Das Running Game der Seahawks war der spielentscheidende Faktor.
Vor ein paar Wochen waren wir der Meinung, dass unser Team seine Philosophie in der Offense verloren hat. Nun, spätestens im Spiel gegen die Giants haben wir sie wohl wieder gefunden. Mit 350 Rushing Yards stellten Marshawn Lynch, Russell Wilson, Christine Michael und Robert Turbin einen neuen Franchise-Rekord auf und würden wahrscheinlich noch jetzt im CenturyLink Field hoch und runter rennen, wenn man sie denn lassen würde. Seit 1978 (Bills) hat kein NFL-Team mehr 350 Rushing Yards und fünf Touchdowns auf dem Fußweg erzielt. Das sagt eigentlich alles darüber, wie gut unsere Running-Offense war.
Nichts ist so alt wie der Midseason-Check aus der Vorwoche. Diese alte Weisheit trifft natürlich auch auf mich zu. Habe ich in der vergangenen Woche die Chargers noch mit zu den Topteams der AFC gezählt, so muss ich mir doch überlegen, ob das nach der katastrophalen 0:37-Niederlage in Miami noch richtig ist. Immerhin haben die Patriots meine Prognose bestätigt, dass die durchwachsenen Spiele zu Saisonbeginn nur Ausrutscher waren. Dominant war ihr Auftreten daheim gegen die Denver Broncos, als die Broncos zum ersten Mal in dieser Saison nicht wie ein Super Bowl-Kandidat aussahen.
Aufmerksam wurde meine Analyse scheinbar auch von den Houston Texans gelesen, denn die haben kurz nach dem Erscheinen des letzten Blicks über den Tellerand auf der Quarterbackposition einen Wechsel vollzogen und geben dort nun Ryan Mallet, in den letzten Jahren Backup von Tom Brady, eine Chance. Auch wenn ich Mallet nicht für die optimale Lösung halte, so ist die Entscheidung der Texans doch nachvollziehbar, dass man austesten will, was man an dem ehemaligen Arkansas Razorbacks-QB hat.
Wie bei der AFC ist auch bei der NFC damit zu rechnen, dass nächste Woche schon einiges anders aussieht, als ich es noch heute niedergeschrieben habe. Dennoch wünsche ich Euch nun viel Spaß mit dem Midseason-Check der NFC. Ich würde mich über Kommentare freuen. Schreibt doch einfach mal entweder hier oder bei Facebook, wer euch bis jetzt in dieser Saison überrascht oder enttäuscht hat. (mehr …)
Mit den Seattle Seahawks wird es uns nicht langweilig, jede Woche etwas Neues, dass uns Fans zum Zittern bringt. Diesmal war es genau umgekehrt wie in den vergangenen Spielen. Die Seahawks begannen stark und ließen in der zweiten Halbzeit nach.
Dennoch, unter dem Strich steht ein W – einer, der zwar eingeplant, aber keinesfalls ein Selbstläufer war. Die Seahawks schlugen vor heimischem Publikum im CenturyLink Field die Oakland Raiders mit 30:24 und stehen mit einer Bilanz von 5-3 auf Platz zwei der Division hinter den Arizona Cardinals.
Ein Rückblick auf das Spiel mit Bildern aus dem Stadion.
Es ist Halbzeit in der NFL. Die meisten Teams haben acht ihrer 16 Spiele bereits absolviert und große Trends haben sich noch nicht abgezeichnet, viel ist noch offen und manche Teams erinnern vor allem an Dr. Jekyll und Mr. Hyde. In der einen Woche hui und in der nächsten pfui.
Diese Ausgabe des Blicks über den Tellerrand ist etwas anders als gewohnt, denn ich möchte einen kurzen Blick auf die einzelnen Divisions der AFC werfen. Einen Rückblick auf die NFC West-Duelle gibt es aber auch diesmal wie gewohnt, er folgt nur weiter unten. Nächste Woche sind dann die einzelnen Divisions der NFC im Midseason-Check dran.
Nach zwei Niederlagen sind die Seattle Seahawks wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Am Ende schlagen sie die Panthers mit 13:9. Wie bereits in den vergangenen Jahren war es ein Spiel, in dem beide Defensiv-Einheiten das Spiel weitestgehend dominierten.
Neben der Tatsachse, dass wir nach sieben Spielen einen 4-3- und somit einen positiven Record verbuchen können, wodurch Chance auf die Playoffs wesentlich höher sind als mit einem 3-4-Record, ist wohl die „Wiederauferstehung“ unserer Defense die wichtigste Erkenntnis vom Sonntagabend.
Hatten wir vor der Saison darauf gehofft, dass die Seahawks erneut an der Spitze der NFL zu finden sind, so sieht die Realität nach Week 7 anders aus. Allgemein herrscht noch ziemliches Chaos und zu Saisonbeginn stark eingeschätzte Teams (die Bengals und Saints z.B.) brechen plötzlich ein, andere Teams mit durchwachsenen Saisonstarts legen eine 180 Grad-Wendung hin (Packers) und dann sind da noch Teams wie Dallas, mit denen wirklich niemand gerechnet hatte, vermutlich nicht mal die eigenen Fans.
