Schlagwort: Rückblick

Recap: Regular Season 2015 (Week 8) – Seahawks @ Cowboys

An Spannung war das Spiel zwischen den Dallas Cowboys und den Seattle Seahawks am Sonntagabend in Arlington, Texas kaum zu überbieten. Am Ende sicherte sich das Team von Head Coach Pete Carroll einen knappen 13:12-Sieg und verbessert den Record damit auf 4-4. Jetzt geht’s in die Bye Week.

Den Rückblick auf das Spiel gibt es diese Woche ausschließlich und ausführlich im Podcast, da es keine Vorschau auf den kommenden Sonntag gibt. Wir sprechen unter anderem über:

  • O-Line
  • Jimmy Graham
  • Russell Wilson
  • Richard Sherman vs. Dez Bryant
  • Schiedsrichter
  • Ricardo Lockette
  • Steven Hauschka
  • Greg Hardy

Hier geht es zum German Sea Hawkers-Podcast. Die neue Ausgabe erscheint voraussichtlich am Mittwoch.

Auch diesmal wollen wir im Podcast wieder Eure Meinung hören! Wöchentlich stellen wir Euch in dieser Rubrik Fragen und hoffen, dass Ihr uns Eure Antworten dazu gebt.

Teilt es uns Eure Meinung per Anruf mit! Macht Euren “Play Call” und meldet Euch unter der im Bild angegebenen Festnetz-Telefonnummer (030 – 2332 0 771 771, keine zusätzlichen Kosten) und sprecht auf unseren automatischen Aufnahmerecorder. Wir bringen Euren Kommentar dann vielleicht in der nächsten Ausgabe des GSH-Podcasts.

Die Frage der Woche wird im Laufe des Abends bekanntgegeben.

Wir wünschen Euch eine entspannte Bye Week und hoffen, Ihr könnt Euch ein wenig von einer aufregenden ersten Saisonhälfte erholen!

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Recap: Regular Season 2015 (Week 7) – Seahawks @ 49ers

„It’s not how you start, it’s how you finish.“ Es kommt nicht darauf an, wie man etwas beginnt, sondern darauf, wie man etwas beendet. In doppelter Hinsicht traf dieses Zitat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf die Seattle Seahawks zu. Das Team aus dem Pacific Northwest besiegte im NFC West-Duell die San Francisco 49ers mit 20:3 und leitete mit einer über weite Strecken ordentlichen Vorstellung hoffentlich die ersehnte Wende ein.

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Recap: Regular Season 2015 (Week 6) – Panthers @ Seahawks

Wir haben eine Weile gebraucht, um das in Worte zu fassen, was am späten Sonntagabend passiert ist und fühlten uns dabei ein wenig, als seien wir in einer Abwärtsspirale gelandet – in einer Mischung aus Déjà-vu und schlechtem Scherz. Die Seattle Seahawks haben bei der 23:27-Niederlage gegen die Carolina Panthers erneut eine Führung abgegeben, die Seahawks sind erneut völlig eingebrochen, die Seahawks fanden erneut keine Antwort darauf. Was das Ganze noch viel beunruhigender macht – Seattle hat jetzt erstmals vor heimischer Kulisse auf diese Weise verloren.

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Recap: Regular Season 2015 (Week 5) – Seahawks @ Bengals

Wie unterschiedlich die Perspektiven doch vor und nach einem Spiel sein können. Vor der Partie bei den als Favorit gehandelten Cincinnati Bengals waren die Erwartungen an die Seattle Seahawks niedrig und die Mehrheit der Fans rechnete mit einer Niederlage. Am Tag nach dieser – ja eigentlich erwarteten Niederlage – könnte man meinen, das Team aus dem Pacific Northwest sei als haushoher Favorit in die Begegnung im Paul Brown Stadium von Cincinnati gegangen.

