Recap: Regular Season 2018 (Week 4) – Seahawks @ Cardinals

Mit dem 20:17-Auswärtssieg gegen die Arizona Cardinals konnten die Seattle Seahawks ihre Bilanz auf ein 2-2-0 verbessern und liegen nun auf dem zweiten Rang in der Division. Wir blicken auf den teuer erkauften Sieg und sagen Euch was gut und was weniger gut lief. Dazu geben wir einen kleinen Einblick, was das Team in der kommenden Woche erwartet.

Positiv:

Laufspiel: Obwohl Chris Carson nicht rechtzeitig fit wurde, konnte Seattle auf ein erfolgreiches Running Game zurückgreifen. Mike Davis war der zweite Runningback in Folge, der auf 100 Yards zu Fuß kam. Genaugenommen waren es 101 Yards und dafür brauchte er 11 Laufversuche weniger als Carson in der Vorwoche und kam damit auf starke 4,8 Yards pro Lauf. Von den durchschnittlichen Zahlen war Rookie Rashaad Penny noch erfolgreicher und kam auf 5,4 Yards pro Lauf bei 9 Versuchen. Das rundete Russell Wilson mit vier Läufen für insgesamt 21 Yards noch ab.

Verteidigung gegen den Lauf: Ließ die Defense in der Vorwoche noch etliche Yards gegen die Cowboys zu, hatte man den vielseitigen David Johnson wesentlich besser im Griff. Johnson erzielte in 22 Versuchen nur 71 Yards und dabei waren auch viele Läufe für keinen oder wenig Raumgewinn dabei. Diese Stärke war vor allem im letzten Drive der Cardinals sehr wichtig, denn hier agierte die Offense sehr vorsichtig und so mussten die Cardinals ein Field Goal aus 45 Yards versuchen, welches nicht rein ging und den Seahawks somit eine gute Position für den finalen Drive ermöglichte.

SS Bradley McDougald: McDougald wird immer mehr zur Turnover-Maschine, auch in diesem Spiel konnte er sich einen Fumble sichern und damit den Seahawks eine gute Starting Position ermöglichen, durch ein verschossenes Field Goal konnte man daraus zwar leider kein Kapital schlagen. Jedoch wird McDougald nach dem Saisonaus von Earl Thomas noch wichtiger sein, da er jetzt einen unerfahrenen Safety neben sich haben wird.

Neutral:

K Sebastian Janikowski: Der Routinier durchlebte einen abwechslungsreichen Arbeitstag. Zum Glück in der richtigen Reihenfolge, in der ersten Halbzeit verschoss der Pole zwei Field Goals aus 38 und 52 Yards. In der zweiten Halbzeit macht er es dann besser und verwandelte aus 40 und 52 Yards. Das zweite verwandelte Field Goal war mit Ablauf der Uhr und so konnte Seattle den knappen Sieg sichern.

Passverteidigung: Je länger die Partie dauerte, umso besser kam Rookie Josh Rosen ins Spiel und konnte bei seinem einzigen Passing Touchdown ziemlich locker über das Feld marschieren. Doch es waren auch vereinzelt gute Plays, vor allem von Nickelback Justin Coleman, Earl Thomas und Bradley McDougald zu sehen. Insgesamt aber doch eine durchwachsende Leistung der Pass Defense gegen einen Rookie Quarterback in seinem ersten Start.

Negativ:

Pass Rush: Durch die Ausfälle von Dion Jordan und Rasheem Green lag die Hauptlast für den Pass Rush auf den Schultern von Frank Clark. Das erste Mal in dieser Saison hatte Clark keinen Sack in einem Saisonspiel und so hatte Rosen doch einiges an Zeit um den Receivern Zeit zu verschaffen ihre Routen zu laufen. Am Ende hatten die Seahawks einen Sack durch Jarran Reed, der eigentliche Run Stopper entwickelt sich immer mehr zu einer Gefahr bei Passing Downs und hat in vier Spielen jetzt soviel Sacks wie davor in zwei ganzen Spielzeiten.

3rd-Down Conversions: 10 Third Downs hatte Seattle im Spiel gegen die Cardinals und davon konnte man keins zu einem neuen First Down verwandeln. Oft gingen die Pässe von Wilson bis kurz vor die neue First Down Markierung und man erhoffte sich somit, dass die Receiver die notwendigen Yards noch selber erreichen, doch das Tackling der Cardinals ließ es nicht zu.Insgesamt war das Playcalling wieder mal sehr ausbaufähig, fraglich ob sich das unter dem aktuellen OC nochmal ändert.

Verletzungen: Wieder mal in Arizona, im letzten Jahr verletzten sich Kam Chancellor und Richard Sherman und machten danach nie wieder ein Spiel für Seattle. Bei Earl Thomas wird es sich vermutlich ähnlich entwickeln, denn Thomas brach sich beim Passing Touchdown der Cardinals das Bein und wird die Saison vermutlich nicht mehr spielen. Im ersten Viertel hatte Seattle noch einen schmerzhaften Ausfall, denn mit Rookie Tight End Will Dissly fiel noch ein Spieler aus und das vermutlich auch für die komplette Saison, zumindest war es damals so bei Jimmy Graham als dieser sich einen Patellasehnenriss zuzog.

Ausblick:

Arizona war ein Pflichtsieg, wenn gleich es ein dreckiger war. Aber wie sagt man so schön: Die dreckigen Spiele muss man gewinnen. Während das im deutschen Fußball öfter für den Rekordmeister gilt, passt es hier ganz gut zu den Seahawks. Der zweite Platz in der Division steht Seattle gut, auch wenn er zum jetzigen Zeitpunkt sicher etwas glücklich ist.

Mit den Rams steht nun der große Favorit der Division auf dem Spielplan – und Glück wird den Seahawks am kommenden Sonntag wohl kaum noch helfen. Los Angeles steht bei 4-0 und hat besonders in der Offensive die Erwartungen mehr als erfüllt. Mit dem Ausfall von Earl Thomas wird diese Aufgabe noch schwerer. Umso wichtiger wäre es, die Pass Rusher Jordan und Green zur Verfügung zu haben, denn so gut wie Rams-Quarterback Jared Goff bisher auch spielt, hat er immer noch Schwächen, wenn er unter Druck steht.

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