Mit dem letzten Pick der Seattle Seahawks im 2023er NFL Draft wählte das Frontoffice um Pete Carroll und John Schneider erneut einen Runningback an der Position 237. Erfreulicherweise ist es Kenny McIntosh, der zu der Zeit schon mit seinem Agenten am telefonieren war, um sich auf die Free Agency vorzubereiten. Die Seahawks gehen dabei mit einer großen Sammlung an Talenten auf verschiedenen Positionen aus dem Draft. Die Position des Runningback war dabei jedoch die einzige die doppelt im Draft adressiert wurde, ganz zum Wundern der 12s auf der ganzen Welt.
Doch bei genauerem Hinsehen macht gerade dieser Pick sehr viel Sinn. Nach den Abgängen von gleich zwei Runningbacks (Rashaad Penny und Travis Homer), sowie dem Verletzungspech der letzten Saison auf dieser Position, entschied das Front Office hier einen weiteren Pick im Draft zu investieren. Dadurch wird besonders die Position des 3rd-Down-Backs adressiert und dem dünnen Runningback-Room mehr Tiefe verliehen. Mit Kenny McIntosh und Zach Charbonnet in der zweiten Runde, ist dies definitiv gelungen.
Spätrundenpicks! Sie sind so ein wenig wie die Inhaltsstoffe auf Lebensmitteln – jeder weiß, dass es sie gibt, doch nur wenige setzen sich wirklich mit ihnen auseinander. Besonders problematisch wird es, weil es von unbekannteren Spielern wenig bis kaum frei verfügbares Videomaterial gibt. Bei unserem heutigen Spieler, Jerrick Reed, kommt auch noch hinzu, dass er Safety ist – also sieht man ihn aufgrund seiner tiefen Position auf dem Feld, die er meist außerhalb des Bildausschnittes einnimmt, auch so bereits weniger in den Aufzeichnungen.
Trotzdem habe ich mich für Euch (so gut es ging) in das vorhandene Tape und Scouting-Berichte von ihm reingefuchst und stelle den Sechstrunden-Safety der Seahawks nun etwas genauer vor. Spannend dabei ist die Frage, wie gut er den bereits stark besetzten Defensive Back-Room in Seattle ergänzt. (mehr …)
Als sich nach den ersten beiden Tagen Draft-Tagen etwas Ernüchterung im Fanlager der Seattle Seahawks breit machte, wurde am 3. Tag des NFL Draft 2023 sowohl in die Offensive, als auch in die Defensive Line investiert. Der letzte Pick in dieser Reihe war der von Center Olu Oluwatimi von Michigan. Drei Picks zuvor wurde Teamkollege Mike Morris gepickt, der sich sichtlich über Olus Auswahl freute.
Oluwatimi war dann auch der letzte Mann, der die noch verbliebende, zu adressierende Position in Seattles ausfüllt. Mit ihm findet ein äußerst spielintelligenter Spieler den Weg ins Team. Seine erstaunlichen Leistungen im letzten Jahr: eine Pass-Blocking-Rate von 98,4 % und kein einziger erlaubter Sack. Dies brachte Oluwatimi den Gewinn des Rimington Award (bester Center des Landes) und der Outland Trophy (bester Interior Linemen) ein. Die gesamte Offensive Line von Michigan gewann das zweite Jahr in Folge den Joe Moore Award für die beste Offensive Line im College Football – wenn das mal nicht vielversprechend ist …
Mit dem ersten Fünftrunden-Pick der Seattle Seahawks ging das muntere Aufstocken der Trenches weiter. Nachdem sowohl Defensive End Derick Hall, Guard Anthony Bradford und Defensive Tackle Cameron Young zuvor gepickt wurden, entschieden sich John Schneider, Pete Carroll & Co. für Mike Morris von den Michigan Wolverines.
Mit Mike Morris findet damit ein hochdekorierter College-Spieler den Weg nach Seattle. In den letzten beiden Jahren konnte er mit Michigan „The Game“ gegen Ohio State gewinnen und zog zweimal in Folge in die College Football-Playoffs ein. In der letzten Saison wurde er zusätzlich als bester Defensive Linemen seine Conference ausgezeichnet.