Der Grund dafür ist einfach. Die Seahawks überraschten wieder einmal alle. Über drei Viertel hinweg spielten sie konsequent Football, wie man ihn aus Seattle kennt, und brachten ihren Gegner an den Rand einer Niederlage. Warum es am Ende dennoch nicht zum dritten Saisonsieg gereicht hat, wird in dieser Analyse aufgearbeitet.

Offense:

24 Punkte, davon zwei Touchdowns durch die Offense, einen durch einen Fumble Return der Defense sowie ein Field Goal. Damit kann man nach den Auftritten in den vergangenen vier Spielen zufrieden sein. Positiv fiel der Touchdown direkt im ersten Drive auf, negativ der Verfall in alte Muster nach dem 3. Quarter.

  • Die Offense Line der Seahawks ließ eine Pockett erkennen – ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Sie verschaffte Russell Wilson deutlich mehr Zeit als im Spiel gegen die Lions. Präzise gesagt, die O-Line konnte endlich wieder als solche bezeichnet werden. Zumindest über drei Viertel. Anschließend waren da wieder viele Defizite zu erkennen. Schlechte Pass Protection, schlechtes Run Blocking – als habe die Line seit dem vergangenen Spiel keine Fortschritte gemacht. Die ersten drei Quarter machen Hoffnung auf zukünftige Besserung, der Rest des Spiels macht Angst. Denn wieder hat Seattle einen Vorsprung hergegeben, bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit (wie gegen Packers und Rams). Die Gründe dafür sind am Fundament der Seahawks-Offensive zu suchen, an der O-Line. Sie schaffte es nicht, in den letzten sechs Drives des Spiels genug Schutz für Quarterback Russell Wilson und Blocks für Thomas Rawls zu gewährleisten. Die Folge: Sechs Drives ohne Punkte, drei davon direkt Three & Out, die anderen drei mit Punts jeweils nach einem First Down.
  • Spielmacher Russell Wilson erlebte im Vergleich zu vergangener Woche einen etwas ruhigeren Tag. So war zu erkennen, dass er in der 1. Halbzeit mehrfach Pässe aus der Pocket heraus werfen konnte – ein seltenes Bild, an das man sich aber gewöhnen könnte. Die O-Line sorgte dafür, dass Wilson bereits im ersten Drive einen Touchdown-Pass zu Jermaine Kearse werfen konnte. Zwar half die Bengals-Defense da ordentlich mit, doch das soll die Leistung der Beschützer Wilsons nicht schmälern.

  • Insgesamt war Wilson deutlich seltener zu Fuß unterwegs, das tat seinem Passspiel gut. Viel laufen durfte diesmal ein anderer Spieler. Rookie-Running Back Thomas Rawls machte das Spiel seines Lebens und schrieb mit seiner Performance Seahawks-Geschichte. Nur einmal in der Geschichte der Franchise hat ein Rookie mehr Yards in einem Spiel erlaufen. Und selbst Marshawn Lynch hatte nie ein Spiel, in dem er 169 Yards Raumgewinn bei 23 Carries erzielte. Das erinnert an Shaun Alexander, ist vielversprechend und wichtig für die Zukunft. Lynch wurde gestern nicht vermisst. Einziges Manko – und das gilt nur indirekt für Rawls – ist, dass die Seahawks das Spiel verloren haben, obwohl sie für 200 Yards gelaufen sind. Das muss man erstmal schaffen.

  • Seattles Quarterback entdeckte in der Drangphase seines Teams das Spiel „downfield“ wieder. Er hatte Zeit und nutzte diese, um seine Receiver Kearse, Doug Baldwin, Tyler Lockett und Jimmy Graham mit tiefen Bällen anzuspielen. Für die Interception kann man weder Graham noch Wilson Vorwürfe machen, denn zu der gehörte beim Abpraller viel Zufall.

Defense:

Endlich haben die Seahawks ihre erste Interception gefangen. Earl Thomas fing einen riskanten Pass von Bengals-QB Andy Dalton ab und trug ihn weit zurück. Doch dann war da D-Liner Michael Bennett, der Licht und Schatten zeigte. Und ein Rückkehrer, der wohl noch nicht bei 100% ist.

