Schlagwort: Bobby Wagner

Preview: Regular Season 2023 (Week 1) – Rams @ Seahawks

Regular Season-Football ist wieder da! 238 Tage seit dem Playoff-Aus gegen die San Francisco 49ers, stehen die Seattle Seahawks am Sonntag im Lumen Field wieder auf dem Kunstrasen und eröffnen die NFL-Saison in Week 1 gegen die LA Rams. Für die 12s auf der ganzen Welt und natürlich besonders für diejenigen, die live am Puget Sound dabei sein dürfen, ist dieser Abend/Nachmittag ein echter Feiertag. Das mag auch daran liegen, dass ihre Lieblingsmannschaft eine Saison 2022 gespielt hat, die kaum jemand vorhersehen konnte.

Statt eines Rebuilds nach dem Abgang von Russell Wilson, entwickelte sich die Truppe von Head Coach Pete Carroll dank eines bärenstarken Drafts und der Wiedergeburt von QB Geno Smith zu einem Playoff-Teilnehmer in der NFC. Dementsprechend hoch sind auch 2023 die Erwartungen der Fans und wohl auch des Teams selbst. So konnten die Seahawks in der Offseason nicht nur die wichtigsten Stammspieler halten. Mit einem – laut Experten – erneut erstklassigen Draft und der Rückholaktion eines gewissen Linebackers heißt das Ziel in Seattle wieder Postseason. Ob es so weit reicht, wird sich in 17 Wochen zeigen, auch dank einiger noch offener Baustellen im Kader.

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Defense der Seattle Seahawks – Vorschau auf die Regular Season 2023

Immer ein paar Punkte mehr erzielen als der Gegner – das ist natürlich auch eine Taktik, um Spiele zu gewinnen. Eine Alternative dazu wäre, die Schwachstellen in der (laufanfälligen) Defense abzustellen. Daher blicken die 12s zu Beginn der Regular Season 2023 beim ersten Auftritt gegen die Los Angeles Rams gespannt auf die Einheit um Defensive-Coordinator Clint Hurtt. Immerhin verstärkte der erste Pick der Seahawks aus dem 2023er-Draft in Kansas City die ohnehin schon starke Secondary: mit Devon Witherspoon kommt einer der beiden stärksten Cornerbacks der letztjährigen Klasse an den Puget Sound. Jamal Adams und Bobby Wagner kehren zurück, der Eine aus dem Krankenstand, der Andere vom kalifornischen Rivalen aus LA.

Ganze 24,6 Punkte im Schnitt ließ die Defense der Seahawks in der vergangenen Saison zu: damit lag die Franchise auf Rang 25 in der NFL. Insbesondere die Laufverteidigung sah dabei ein ums andere Mal erschreckend harm- und hilflos aus; hier lag das Team mit zugelassenen 4,9 Yards pro Laufversuch ziemlich am Ende der gesamten Liga. Nur die beiden schlechtesten Teams der vergangenen Runde aus Houston und Chicago präsentierten sich dort schlechter. Mit den Draft-Picks und dem gesamten Roster der Seahawks sieht es auf den ersten Blick nicht so aus, als könnte dieser Makel abgestellt werden.

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„Thanks for asking“ – Smells like teen Spirit

Thanks for asking – Der Kommentar der German Sea Hawkers von Thomas Wagner zur Regular Season 2022 der Seattle Seahawks. „Smells like teen Spirit“?! Was bitte haben der wohl erfolgreichste Song von Seattles berühmtester Band, Nirvana, und die Saison der Seattle Seahawks gemein? Auf den ersten Blick wohl recht wenig – bei näherer Betrachtung haben die 12s wohl für die Offseason einen Ohrwurm – und das aus gutem Grund!

