See A Hawk 2026: Julian Neal

See a Hawk 2026 NFL Draft Julian Neal

© IMAGO/Brent Soule

„Ein Seahawk durch und durch!“ So beschreibt Seahawks-General Manager John Schneider den 99. Pick des diesjährigen NFL-Drafts, Cornerback Julian Neal. Doch wer ist dieser CB, der aus dem College von Arkansas kommt? Wird er die ideale Ergänzung zu Devon Witherspoon oder der Ersatz für den abgewanderten CB Riq Woolen? Al Pick Nr. 99 der 2026er-Rookie-Klasse „gehörte“ er ursprünglich dem dem Draft-Gastgeber aus Pittsburgh. Für Julian Neal gingen die Seahawks also drei Plätze zurück und sicherten sich von den Steelers zusätzlich Pick Nr. 216. Und dann konnten Schneider und Head Coach Mike Macdonald endlich: „Willkommen auf der Darkside!“ zu Julian Neal sagen.

Was genau macht Julian Neal aber aus und warum hat der amtierende Super Bowl-Champion ihn so früh im NFL-Draft 2026 ausgewählt? Das und noch mehr beantworten wir euch in diesem Artikel. In der Rubrik „See A Hawk“ stellen wir in den kommenden Tagen die Draft-Neuzugänge der Seattle Seahawks etwas genauer vor.

Julian Neal, Cornerback

Kurzinfos:

  • Alter: 23 Jahre (12. Februar 2003)
  • College: Arkansas Razorbacks (2025)
  • Größe: 1,88 cm
  • Gewicht: 92 kg
  • Draft: 3. Runde, Pick #99

College-Statistiken (2024):

  • Spiele: 12 (alle als Starter)
  • 2 Interceptions
  • 55 Tackles
  • 2 Tackles for loss
  • 10 Pass-Breakups

Werdegang von Julian Neal

Julian Neal, geboren in San Francisco, Kalifornien, startete seine College-Karriere bei Fresno State. Dort verbuchte er zwischen 2021 und 2024 30 Einsätze, ehe er kurzzeitig zu Stanford transferiert wurde, nur um gewissermaßen direkt danach zu den Razorbacks nach Arkansas weitergeschickt zu werden. Neal gilt als Spätzünder, und bevor er sich auf die Position des Cornerbacks festlegte, spielte er in der High School Defensive End, Wide Receiver und eben Cornerback.

Videoanalyse zu Julian Neal

Als möglicher Nr. 3-Corner ins Seattles Defense und als Ersatz für Riq Woolen sprechen seine physische Präsenz und sein Wille zum Tacklen. „I am going to hit something“: Das sagte Neal über Neal selbst bei der Draft-Pressekonferenz und beschrieb sich dabei ganz bescheiden als DEN physisch stärksten Cornerback im gesamten Draft-Jahrgang. PFF wertet ihn mit einer Gesamt-Analyse von 79,5.

Neal spielte bei Fresno State ursprünglich auch Safety, sodass er fest auf Cornerback wechselte. Auffallend ist ebenfalls, dass er verletzungsbedingt im College kein Spiel verpasste.

Größte Stärke von Julian Neal

Die größte Stärke von Neal ist kaum zu übersehen, denn seine Arme sind enorm lang und seine Tacklings sitzen, sodass er gegen den Lauf stark verteidigt. Die Fähigkeit, „hart“ zu spielen, dürfte sich somit mit der Philosophie von Cheftrainer Mike MacDonald ergänzen. Zusätzlich spielt er stark in der „Man-Coverage“ und die Analysten bescheinigen ihm gute „Ballskills“, sobald das Spielgerät in der Luft ist.

In Arkansas verteidigte Neal Outside, Slot sowie die Box und ist damit ideal für Defensivkoordinatoren, wenn es darum geht, Flexibilität zu bekommen. Neal fühlt sich dann am wohlsten, wenn sein Team „Zone Coverage“ spielt, und er dürfte sich zunächst in der Rotation einordnen, mit der Möglichkeit, auf Sicht Starter zu werden.

Größte Schwäche von Julian Neal

Die Fähigkeit, das Spiel zu lesen und zu analysieren, und dabei notwendige Justierungen zu machen, dürfte sein größtes Entwicklungspotenzial abbilden. Einmal auf einen Weg, eine Route festgelegt, ändert er seine Laufwege nicht mehr und der Gegner ist auf und davon. Hier müssen die Coaches ansetzen, sonst können findige Gegner die Gelegenheiten zum Big Play förmlich riechen. Entwicklungsmöglichkeiten sind also da, allerdings gilt es dazu auch noch Neals technische Fähigkeiten zu verbessern.

Fazit zu Julian Neal

Julian Neal: Es scheint ein 1:1-Ersatz für Riq Woolen zu sein. Nicht nur von den beschriebenen Fähigkeiten, gleich ob Stärken oder Schwächen, oder gar der Position. Doch unterscheidet er sich darin, dass er Tacklings annimmt statt sie abzulehnen und in puncto Verletzungsanfälligkeit deutlich stabiler ist. Ebenso wenig bekannt ist, dass der 23-Jährige unnötige Flaggen kassiert und damit sein Team schwächt. Assistant Head Coach Leslie Frazier sagte ihm im Vorfeld des Draftes, „er sei ein kommender Seahawk“. So kam es dann jetzt auch, und im VMAC glaubt man an ihn und Julian Neals Anlagen decken sich mit der Spielphilosophie des Teams. Was seine Schwächen betrifft: Es ist noch kein Ballhawk vom Himmel gefallen …