  • Ein kleiner Flashback zurück zum ersten Spiel der Seahawks in dieser Saison bei den St. Louis Rams: Pass von Quarterback Nick Foles auf seinen Tight End. Seahawks-Safety Dion Bailey rutscht weg. Der Tight End fängt den Ball unbedrängt. Touchdown Rams. Sieg Rams. Die Rufe nach Kam Chancellor wurden danach immer lauter.
    Zurück zum Bengals-Spiel: Strong Safety Kam Chancellor war Tight End Tyler Eifert zugeteilt und schlief zweimal so dermaßen, dass Eifert gleich zwei Touchdowns erzielte, ohne dabei groß bedrängt zu werden. Chancellor machte insgesamt sein wohl schwächstes Spiel in dieser Saison. Schreit jemand nach einem anderen Safety? Nein. Was damit ausgedrückt werden soll. Chancellors Rückkehr hat den Seahawks eventuell zum Sieg gegen die Lions verholfen, weil er mit einem Geniestreich den Touchdown von Calvin Johnson verhinderte. Doch zwei derart Schwache Offensiven (Bears und Lions) sind kein Indikator dafür, dass die Rückkehr von Chancellor Auswirkungen auf die Defensivleistung der Seahawks hat. Die Defense ist insgesamt schwächer und deutlich uneingespielter, daran ändert auch Chancellor nichts. Ganz im Gegenteil. Die Bengals haben das bewiesen und damit wieder einmal Seattles große Schwäche offengelegt: Die Verteidigung gegen fangstarke Tight Ends. Man kann es drehen und wenden wie man will: Chancellor ist daran nicht unschuldig.
    UPDATE: Laut Pete Carroll war Kam Chancellor in beiden Szenen nicht Schuld an den Touchdowns von Tyler Eifert. Die Defense war im Zonen-Schema und Chancellor stand wohl, wo er stehen sollte. Vermutlich liegt die Schuld eher bei Cary Williams, der beim ersten Mal schlief und beim zweiten Mal schlicht zu spät kam.

  • Kein anderer Spieler sorgt auf Seiten der Seahawks für so viele Schwankungen der Gefühlslage. Nach zwei Spielen ohne Offside hat es Michael Bennett gegen die Bengals endlich wieder geschafft. Was aber viel schlimmer ist: Seine Undiszipliniertheit hat die Seahawks eine gute Ausgangslage gekostet, nachdem Earl Thomas Daltons Pass abgefangen hatte. Bennett ließ einfach nicht locker vom Bengals-Quarterback. Die Strafe folgte sogleich. Hinzu kommen die dauernden Forderungen nach mehr Geld und das Gemeckere über zu gut bezahlte Spielmacher. Unangebracht, wenn die eigene Leistung nicht stimmt. Ist Bennett noch tragbar? (Damit beschäftigt sich am Abend ein Kommentar von Redaktionsmitglied Tobias Neumann.) Und ja, der positive Aspekt von Bennetts Spiel soll nicht unerwähnt bleiben. Er produzierte einen Forced Fumble bei einem Jet Sweep Play der Bengals, als er ungeblockt zum Ballträger durchbrach und diesem den noch nicht gesicherten Ball aus der Hand schlug. Es ist davon auszugehen, dass auch andere Spieler, die weit weniger Geld kassieren, dieses Aktion erfolgreich durchführen, wenn sie ohne Gegenspieler zum Ballträger durchkommen.
  • Aktionen wie diese führen dazu, dass gute Leistungen in den Hintergrund geraten. Und die gab es ohne Zweifel. Die Front Four hatte Andy Dalton in den ersten drei Vierteln gut im Griff und setzte ihn gewaltig unter Druck. Die Fehler des Spielmachers folgten prompt.