10. September 1991: die erste Single aus dem Welterfolgs-Albums „Nevermind“ wird veröffentlicht, und ein Großteil des aktuellen Seahawks-Rosters ist zu dem Zeitpunkt bestenfalls in Planung. Dennoch legten Frontmann Kurt Cobain und Co. damit den Grundstein für den Erfolg eines Genres und für ihre Karriere. Im Grunde genommen bezog sich das „teen Spirit“ aus dem Song auch lediglich auf das Deodorant des Sängers, doch am Ende kann man dahinter schon noch einen höheren Sinn vermuten. Stichwort Jugend, was sich eben auch auf die Seahawks anno 2023 beziehen lässt. Schließlich stellt Seattle das zweitjüngste Team in der ganzen Liga und die Draft-Klasse von 2022 steht ebenfalls am Beginn ihrer – hoffentlich – erfolgreichen Karriere. Wenige Experten hatten etwa dem „Draft-Steal“ Tariq Woolen oder Runningback Kennenth „No-Fumble“ Walker III zugetraut, eine derart tragende Rolle im Team einzunehmen. Am Ende landeten die beiden Rookies also auch unter den Top 10 vieler Experten, so wie seinerzeit das Musikvideo zum Nirvana-Hit zum „Best New Artist Video“ gekürt wurde.

Neuer Vibe auf Quarterback, alte Löcher in der Defense

Und dennoch: allein auf die Jugend zu setzen ist falsch, denn wie alle wissen, ist die zweite Saison die Schwierige, weil dort eben das Gezeigte wiederholt werden muss. Allerdings dürfte genau das DIE Chance der Seahawks um General Manager John Schneider im April sein, wenn der nächste Draft über die Bühne geht: Hoffnungsvoll und volle Breitseite auf die Jugend setzen. In der letzten Offseason war Schneider noch „the man who sold the World“ in dem er Russell Wilson und Bobby Wagner abgab, liegen im derzeit die Sympathien der Anhänger in blau-grün zu Füßen. Vor allem aufgrund des Broncos-Picks an Position fünf, jenem, der beim Trade für Ex-Franchise Quarterback Wilson heraussprang. Hieran scheiden sich die Geister: QB draften? Herunter traden? Oder eben doch: Wiederholung des gezeigten und keine verrückten Dinge machen, so wie seinerzeit Cobain, der lediglich zwei Töne spielte und alle zwei Zeilen wiederholte. Heißt hier: „Best Player available“ und Löcher stopfen.

Löcher wiederum gab und gibt es in „Grunge“-Klamotten zur Genüge, doch waren jene in der Laufverteidigung der Seahawks in der vergangenen Saison ebenso kaum übersehbar. Diese „Needs“ müssen definitiv angegangen werden, genau wie der Pass Rush. Und wer jene übersehen hatte, dem fielen auch die Cheerleader mit dem „Anarchismus–A“ im Musikvideo von Nirvana nicht auf. Stichwort Anarchie und Parallelen zwischen der Saison 2022 und dem Song. Pete Carroll konnte nicht immer gefallen, was Defensive Coordinator Clint Hurtt und „Associated“-Head Coach Sean Desai da ablieferten. Ein Wunder schier, dass letzterer im Nachgang einige Job-Interviews für vakante Trainerposten bei anderen NFL-Franchises erhielt.

Wie bei jeder erfolgreichen Band steht aber auch jedwedes Sportteam an einem Scheideweg. Weitergehen, mit dem neuen Liebling in Seattle, Geno Smith, der das Herz des Teams, der Stadt und jedes einzelnen 12ers im Sturm eroberte und deshalb möglichst einen langfristigen Vertrag bekommen soll? Ja, solange es kein Millionengrab wird, welches sich die Hawks aufgrund der Gehaltsgrenze ohnehin nicht leisten können. Es gibt eine Chemie zwischen ihm und seinen Receivern UND den Tight Ends, einer Positionsgruppe, welche unser verflossener Quarterback nur erahnte. So gab es etwa für Will Dissly nur Blockingaufgaben, wenn überhaupt. Ja, Smith hatte auch sehr viele „Fast–Interceptions“ und Durchhänger in der Saison 2022, an dem manch Einer bereits die Systemfrage stellen mochte. Jenen sei gesagt, dass für einen Star-Quarterback wie Aaron Rodgers ein MVP–Titel wichtiger erscheint, als der Erfolg des Teams. Geno Smith dagegen nimmt bei Misserfolgen meist die Schuld auf sich und schützt damit das (junge) Team und geht voran. „It’s just Football“, sagte er den Seinen im entscheidenden Spiel um die Playoffs gegen die LA Rams – so einfach kann das sein.