Groß war die Überraschung unter den meisten Fans, dass die Seahawks aus den ersten drei Runden des NFL Draft 2023 ohne Hilfe für die Interior Lines auf beiden Seiten des Balles gingen und dort damit nicht wirklich „Young“ wurden. So hatten bereits in der ersten Nacht viele ihr Geld auf Jalen Carter, den hochtalentierten Defensive Tackle von den Georgia Bulldogs gesetzt, doch das Front Office im VMAC hatte anscheinend zu große charakterliche Bedenken. Und als auch in der nächsten Nacht, in den Runden zwei und drei, lediglich in die Positionen des Edge Rushers und des Running Backs investiert wurde, kamen nicht wenige 12s ins Grübeln. Umso größer war dann allerdings die Erleichterung, dass in der vierten Runde, genauer mit Pick #123 endlich ein Defensive Tackle aufgerufen wurde. Sein Name: Cameron Young von Mississippi State.
Young stößt zu einer ausgedünnten Positionsgruppe hinzu, die in der Free Agency einige Abgänge zu beklagen hatte. Poona Ford erhielt keinen neuen Vertrag (und spielt jetzt bei den Buffalo Bills), Shelby Harris und Al Woods (der nun ein New York Jet ist) wurden aus Cap-Gründen entlassen. Hinzu kamen dagegen „nur“ ein alter Bekannter in Jarren Reed, sowie Free Agency-Kracher Dre’Mont Jones, den die Seahawks mit einem Dreijahresvertrag ausstatteten. Daher hat Cameron Young hier früh die Chance, Spielzeit zu ergattern und das auf einer Position, die im Vergleich zur letzten Saison ein ordentliches Upgrade sowohl im Pass Rush als auch gegen den Lauf gebrauchen kann.
Mit dem Ende der Russell Wilson Ära ist auch die Zeit vorbei, in dem die Seahawks jedes Jahr im Draft die eigene Offensive Line gefühlt sträflich vernachlässigt haben. Schließlich war dieser Trend schon letzte Saison absehbar, als Seattle mit Charles Cross und Abraham Lucas ordentlich in Sachen Bodyguards für den Quarterback investierte. Und in der neuen Saison wird jetzt auch noch Anthony Bradford von den LSU Tigers aus Baton Rouge, Louisiana, diese Positionsgruppe verstärken.
An #108 in der vierten Runde des NFL Drafts 2023 von der am Puget Sound beheimateten Franchise gezogen, trifft er dort viele bekannte Gesichter aus seinem College wieder: Zuallererst ist da natürlich sein alter LSU-Teamkollege Damien Lewis zu nennen. Der wird gemeinsam mit Phil Haynes als Starter auf den Positionen des linken und rechten Guards in der O-Line erwartet. Doch auch der vielseitige Bradford dürfte im Rennen um einen Job in der Startformation sein. Und die beste Voraussetzung dafür ist, dass er von Beginn an ein gutes Gefühl hatte, wenn es um den Standort Seattle ging. „Die Leute und die Kameradschaft rund um das Gebäude“, gaben ihm nach eigenen Angaben im Rahmen seines ersten Besuches einen guten Eindruck davon, was bald sein Wohn- und Arbeitsplatz darstellen wird: der pazifische Nordwesten der USA.
Viele12s dachten sich beim vierten Pick der Seahawks, dass sie diesen Namen schon mal gehört haben. Nein, die Rede ist hier nicht von der bekannten Weißweinsorte Chardonnay, sondern dem neuen Running Back der Seattle Seahawks, Zach Charbonnet. Nachdem der Name mit dem 52. Pick verkündet wurde, fragten sich viele Seattle-Anhänger, die natürlich alle auf O-Line bzw. D-Line-Picks gehofft hatten, warum es ausgerechnet ein Zweitrunden-Pick für einen Running Back sein musste. Doch dieser Pick macht bei genauerem Hinsehen viel Sinn und bestätigt die Arbeit im Vorfeld des Drafts von Head Coach Pete Carroll und General Manager John Schneider.
Nach den Abgängen von gleich zwei Running Backs (Rashaad Penny und Travis Homer), sowie dem Verletzungspech der letzten Saison auf dieser Position, entschied das Front Office hier einen frühen Pick zu investieren. Dadurch sollte Kenneth Walker III mehr Hilfe gegeben und dem dünnen Running Back-Room mehr Tiefe verleihen werden. Mit Zach Charbonnet und einem weiteren Pick (Kenny McIntosh) in einer späteren Runde ist dies definitiv gelungen.