  • Die Secondary der Seahawks hatte am Sonntag insgesamt große Probleme. Cornerback Cary Williams wurde von Bengals-Superstar A.J. Green in seine Einzelteile zerlegt. Das sahen sich die Trainer so lange an, bis Green einen Touchdownpass von Andy Dalton fing, der nur wegen einer Strafe gegen die Bengals-Offensive zurückgepfiffen wurde.
  • An Williams Stelle machte dann Richard Sherman auf Anweisung der Coaches endlich das, was Experten schon seit Jahren von ihm fordern und was ihn von Darrelle Revis unterscheidet: Er verfolgte Green auf Schritt und Tritt über das Feld. Zwar schaffte Sherman es nicht, Green komplett aus dem Spiel zu nehmen, doch er eliminierte die Big Plays, die zuvor Williams zugelassen hatte.

Special Teams:

Ein Field Goal und viel Laufstrecke in der Punt Coverage – das sind die herausstechenden Fakten aus der Partie gegen die Bengals.

  • Die Seahawks machten es sich bei der Punt Coverage selbst schwer. Weil sie kaum First Downs erzielten, mussten sie meist von sehr weit aus der eigenen Hälfte punten. Jon Ryan jagte das Ei über das gesamte Feld und machte es seinen Mitspielern so schwer, genug Raum abzudecken, um einen Return zu verhindern. Davon profitierte Cincinnati mehrfach und brachte die Offense auf diese Weise in gute Feldposition.
  • Receiver Ricardo Lockette war wieder als gefürchteter Gunner unterwegs und erhält dafür ein Sonderlob in einer ansonsten etwas überforderten Unit. Lockette war der einzige Spieler, der es ab und an bis zum gegnerischen Returner schaffte und so größeren Schaden verhinderte.
  • Die Punts der Cincinnati Bengals waren erste Sahne. Das wird auch Jon Ryan eingestehen. Sein Gegenüber und dessen Kollegen platzierten den Ball zweimal kurz vor der Endzone der Seahawks und stellten Seattle so vor ein sehr langes Feld.

Sonstiges:

Natürlich gehören Strafen zum Spiel. Doch bei den Seahawks sind sie so häufig, dass sie das Spiel in vielen Situationen komplett zerstören. Wenn hinzukommt, dass Seattle einen hohen Vorsprung verspielt, ist die Niederlage meist nicht mehr zu verhindern.

  • Wieder einmal kassierten die Seahawks zu viele Strafen. Zehn Stück für 112 Yards, darunter Drive-Killer von den Offensive Tackles Russell Okung und Gary Gilliam sowie die Dummheiten von Michael Bennett. Einfach nicht clever.

Verletzungen:

Running Back Marshawn Lynch fehlte weiterhin mit einer Oberschenkelverletzung, wurde jedoch von Thomas Rawls glänzend vertreten. Problematischer könnte es werden, Middle Linebacker Bobby Wagner zu ersetzen, falls dieser mit einer Zerrung in der Schulter ausfallen sollte. Genauere Informationen gibt es im Moment dazu noch nicht, doch er kehrte trotz Verletzung aufs Spielfeld zurück.

Fazit und Ausblick:

Noch ist nicht aller Tage Abend. Wir erinnern uns daran, dass die Seahawks in der vergangenen Saison mit einem Record von 3-3 starteten, bevor sie am Ende mit 12-4 in die Playoffs einzogen sowie Heimrecht und ein First-Round Bye hatten. Die Niederlage gegen die Cincinnati Bengals war eingeplant, das 2-3 ist also kein Beinbruch. Lediglich die Art und Weise, wie Seattle das Spiel verloren hat, tut weh. Denn eine 17-Punkte-Führung herzugeben, das spricht nicht für den Charakter einer Mannschaft. Vor dem Leistungsabfall im 4. Quarter hatten die Seahawks das Spiel im Griff, das stimmt positiv für die Zukunft.

