Nach dem zweiten Preseason Spiel in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei den Tennessee Titans mag der ein oder andere Seahawks-Fan womöglich enttäuscht von der knappen 15:16-Niederlage sein. Das Ergebnis spielt schlussendlich jedoch keine Rolle, ist schnell wieder vergessen und ohne Kontext ohnehin nur wenig aussagekräftig. Backups durften sich beweisen, Chemie zwischen Mitspielern wurde geschaffen und Neues ausprobiert. Dabei hat die Organisation immer das Ziel vor Augen, die richtigen Entscheidungen für die kommende Saison zu treffen und sich spielerisch bestmöglich vorzubereiten. Folgend soll das Spiel daher in einen Kontext gebracht und interessante und erkenntnisreiche Beobachtungen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) geteilt werden.
Titans am Start, Falle für die Seahawks gesetzt. Wie bereits in unserer Preview auf das Spiel gegen Tennessee prognostiziert, erwartete die Truppe von Head Coach Pete Carroll ein enges Duell in der Music City. Denn mit QB Ryan Tannehill als Starter, gefühlt einem guten Dutzend Verletzten und RB Derrick Henry im Backfield präsentierten die Gastgeber eine Mischung, gegen die sich Seattle gerade in der Vergangenheit immer schwer getan hat.
Week 16 oder Heiligabend! So heißt es für die Seattle Seahawks am 24. Dezember, wenn sie auswärts im Nissan Stadium auf die Tennessee Titans treffen. Und dass der Arbeitsausflug nach Nashville wieder von Playoff-Hoffnungen begleitet wird, liegt vor allem am überraschenden Heimsieg gegen die Philadelphia Eagles in Week 15. Angeführt von Backup-QB Drew Lock legten die Männer vom Puget Sound hier im vierten Viertel ein furioses Comeback hin. Dass der Primetime-Held einen Tag vor Weihnachten noch einmal die Zügel der Seahawks-Offense in die Hand nimmt, ist allerdings ausgeschlossen. Denn im Duell mit den Titans ist am Sonntag wieder QB Geno Smith am Zug.