Mit dem „Jungbrunnen“ am Ruder in die Zukunft steuern?

Ein Evergreen wie der Song um das bekannte Hauptriff in „f-Moll“ ist Head Coach Pete Carroll ohnehin. Vor knapp einem Jahr von einer Vielzahl zum Teufel gewünscht, erfreut sich der in einen „Jungbrunnen“ gefallene Head Coach, welcher im September 2023 bereits 72 (!) wird. Dass derzeit kaum jemand über die Ablösung des Trainers spricht, der sich de facto als „Vice-President of football operations“ eigentlich nur selbst entlassen oder von Ownerin Jody Allen gefeuert werden kann, ist eigentlich sein größter Erfolg seit geraumer Zeit. Kann man mehr von einem Coach verlangen, als junge Spieler weiterzuentwickeln und sie auf dem Weg zum Star zu formen? Wohl kaum. Es gibt Songs, die nie alt werden und es gibt Coaches, die ewig jung bleiben. Zu einem anderen Zeitpunkt hängen sie einem buchstäblich „zum Hals heraus“ und ja, auch in einigen (erfolglosen) Spielen der Saison konnte man am Starrsinn des Playcallings verzweifeln. Doch einen alten Baum verpflanzt man nicht, schon gar nicht im „grünen“ Seattle …

„You should be excited about this Team“, verkündete Tariq Woolen via Instagram zum Abschied der Saison und ja: so kometenhaft der Aufstieg für Nirvana dereinst, so vielversprechend sieht die Zukunft dieses Teams aus, auf dessen Saison man als 12er zurecht voller Stolz schauen kann. Es gibt noch einiges zu tun in der Offseason, aber wenn sich Schneider und Carroll treu bleiben und die Euphorie in die neue Saison retten, dann kann man die Fans rund um den Space Needle bereits singen hören: „Here we are now, entertain us“. Eben ganz, wie im berühmtesten Song aus Seattle …

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Bye-bye, Bobby – Abschiedsbrief an eine Seahawks-Legende

Bye-bye, Bobby Wagner! Mit diesen Worten ist der Exodus der Super Bowl XLVIII-Champions in den Reihen der Seattle Seahawks nun komplett. Denn am 2. Februar 2014 liefen im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, 22 Männer als Starter auf der offensiven und defensiven Seite des Balles für das Team aus dem Pacific Northwest auf: Doug Baldwin, Russell Okung, James Carpenter, Max Unger, J.R. Sweezy, Breno Giacomini, Alvin Bailey, Zach Miller, Golden Tate, Russell Wilson, Marshawn Lynch, Cliff Avril, Michael Bennett, Clinton McDonald, Chris Clemons, K.J. Wright, Bobby Wagner, Walter Thurmond, Richard Sherman, Byron Maxwell, Kam Chancellor und Earl Thomas.

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Seahawks Fashion Files – Alles Retro, oder was?

Ein Seahawks-Trikot im Retro-Look? Ja, das geht! Zumindest, wenn man auf die Ränge des Lumen Field schaut. Dort tragen schließlich viele 12s das ikonische, königsblaue Jersey mit dem grün akzentuierten Logo. Auf Spielerseite sieht das aber ganz anders aus. Seit dem Ende der NFL-Saison 2001 wurde der Dress, den Steve Largent und seine Kollegen seit Mitte der 1970er-Jahre auf dem Feld trugen, nicht mehr von Seattles Spielern getragen. Zumindest nicht auf dem Rasen:

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Oklahoma Drill: Bye bye Bobby?

Zeit für einen Oklahoma Drill und einen Trade von Bobby Wagner. Für viele 12s wäre das ein Alptraum – oder doch nicht? Schließlich ist die NFL ein gefühlskaltes, kühl kalkulierendes Geschäft. Dabei sind die 32 Teams fast durchgängig mit Entscheidungen konfrontiert. Im Zentrum des Roster-Managements steht für das Front Office immer die eine Frage: Wie kann ich mein Team auf kurz oder lang besser machen, um den Super Bowl zu gewinnen? Teams wie die New England Patriots beherrschten die Kunst des Roster-Managements in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Perfektion. Wenngleich das Team aus Foxborough immer wieder auch unpopuläre Entscheidungen traf. Zumeist waren es doch die richtigen. Die Philosophie dahinter läuft oberflächlich nach dem Motto ab: Lieber ein Jahr früher, als sich ein Jahr zu spät von wichtigen Säulen und verdienten Spielern trennen.