Diese Zukunft sieht vor, dass die Seahawks auf die Carolina Panthers, San Francisco 49ers und Dallas Cowboys treffen. Das sind drei Spiele, die Seattle gewinnen muss. Der schwerste Brocken ist wohl das noch ungeschlagene Team der Panthers, das am kommenden Sonntag im CenturyLink Field zu Gast ist (Motherland Game).

Viel Raum für Ausrutscher ist nicht mehr vorhanden, die Seahawks stehen mit dem Rücken zur Wand. Doch liefert Seattle ab wie in den ersten drei Vierteln, ist selbst der Titel in der Division noch drin.

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Recap: Regular Season 2015 (Week 4) – Lions @ Seahawks

Monday Night Football und die Seattle Seahawks – treffen diese beiden Faktoren aufeinander, ist die Brisanz nicht weit entfernt. Drei Jahre nach dem legendären „Fail Mary“ haben die Fans im CenturyLink Field die nächste kontroverse Schiedsrichterentscheidung erlebt. Diese überschattet eine ansonsten solide Performance von Seattles Verteidigung und rückt eine grandiose Rettungsaktion von Kam Chancellor in den Hintergrund. Für die Offense hingegen kommt die Diskussion über den Touchback Call zur rechten Zeit, denn auch in Week 4 spielten die Seahawks im Angriff nicht ihr Potenzial aus.

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Tellerrand: Regular Season 2015 (Week 3)

Momentan haben alle Teams in der NFC West außer den Arizona Cardinals eine negative Bilanz. Dennoch erweckten Rams und Niners einen völlig unterschiedlichen Eindruck bei ihren Niederlagen. Während die Rams sich nicht aufgaben und auch spät in der Partie noch Kampfeswillen zeigten, gaben sich die 49ers fast direkt zu Spielbeginn ihrem Schicksal hin und wurden von den erneut siegreichen Cardinals überrannt.

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Recap: Regular Season 2015 (Week 3) – Bears @ Seahawks

Die Seattle Seahawks haben den ersten Sieg in der Saison 2015 auf dem Konto. Gegen überforderte Chicago Bears gewann das Team von Head Coach Pete Carroll klar und deutlich mit 26:0 und schaffte zum zweiten Mal (nach dem 23:0 bei den Giants am 15.12.2013) in der Ära des Trainers den Shutout – ließ also keine Punkte zu.

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Tellerrand: Regular Season 2015 (Week 2)

Die Oakland Raiders, Washington und Jacksonville haben jeweils mehr Siege auf dem Konto als die Seahawks, ausgerechnet eine Partie wie Cowboys @ Eagles ist die langweiligste am gesamten Wochenende und Johnny Football kann sogar auf dem Platz für Schlagzeilen sorgen… Die NFL überrascht doch jedes Jahr aufs Neue. So wird es aber auch nie langweilig.

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Recap: Regular Season 2015 (Week 2) – Seahawks @ Packers

Bereits als der Spielplan veröffentlicht wurde, war anzunehmen, dass der Start in die Saison 2015 ein ganz schwieriger werden und die Möglichkeit von 0-2 nach zwei Partien höher sein würde. Darüber haben wir jetzt Gewissheit. Die Seattle Seahawks unterlagen im zweiten Saisonspiel den Green Bay Packers im Lambeau Field in Wisconsin mit 17:27 und stehen vor dem ersten Heimspiel schon unter Druck.

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Tellerrand: Regular Season 2015 (Week 1) – NFC West

2012 verlor ein junger Rookie namens Russell Wilson sein erstes NFL-Spiel bei den Arizona Cardinals und viele Leute forderten laut den teuer geholten Veteranen Matt Flynn. Seitdem führte Wilson die Seahawks regelmässig in die Playoffs, während Flynn zuletzt gar von den Jets entlassen wurde.

2013 gewannen die Houston Texans zum Auftakt ihre ersten beiden Partien und wurden schon zu AFC-Favoriten ernannt, bevor sie 14 Spiele in Serie verloren.