Das Ziel der Seattle Seahawks im NFL Draft 2023 war ganz klar: die Lines – sowohl offensiv als auch defensiv – verstärken. Und obwohl sich viele 12s hier schon am ersten Draft-Tag einen Pick in Richtung D-Line erhofft hatten, erhörte das Front Office ihre „Hilferufe“ knapp 24 Stunden später mit der Auswahl von Derick Hall. Mit Pick #37 sicherte sich die Franchise aus dem Pacific Northwest den Defensive End der Auburn Tigers.
Wegen der Entlassungen von Shelby Harris und Al Woods, sowie der Nicht-Verlängerung von Poona Ford, stand für die Seahawks vor dem Draft eher die Verstärkung der inneren Defensive-Line im Hausaufgabenheft. Diese Baustelle wurde auch noch beackert, keine Sorge, allerdings erst ab der vierten Runde am dritten Draft-Tag. In der Zwischenzeit hatten sich John Schneider und Pete Carroll wie erwähnt die Dienste von Hall gesichert, der sich damit in die lange Liste von Pass Rushern, wie Bruce Irvin, Frank Clark, L.J. Collier oder Darrell Taylor einreihen darf. Denn alle diese Spieler lotste das Management-Duo seit 2010 im Draft zu den Seahawks.
Die Seattle Seahawks haben meinen langersehnten Wunsch endlich erfüllt. Nachdem die letzten Jahre die Rolle des dritten Receivers immer wieder vakant oder notdürftig besetzt war, wählte man in der ersten Runde Jaxon Smith-Njigba von Ohio State. Smith-Njigba ging als erster Wide Receiver in einer, zugegeben, eher durchschnittlichen Klasse vom Draft-Board. In dieser Klasse fehlten die echten Nr. 1-Receiver und auch das absolute Top-Talent. Für die Rolle des Slot-Receivers, wie es Smith-Njigba einer ist, fanden sich aber einige Talente. Eines davon schließt sich nun dem Team aus dem Staate Washington an.
Der erste Pick der Seattle Seahawks im Draft 2023 in der Stadt des amtierenden Super Bowl Champion, Kansas City erfolgte an 5. Postition und es wurde Devon Witherspoon! Selten genug, dass die Hawks so früh auf der Uhr sind und dann auch noch nicht hinunter traden. Viele hatten sich einen Quarterback gewünscht, andere einen Defensive Linemen – doch es wurde zur Überraschung (fast) aller ein Cornerback von den Fighting Illini aus Illinois.
Seitdem das Duo Pete Carroll und John Schneider die Geschicke an der Pazifikküste führen, wurde noch KEIN Cornerback in den ersten zwei Runden des Drafts gepickt. Spötter mögen sagen: Gut, es gab einfach selten genug frühe Picks und Richard Sherman oder Tariq Woolen waren (späte) Draft-Steals und dennoch: Shaquill Griffin war an Position 90 der früheste Pick auf dieser Position. Diese beiden muss also einiges beeindruckt haben am jungen Corner aus Pensacola, Florida. Ob er sich an Seattle gewöhnen kann, wurde er kurz nach seinem Pick gefragt? Seine Antwort: Ich komme aus Florida, da regnet es oft, man! Beste Voraussetzungen für eine optimale Karriere im nasskalten Nordwesten?
Free Agency in der NFL oder die Offseason, die die Geduld aller Football-Fans Jahr für Jahr auf die Probe stellt. Denn dass aktuell keine Football-Spiele stattfinden, bedeutet jedoch nicht, dass keine großen Entscheidungen in der Liga bevorstehen. Ganz im Gegenteil: Das NFL-Kalenderjahr endet am 14. März 2023. Dementsprechend können vertragslose Spieler mit Beginn der Free Agency am 15. März 2023 bei neuen Teams anheuern. Wie immer stehen die Franchises also vor der Frage: Verlängern oder ziehen lassen? Mit dem neuen Vertrag für Geno Smith haben John Schneider und Co. das bereits größte Offseason-Fragezeichen beantwortet. Doch Geno wäre nicht der einzige Free Agent der Seahawks gewesen, über den die 12s sprechen sollte!
Zeit also, für die German Sea Hawkers gemeinsam einen Blick auf die relevantesten vertragslosen Spieler zu werfen und zu prüfen, inwiefern ein Festhalten an jeden Spieler individuell sinnvoll ist.