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Eine Liebeserklärung an Bobby Wagner

Bobby Joseph Wagner. Im Jahr 2012 pickten die Seattle Seahawks den Middle Linebacker der Utah State University im NFL Draft an 47. Stelle. Warum Head Coach Pete Carroll und General Manager John Schneider hier in der 2. Runde zuschlugen? Weil sie in dem jungen Linebacker aus Kalifornien enormes Potenzial sahen – zurecht. Denn direkt nach seinem Wechsel vom College zu den Profis sicherte sich Wagner noch während seiner Rookie-Saison einen Stammplatz in der Defense. Ein Jahrzehnt später hat sich daran absolut nichts geändert, im Gegenteil. Als Pro Bowler, All-Pro und Super-Bowl-Champion nimmt Bobby Wagner schon anno 2021 unaufhaltsam Kurs auf die Pro Football Hall of Fame.

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Statistik der Woche: K.J. Wright – glänzend im Schatten von Bobby Wagner

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Wenn man Experten und Fans nach den wichtigsten Spielern in der Defense der Seattle Seahawks fragt, lauten die Antworten meist: FS Earl Thomas, LB Bobby Wagner, CB Richard Sherman, DE Michael Bennett oder SS Kam Chancellor.

Einen extrem wichtigen Spieler im Scheme der Seahawks vergisst man dabei gerne: K.J. Wright. Der Weak-Side Linebacker („Will“) wird oft übergangen, wenn es darum geht, die besten Verteidiger in Seattle zu küren. Wright spielt eine starke Saison und ist bei den Seahawks der zweite Spieler hinter Bobby Wagner, der kurz davor steht, die 100 Tackles-Grenze zu erreichen – und das, obwohl er sehr häufig in der Passverteidigung eingesetzt wird.

Gerade der erwähnte Wagner ist es, der dafür sorgt, dass Wright oft übersehen wird. Und das nicht im negativen Sinne – der Middle Linebacker ist dieses Jahr in herausragender Verfassung und erntet dafür meist die Lorbeeren. Aus diesem Grund widmen wir die Statistik der Woche diesmal K.J. Wright. Pro Football Focus (PFF) hat übrigens beide Spieler unter den Top 5 aller Linebacker in dieser Saison gelistet. Rang 3 für Wagner und Rang 4 für Wright.

Im Spiel gegen die Carolina Panthers in der Nacht von Sonntag auf Montag wurde K.J. Wright erneut vermehrt in der Passverteidigung eingesetzt. Er kam deshalb auch nur auf drei Tackles, doch durch seine gute Coverage ließ er bei drei Targets nur einen Catch von sieben Yards zu und kam dazu auf einen Pass Breakup. Abgerundet wurde Wrights gute Leistung vom Wochenende durch einen Forced Fumble, der von Cassius Marsh eingesammelt wurde. Diese Leistung brachte ihm eine Platzierung im PFF-Team der Woche. Er war ein entscheidendes Element einer dominanten Defense, die den Panthers das Leben schwer machte.

Seahawks-Linebacker K.J. Wright ringt Panthers-Quarterback Cam Newton zu Boden. (Bild: imago)

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In dieser Rubrik liefern wir Euch während der Saison einmal pro Woche eine Zahl, die das Spiel der Seattle Seahawks gut charakterisiert und analysieren, warum das der Fall ist. Sei es das Passer Rating von Russell Wilson, die Anzahl der zugelassenen Sacks der O-Line oder die Zahl der Tackles von Bobby Wagner – die Statistikverliebtheit im Ursprungsland des American Football bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich tiefgründiger mit der Materie zu befassen.

Ihr habt Daten/Werte/Stats, die unser Lieblingsteam Eurer Meinung nach gut beschreiben? Teilt es uns in den Kommentaren mit!

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