Die Minnesota Vikings eröffneten die vergangene Saison 2014 mit einem 34:6-Paukenschlag gegen die Rams, getragen von einem starken Adrian Peterson, Rookie-Wide Receiver Cordarrelle Patterson und einem souveränen Quarterback Matt Cassel. Bald darauf war Peterson gesperrt, Patterson völlig abgetaucht und Cassel wurde durch Teddy Bridgewater ersetzt, der die Vikings zu einer am Ende enttäuschenden 7-9-Saison führte.

Im September vergangenen Jahres wurden die Patriots in allen Bereichen von den Dolphins zum Auftakt gedemütigt und auch die folgenden Spiele liefen so schlecht, dass die Presse bereits Rookie Jimmy Garoppolo forderte und Tom Brady sich seinen Bart stutzen musste. Wie das am Ende ausging, dürfte bekannt sein: Die Dolphins gewannen die AFC East, während die Patriots die Playoffs verpassten (ja, ich weiß, aber als Fan der Hawks werde ich doch einen kurzen Moment träumen dürfen). (mehr …)

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Recap: Preseason 2015 (Week 3) – Seahawks @ Chargers

Im dritten Spiel der Preseason sind die Seattle Seahawks erstmals als Sieger vom Feld gegangen. Bei den San Diego Chargers im Qualcomm Stadium siegten sie durch ein Field Goal von Kicker Steven Hauschka kurz vor Schluss mit 16:15. Die Starters durften lange spielen und offenbarten durchaus noch Schwächen. So kamen die Stammspieler der Offense nie wirklich ins Rollen, die Defense-Stammspieler hingegen zeigten mehrfach, dass mit ihnen auch dieses Jahr zu rechnen ist. Hier unser Schnellcheck:

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Recap: Preseason 2015 (Week 2) – Seahawks @ Chiefs

Die Seattle Seahawks kassierten in der Nacht von Freitag auf Samstag bei den Kansas City Chiefs die zweite Niederlage der Preseason. Nicht weiter schlimm, denn das Ergebnis zählt nicht und positiv Erkenntnisse gab es dennoch einige. Vor allem das Comeback nach überstandener Krebs-Therapie von Defensive Tackle Jesse Williams. Wir blicken im Schnellcheck zurück auf die Partie.

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Recap: Preseason 2015 (Week 1) – Broncos @ Seahawks

20:22 gegen die Seattle Seahawks stand es am Ende des ersten Preseason-Spiels der Saison 2015. Die Denver Broncos reisen mit einem bedeutungslosen Sieg zurück nach Hause, der jedoch für beide Mannschaften eine Vielzahl an Erkenntnissen gebracht haben dürfte. Wir blicken im Schnellcheck zurück auf die Partie der vergangenen Nacht.

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Recap: Postseason 2014 (Super Bowl XLIX) – Patriots @ Seahawks

Den Seattle Seahawks hat nur ein Yard gefehlt, um zum zweiten Mal in Serie die Vince Lombardi Trophy in die Luft zu stemmen. Doch am Ende standen die Spieler, Verantwortlichen und der 12th Man mit leeren Händen da. Viel sprach 30 Sekunden vor Spielende für die Titelverteidigung. Doch dann beendeten die New England Patriots den Traum vom Re-Pete.

Die NFL-Saison 2014 ist vorbei – sie endete mit einem packenden Super Bowl, der American Football-Fans rund um den Globus noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mit Schmerzen verbunden sein wird dieser Gedanke bei allen Seahawks-Fans. Dennoch, die Glückwünsche der German Sea Hawkers gehen nach New England. Es war ein spannendes Spiel mit vielen Wendungen – großartige Werbung für diesen Sport. Wir blicken zurück auf eine Nacht voller Spektakel: Jeremy Lanes Pick, Chris Matthews‘ Sternstunde, (Katy Perrys kunterbunte Show,) Tom Bradys starkes Comeback, Jermaine Kearses unglaublicher Catch und…

…Malcolm Butlers Interception.

