    • Heimstadion: Los Angeles Memorial Coliseum
  • Kader:
    • Legenden: –
    • Stars: WR Tavon Austin, DT Aaron Donald, DE Robert Quinn, RB Todd Gurley, P Johnny Hekker
    • Rookies: WR Pharoh Cooper, LB Josh Forrest, QB Jared Goff, TE Temarrick Hemingway, TE Tyler Higbee, LB Cory Littleton, OL Pace Murphy, WR Nelson Spruce, WR Mike Thomas

Die LA Rams haben turbulente Tage hinter sich. Nach der neunten Niederlage in dieser Season musste Headcoach Jeff Fisher am Montag etwas überraschend seinen Hut nehmen. Dabei ist nicht Entlassung sondern eher der Zeitpunkt der überraschende Faktor. Interim Headcoach John Fassel, der bisher als Special Teams Coordinator der Rams fungierte, hat aufgrund der kurzen Woche nur wenige Tage Zeit sein Team auf das Spiel gegen die Seahawks einzustellen. Dennoch sollten die Seahawks nicht davon ausgehen, dass dies ein einfaches Spiel wird. Ein Trainerwechsel kann auch im Football zu einer Leistungssteigerung bei einigen Spielern führen. Zudem haben vor allem  die Duelle der vergangenen Jahre gegen die Rams gezeigt, dass die Seahawks erhebliche Probleme mit diesem Team haben. So verloren die Seahawks die letzten drei Duelle gegen die Rams.

Die Matchups:

  • Seahawks-O-Line vs. Rams-D-Line
    Die Offensive Line der Seahawks steht in unseren Preview sehr häufig im Fokus. Vor allem wenn Justin Britt und Co gegen dominante Defensive Line Units antreten müssen, wie es in dieser Woche der Fall ist. Mit Aaron McDonald verfügen die Rams über einen hervorragenden Defender, der erheblichen Druck auf die gegnerische O-Line ausüben kann. Auch in diesem Jahr gehört McDonald zu den besten Spielern des Rams-Teams und konnte führt die interne Sack-Statistik (7 Sacks) an.
    Für die Seahawks-Offenes ist eine solide Performance der Offensive Line das A und O. Wenn Justin Britt und Co    die D-Line der Rams über weite Strecken des Spiels kontrollieren kann, ist das der 1. Schritt zum 9. Sieg in der Season. Im 1. Duell gegen die Rams war dies nicht der Fall. Fairerweise muss aber auch gesagt werden, dass sich die Offensive Line gegenüber den 1. Spielen weiterentwickelt hat und vor allem Russell Wilson wesentlich mobiler ist als es noch in Week 2 der Fall war.
  • Seahawks-QB Russell Wilson vs. sich selbst
    Auch der Quarterback ist immer ein wichtiger Faktor. Das war vor allem am vergangenen Wochenende als auch im ersten Duell der beiden Teams deutlich zu erkennen. Um das positive vorweg zu nehmen, Russell Wilson befindet sich in einer wesentlich besseren Verfassung als es in Week 2 der Fall war. Wie er dagegen seine schlechteste Performance vom vergangenen Sonntag verarbeitet hat, werden wir erst in der Nacht zu Freitag erfahren.
    Gegen die Rams hat nicht nur Wilson sondern auch die gesamte Offense die Chance zu steigen, dass die Performance in Green Bay ein einmaliger Ausrutscher war.Die Defense der Rams ist in fast allen relevanten Statistiken im unteren Drittel anzusiedeln. Allerdings fallen zwei Werte besonders ins Auge. Mit 6,3 erlaubenden Passing Yards per Pass und 230,2 erlaubten Passing Yards per Game stehen die Rams in der jeweiligen Kategorie innerhalb der Top 10.
  • Rams-QB Jared Goff vs. Seahawks-Secondary
    Gegen die Seahawks wird Jared Goff seinen fünften NFL-Start seiner noch jungen Karriere absolvieren. Der First Overall Pick der diesjährigen Draft wartet dabei noch auf seinen ersten Sieg. Wenn es nach den Seahawks geht, wird das auch noch mindestens eine Woche so bleiben. In seinen bisherigen vier Spielen konnte Jared Goff nicht überzeugen. Mit einer Completion Perlentage von knapp über 50 Prozent, fünf Interceptions und vier Touchdowns entsprechen die Zahlen nicht zwingend den Vorstellungen der LA Rams.Auch wenn die Legion of Boom den Ausfall von Earl Thomas verkraften muss, steht Jared Goff vor einer schweren Aufgabe.
  • Rams-RB Todd Gurley vs. Seahawks-Run Defense
    Auch wenn Todd Gurley in seinem 2. Jahr in der NFL nicht die Zahlen produziert, wie vor einem Jahr  als er verdientermaßen zum Rookie of the Year gewählt wurde, darf man ihn nicht unterschätzen. Der Hauptgrund für seine schlechteren Zahlen (740 Rushing Yards bei 227 Rush-Att, 3,3 Yards per Carrie) sind nicht zwingend bei ihm sondern im System Offensivsystem der Rams zu finden. Aufgrund des anfälligen Passing Games kann sich die gegnerische Defense auf das Ausschalten von Gurley kontrollieren, in dem sie die Box mit Defendern zu stellt.