Nach der Heimniederlage gegen die Dallas Cowboys, wollten die Seahawks in St. Louis in die Erfolgsspur zurückkehren. Leider verschliefen sie die ersten 30 Minuten des Spiels, lagen zur Halbzeit mit 6:21 zurück und konnten am Ende das Comeback nicht erfolgreich abschließen. Zum ersten Mal seit 2012 verlor Seattle nun zwei Spiele hintereinander und kann nach Week 7 nur eine ausgeglichene Bilanz vorweisen.
Ich stelle gerade fest, dass es nach einer Heimniederlage der Seahawks deutlich weniger Spaß macht, über die restlichen Spiele zu schreiben. Irgendwie konnte ich mich aber am Ende doch dazu motivieren und so gibt es hier wie gewohnt für Euch den neuen Blick über den Tellerrand mit allem Relevanten, was abseits von Seattle passiert ist, oder zumindest mit allem, das ich mitbekommen habe.
Wir haben am späten Sonntagabend andere Seattle Seahawks gesehen als in der vergangenen Saison und in den besseren Partien dieser Spielzeit (Green Bay, Denver). Seahawks, denen die Vielfalt an offensiven Möglichkeiten zur Last wurde, Seahawks, die sich in Play Calls verrannten, die nicht zu ihnen passten, und dadurch berechenbar wurden, Seahawks, die mit den präzisen Pässen von Tony Romo überfordert waren, Seahawks, die auch nicht ihren besten Tag erwischten. Zusammengefasst, ein Team, das seine Identität im Spiel gegen die Dallas Cowboys nicht gezeigt hat.
Montagsspiele der Hawks haben den Vorteil, dass ich mich am Wochenende ohne Rücksicht auf Verluste auf alle anderen Partien stürzen kann und nicht Gefahr laufe, etwas wichtiges bei den Seahawks zu verpassen.
Dennoch lief der Spieltag ziemlich langsam an, gerade die frühen Partien am Sonntag brauchten eine Weile um interessant zu werden. Vielleicht war ich aber auch nur noch von den College-Spielen am Samstag verwöhnt.
In Week 5 stand für unsere Hawks das Monday Night Game in Washington an. Für alle Experten war vor dem Spiel klar, dass es am Ende eigentlich nur einen Sieger geben kann – die Seattle Seahawks! Zu unterschiedlich waren die Vorzeichen, wie sich beide Teams in den vorherigen Wochen präsentiert hatten. Die Seahawks gewannen das Super Bowl-Rematch gegen Denver, hatten in Week 4 ihre Bye Week und gingen ausgeruht in die Partie. Die Redskins hingegen mussten eine klare Niederlagen gegen ihren Divisonsrivialen aus New York wegstecken. Vor allem QB Kirk Cousins musste sich nach dem Giants-Spiel der Kritik stellen. So war es keine Überraschung, dass Seattle als Favorit in das Spiel ging.
Die Bye Weeks haben begonnen und mit Cincinnati, Cleveland, Denver, St. Louis, Arizona und unseren Hawks hatte fast die halbe Liga frei. Man konnte sich also ganz entspannt auf die restlichen Teams konzentrieren:
Während der Bye Week lassen auch wir es etwas ruhiger angehen. Deshalb kommt erst heute der Rückblick auf das Super Bowl-Rematch gegen die Denver Broncos aus Week 3. Die Seattle Seahawks haben die richtige Reaktion auf die Niederlage aus der Vorwoche bei den San Diego Chargers gezeigt, gewannen erneut gegen die Titelanwärter aus Colorado und gehen mit einem Siegerlächeln in die kurze Ruhepause.
Das Highlight auf dem Spielplan für die dritte Woche war natürlich die Neuauflage des letzten Super Bowl und das Spiel hat auch alles gehalten, was man sich vorher davon versprochen hatte. Doch es gab noch weitere Spiele am vergangenen Wochenende und um die geht es wie gewohnt in unserem wöchentlichen Blick über den Tellerrand:
Vorab Glückwunsch an die Chargers, die ein hervorragendes Spiel gemacht haben und verdient gewonnen haben.
Die Gründe für die Niederlage sind relativ einfach und man muss nur mal einen Blick auf die ToP werfen. Um die 70 % der Spielzeit stand die Offense der Chargers auf dem Feld. Und das bei den Außentemperaturen. Ich will gar nicht auf die Defense einschlagen, da diese für uns schon so viele Spiele gewonnen hat, aber gestern hat sie einfach kein Mittel gefunden um Rivers & Co. zu stoppen. Insbesondere Antonio Gates hat uns „zerstört“, aber vielleicht tut dem Team so ein Spiel auch mal gut.
Herzlichen Willkommen zu einer neuen Rubrik. Ab sofort versuchen wir regelmäßig Dienstags zu schauen, was andere Teams in der NFL so am vergangenen Spieltag gemacht haben. Der Schwerpunkt wird hier natürlich auf unseren Rivalen in der NFC West liegen, aber nicht nur. Vielleicht wird unter dieser Rubrik aber auch abseits des Spieltagsgeschehen mal geschaut, was so Interessantes mit Footballbezug passiert und nicht direkt die Seahawks betrifft.