Dieses eine Play, diese spielentscheidende Situation wird in Seattle noch Jahre kontrovers diskutiert werden. Seahawks-Fans werden den Moment, als Malcolm Butler die Interception an der Goal Line fängt, nicht mehr vergessen. Dieser Augenblick geht als einer der schlimmsten, wenn nicht gar der schlimmste, in die Geschichte der Franichse ein. Ob es der schlechtestes Call in der Geschichte des Sports ist, darüber gehen die Meinungen auseinander:

Das Play Calling von Offensive Coordinator Darrell Bevell und Head Coach Pete Carroll wird in den nächsten Wochen noch für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Im Nachhinein sind wir alle schlauer. Dennoch müssen sich die Genannten die Fragen gefallen lassen, warum in dieser Situation ein Pass gecalled wurde und im Backfield gleichzeitig einer der wohl besten Running Backs der Liga steht. Nach dem Spiel probierte Carroll, den Call zu erklären:

Unter Anbetracht dessen, dass das Laufspiel das Herz der Seahawks-Offense ist und Marshawn Lynch im Aufgebot steht, muss in dieser Situation ein Run-Play angesagt werden. Lynch hatte im Spiel 24 Carries, lief für 102 Yards, 1 Touchdown und wurde nur bei zwei Carries sofort an der Line of Scrimmage gestoppt. Auch die verbleibende Spielzeit (weniger als 30 Sekunden) darf nicht als Ausrede gelten werden. Das ist nicht nachvollziehbar. Die Patriots hätten kaum Zeit für eine Antwort gehabt, so dass wohl maximal noch ein Field Goal möglich gewesen und das Spiel dann in die Overtime gegangen wäre. Die Tatsache, dass New England die stärkste Defensive der Liga gegenüber gestanden wäre, hätte die Wahrscheinlichkeit nochmals sinken lassen. Doch dafür hätte der Ball erst in die Patriots-Endzone getragen werden müssen. Im Endeffekt haben die Seahawks die passive Variante gewählt. Sie spielten, um nicht zu verlieren. Besser wäre es gewesen, direkt auf Sieg zu gehen.

In den kommenden Tagen und Wochen wird sich zeigen, ob der Call noch weitreichendere Konsequenzen haben wird. Direkt nach der Partie gab es unterschiedliche Aussagen darüber, wer den Spielzug angeordnet hatte. Fest steht, Russell Wilson hat das Play auf dem Spielfeld nicht geändert.

Nicht förderlich für den Teamgeist war nach Spielende folgende Aussage von Bevell über Wide Receiver Ricardo Lockette:

Dass man auch anders mit der Niederlage umgehen kann, bewies Marshawn Lynch, der einmal mehr zeigte, dass er ein absoluter Teamplayer ist:

Trotz verlorenem Super Bowl – Lynch war in der vergangenen Woche ein Gewinner.

Neben dem finalen Play gibt es noch weitere Szenen, die als Gründe für die Niederlage genannt werden können. Nach dem Seahawks- Touchdown zum 24:14 lief in der Offense am Ende des 3. und Anfang des 4. Quarters nicht mehr viel zusammen:

  • Bei 3:15 Minuten im 3. Quarter gab es ein 3 & Out. Es wurden nur 2:20 Minuten von der Uhr genommen.
  • Bei 14:17 Minuten im 4. Quarter stand die Offense erneut auf dem Feld. Wieder gab es ein 3 & Out. Diesmal liefen sogar nur 2:07 Minuten von der Uhr.
  • Nachdem die Patriots den Touchdown zum 24:21 erzielt hatten, kam die Offense mit verbleibenden 7:55 Minuten in Ballbesitz. Und wieder schaffte sie kein First Down. Der Drive endet nach nur 1:03 Minuten.