Die Seahawks:

Das Lazarett lichtet sich weiter. Nach aktuellem Stand sieht es so aus, als ob nur der langzeitverletzte RB C.J. Prosise sowie DE Damontre Moore die einzigen beiden Spieler sind, die gegen LA nicht spielen können. Nach dem Spiel gegen die Packers wurde RB Troymaine Pope auf die IR-Liste gesetzt. Er zog sich wohl eine erneute Verletzung seines Knöchels zu und wird die restliche Season ausfallen. Auch FB Will Tukuamfu wurde der IR-Liste. Dafür wurden Kelvin Taylor, Sohn des ehemaligen Runningbacks Fred Taylor (Jacksonville Jaguars) sowie LB Ronald Powell verpflichtet.

Hintergrund:

Das Fazit:

  • Sofern die Offensive Line einen besseren Job als im Hinspiel absolviert und Russell Wilson zu seiner Normalform zurückfindet, ist die Seahawks Offense gut gegen die Rams aufgestellt. Der größte Faktor für den Erfolg ist die Performance der Offensive Line.
  • Auf Seiten er Defense gilt es vor allem Todd Gurley im Auge zu behalten, ihm wenig Platz bieten und vor allem mit soliden Tackles stoppen. Allerdings darf die Defense nicht zu eindimensional daher kommen. Durch den Coaching Wechsel kann es vor allem in der Offense zu der ein oder anderen Überraschung kommen. Sei es Trickplays oder gar eine Veränderung des kompletten Offensivstrategie. Letztendlich muss man aber auch beachten, dass die Zeit für eine Veränderung der kompletten Offensive nicht ausreichend ist.

Die Playoffs:

  • Nach der Niederlage gegen die Packers sowie der Niederlage der Arizona Cardinals hat sich die Ausgangssitzung im Kampf um die Playoff-Plätze etwas verändert:
    • Mit einem Sieg über die Rams gewinnen die Seahawks die NFC West. Die Seahawks würden die Division unabhängig vom Ausgang ihres eigenen Spiels ebenfalls gewinnen, wenn die Cardinals am Wochenende verlieren sollte.
    • Im Kampf um den 2. Platz in der NFC und der damit verbundenen Bye Week am Wild Card-Wochenende sind die Seahawks auf Schützenhilfe angewiesen, selbst wenn sie alle verbleibenden drei Spiele gewinnen sollten. Damit es letztendlich zum 2. Platz reicht, müssen die Detroit Lions mindestens eines ihrer verbleibenden Spiele (@Giants, @Cowboys, vs. Packers) verlieren.
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