Seahawks Offense auf dem Feld! So wird es auch im Super Bowl LX kommen, wenn das Team von Head Coach Mike Macdonald auf die New England Patriots trifft. Doch worauf kommt es hier eigentlich an? Was haben Seahawks-QB Sam Darnold und Co. im vierten Super Bowl der Franchise-Geschichte gegen die Verteidigung aus Boston zu bieten? Und worauf müssen die 12s achten, wenn ihre Offense sich am Sonntag in Santa Clara gegen die Defense der Patriots auf dem Weg zur Lombardi-Trophy beweisen muss?
In der Vorbereitung auf das Spiel aller Spiele in wenigen Tagen, wagen wir bei den German Sea Hawkers einen Blick auf die Matchups, um Euch auch gerade auf den Gegner aus New England vorzubereiten. Und das gleich auf mehreren Kanälen: zum einen im Ballhawks-Podcast und auch hier auf der GSH-Website.
Seahawks Offense: O-Line vs. Patriots D-Line
Laut Pro Football Focus (PFF) treffen im Super Bowl anno 2026 die auf dem 15. Platz gerankte O-Line gegen die auf der gleichen Position gesetzte D-Line der abgelaufenen NFL-Saison aufeinander. Auf dem Papier also ein ausgeglichenes Matchup, aber wenn die 12s genauer hinschauen, dann treten doch stellenweise Unterschiede zutage. So wurde die O-Line der Seahawks im Draft durch den 1st-Round-Pick Grey Zabel verstärkt. Der Alleskönner, welcher am College bei den North Dakota State Bisons auch Tackle gespielt hat, war in Seattle schon von Tag 1 an eine Verstärkung.
Er und OT Charles Cross sichern in der Seahawks Offense die linke Seite der O-Line und damit auch die Blindside ab. Und weil auf der anderen Seite der Line mit RT Abe Lucas ein weiterer Topspieler die andere Flanke absichert, ist Seattle hier plötzlich ausgezeichnet aufgestellt.
Die beiden Schwachstellen in der Seahawks-O-Line sind tendenziell auf Center (Jalen Sundell) und Right Guard (Anthony Bradford). Denn beide sind in den Top 10 der zugelassenen Quick Pressures durch gegnerische Defensive Tackles diejenigen, die am drittmeisten (Bradford) und achtmeisten (Sundell) auf ihrer Position kassiert haben! Das Problem dabei: Auf der anderen Seite warten bei den Patriots mit den DT’s Christian Barmore und Milton Williams zwei Spieler, die in der Top 5 sind, wenn es darum geht, eben diese Pressures zu kreieren.
Most quick pressures among DT this season, including playoffs (@NextGenStats):
1. Jeffery Simmons – 26
2. Chris Jones – 24
3. Zach Allen – 15
3. Christian Barmore – 15
5. Milton Williams – 14
5. Jalen Carter – 14Notable Seahawks OL quick pressures allowed:
Anthony Bradford…
— NFL Researcher (@NFL_Researcher) January 28, 2026
Dabei sind Barmore und Williams gerade bei Passing Downs am gefährlichsten und werden die Seahawks Offense im Super Bowl LX durch die Mitte angreifen wollen. Gegen das Run Game aus Seattle kommt bei den Patriots dann noch NT Khyiris Tonga dazu, wodurch sie hier genau das Gleiche machen wollen wie Macdonald’s Defense: eine Wand gegen das Laufspiel in der Mitte bilden.
Seahawks Offense: Run Game vs. Patriots Run Defense
Auf diese Wand muss die Seahawks Offense dann eben im Run Game aufpassen. Dort nutzt Seattle in diesem Jahr vermehrt ein Outside-Zone-Scheme, was besonders RB Ken Walker III hervorhebt. Aber gelegentlich streut OC Klint Kubiak hier auch einen Inside-Zone-Run oder einen Power- und Duo-Run ein. Durch den Ausfall von RB Zach Charbonnet (Kreuzbandriss) wird K9 im Laufspiel noch mehr Snaps bekommen. Unterstützung bekommt er dabei aber jetzt von RB George Holani, der sich im letzten Spiel gegen die LA Rams schon gut einbrachte.
ALL EYES ON HIM. 55 yards to the house @Kenneth_Walker9 🗣️
📺: @NFLonPrime pic.twitter.com/I5qAjTWtfi
— xz* – Seattle Seahawks (@Seahawks) December 19, 2025
Sollte das Laufspiel der Seahawks aber gegen die Patriots nicht so gut wie in den letzten Spielen funktionieren, so werden Seattles Running Backs wohl auch im Kurzpassspiel zu finden sein. Hier treffen sie dann auf die Linebacker der Patriots, welche neben den Edge-Rushern eine Schwachstelle der Patriots Defense sein könnten. Denn Starting-MLB Robert Spillane ist angeschlagen und fraglich für den Super Bowl.
In der Verteidigung gegen das Run Game war New England in der Regular Season das sechstbeste Team, mit 1.729 zugelassenen Yards und 101,7 Yards per Spiel. In den Playoffs konnten sie die Yards pro Spiel aber auf 71,3 Yards drücken. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass es gegen die LA Chargers und die Houston Texans ging, zwei Teams mit starken Problemen in der O-Line und im Run Game.
Seahawks Offense: Passing Game vs. Patriots Passing Defense
Im Passspiel kommt es für die Seahawks Offense natürlich auch im Super Bowl wie schon die gesamte Saison auf die Combo aus Sam Darnold und WR Jaxon Smith-Njigba an. Denn die Patriots sind das zweitschlechteste Team, wenn es um die Verteidigung des besten Receivers des Gegners in diesem Jahr angeht! Und das, obwohl die bei den CB’s Christian Gonzales und Carlton Davis III Topsieler auf ihrer Position sind und die Linebacker der Patriots ihrerseits die Tight Ends in Coverage voll unter Kontrolle haben.
Your NFL leader in receiving yards 👑 pic.twitter.com/gScN2SuRNC
— xz* – Seattle Seahawks (@Seahawks) January 5, 2026
Schließlich konnten die gegnerischen TE’s in der Regular Season gegen New England nur 971 Yards erzielen. Im Schnitt sind das etwa 18 Yards pro Spiel. Im Gegenzug konnten die Receiver gegen die Patriots insgesamt 2.014 Yards erzielen. Zudem ist auch der Pass Rush des Teams von Cheftrainer Mike Vrabel nicht der stärkste, weil sie gegen die Offensive Tackle nicht viel ausrichten können. Daher sind von der Patriots Defense mehr Stunts zu erwarten. Und zudem ist auch OLB Harold Landry III fraglich für den Super Bowl, weil er schon die letzten Spiele verletzt nicht mitwirken konnte.