Schafft es die Offense in diesen Situationen, mehr Zeit von der Uhr zu nehmen und selbst nochmals zu punkten, kann das Spiel einen anderen Verlauf nehmen und die brenzlige Situation am Ende vermieden werden.

Doch auch die positiven Seiten des Super Bowl XLIX aus Sicht der Seahawks wollen wir nicht unerwähnt lassen:

  • Wide Receiver Chris Matthews feierte seinen Einstand als Wide Receiver mit einer fantastischen Performance: 4 Receptions, 109 Yards, 1 Touchdown
  • Nickelback Jeremy Lane fing seine erste Interception überhaupt, bevor er sich beim Return übel am Arm verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte.
  • Das Passspiel war im Vergleich zum Spiel gegen die Green Bay Packers nach Anlaufschwierigkeiten besser. Alle Wide Receiver bekamen die Möglichkeit, ihren Teil zum Spiel beizutragen und konnten sich von ihren Gegenspielern separieren.
  • Running Back Marshawn Lynch, weil er diesem Team so unglaublich gut tut.

Wie wir es nun auch drehen und wenden, am Ende steht die wohl bitterste Niederlage in der Franchise-Geschichte. Niemand kann garantieren, dass die Seahawks in absehbarer Zeit wieder in einem Super Bowl stehen werden. Nicht umsonst steht die NFL auch für „Not For Long“. Zu viele Faktoren müssen zusammenspielen, um am Ende erneut den großen Triumph feiern zu können. Die Mannschaft wird sich in der kommenden Offseason verändern, einige Spieler werden das Team verlassen und Russell Wilson wird höchstwahrscheinlich seinen großen Vertrag unterschreiben.

Auch wenn die Niederlage noch wehtut und es noch einige Zeit dauern wird, bis dieses Gefühl verschwunden ist, können wir stolz auf unser Team sein! Die NFC West wurde wieder gewonnen, gegen die Cardinals und 49ers verließ Seattle jedes mal als Sieger das Spielfeld, zu Hause im lautesten Stadion der NFL siegten die Seahawks neun Mal vor den besten Fans der Welt und zum dritten Mal stand der Super Bowl-Champion von 2013 an der Spitze der NFC. In ein paar Jahren werden wir auf die Jahre 2013 und 2014 zurückblicken und froh sein, dass wir diese Sternstunden erleben durften.

Die Mentalität und der Charakter dieser Franchise sind es, die zuversichtlich stimmen, dass noch einige weitere Jahre im Super Bowl-Favoritenkreis hinzukommen. Next man up! Next season up!


Injury Report:

  • CB Jeremy Lane – Wie schon die Bilder nach seiner Interception bestätigten, der Nickel hat sich den Arm gebrochen. Er wird operiert, sobald die Schwellung zurückgegangen ist.
  • CB Richard Sherman – Es deutet sich an, dass Sherman an seinem Ellbogen operiert werden muss. Die Rede ist vom klassischen Tommy John-Eingriff, der oft bei Baseballern durchgeführt wird.
  • FS Earl Thomas – Der Free Safety wird sich eine zweite Meinung einholen, ob an seinem Schultergelenk eine Operation nötig ist oder nicht.
  • SS Kam Chancellor – Nach seiner Verletzung am Knie im Training am Freitag muss sich der Strong Safety wohl einer Knie-OP unterziehen.

Folgende Links beschäftigen sich ebenfalls noch ausführlicher mit der spielentscheidenden Szene:


Wir von der German Sea Hawkers-Redaktion hoffen, dass Ihr während der Saison viel Spaß mit unseren Beiträgen hattet. Wir hoffen, dass Ihr uns auch in der langen Offseason begleitet und die Zeit bis zum nächsten Spiel unserer Mannschaft mit uns gemeinsam verkürzt. Denn eins ist sicher – auch in der Offseason wird es einiges zu berichten und zu lesen geben.

Und:

Go Hawks!

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