Statistik der Woche: Justin Britts Bedeutung für die Offensive Line

Justin Britt wurde vor zwei Jahren in der 2. Runde des NFL Draft als Offensive Guard gedrafted. Auf dieser Position konnte er trotz zahlreicher Einsätze nicht dauerhaft überzeugen und so machte ihn Offensive Line-Trainer Tom Cable in diesem Jahr zum Center. Bis zum Sonntag bei den Tampa Bay Buccaneers absolvierte Britt jedes Spiel als Starter und Kopf der O-Line. Anfangs war diese wacklig, wie man es schon aus den vergangenen Jahren gewohnt war. Doch Mitte der Saison hatte sich auch diese neue Formation besser aufeinander abgestimmt und schaffte es, Quarterback Russell Wilson besser zu schützen.

Wie groß war der Anteil Justin Britts daran? Manchmal wird die Bedeutung eines Spielers erst deutlich, wenn dieser fehlt. In Abwesenheit von Britt schaffte es die Offensive Line nicht mal annähernd, Wilson zu beschützen oder Freiräume für die Runningbacks frei zu blocken.

In dem Spiel gegen die Buccaneers war Wilson bei mehr als 50% seiner Dropbacks unter Druck und schafft es diesmal nicht, dann noch gut zu spielen. In diesem 23 Plays unter Druck erreichte Wilson eine Completion-Rate von lediglich 23,1% (3 von 13 Pässen kamen an). In der Vorwoche mit Britt hatte Wilson aber dennoch eine Completion-Rate von 56,4%. Zudem wurde er gegen Tampa sechs mal gesacked. Hier wird die Leistung von Justin Britt erkennbar. Dieser schafft es sehr gut, den Druck an der Line of Scrimmage zu erkennen und in Absprache mit seinem Quarterback Anpassungen vorzunehmen. Diese Kommunikation mit seinem Center fehlte Russell Wilson diesmal.

https://twitter.com/JustinBritt68/status/803998232716029952

Der Ersatz von Britt, Rookie Joey Hunt, lieferte individuell keine schlechte Leistung ab ließ auch nur ein QB Hurry zu. Doch die Abstimmung mit seinen Mitspielern, besonders mit Germain Ifedi war schlecht. Der Right Guard war durch die Mitte für drei der sechs Sacks verantwortlich. Gegenseitige Unterstützung der O-Liner war Fehlanzeige. Die Rückkehr von Justin Britt wäre sehr wichtig, denn bei den Carolina Panthers spielen ähnlich gute Defensive Tackles.

Die O-Line der Seattle Seahawks war am Sonntag bei den Tampa Bay Buccaneers oft überfordert. (Bild: imago)

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In dieser Rubrik liefern wir Euch während der Saison einmal pro Woche eine Zahl, die das Spiel der Seattle Seahawks gut charakterisiert und analysieren, warum das der Fall ist. Sei es das Passer Rating von Russell Wilson, die Anzahl der zugelassenen Sacks der O-Line oder die Zahl der Tackles von Bobby Wagner – die Statistikverliebtheit im Ursprungsland des American Football bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich tiefgründiger mit der Materie zu befassen.

Ihr habt Daten/Werte/Stats, die unser Lieblingsteam Eurer Meinung nach gut beschreiben? Teilt es uns in den Kommentaren mit!

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