Recap: Regular Season 2016 (Week 7) – Seahawks @ Cardinals

In der Nacht zum Montag trafen die Seattle Seahawks in der Wüste auf den Divisonsrivalen aus Arizona. Wir analysieren die verrückte Partie im Rückblick und berichten über positive, neutrale und negative Aspekte.

Scoring:

week 7/16 Scoring

Positiv:

  • Unentschieden: Was mir zuerst einfällt – die Seahawks haben nicht verloren. Das dürfte das Positivste sein, was man aus dem Spiel rausholen kann.
  • Defensive: Stop, das Zweite was man natürlich nicht vernachlässigen darf: die großartige Leistung der Defense, die Arizona bei sechs Punkten halten konnte – klasse!
  • Cliff Avril: Seit mehreren Spielen in bestechender Form, was er leistet ist reif für den ProBowl. 2,5 Sacks stehen für ihn zu Buche, insgesamt nun 6,5 in der Saison.
  • Bobby Wagner: Auch er setzt seine Leistung aus der Vorwoche fort, mit zwölf Tackles ganz vorne im Ranking dabei, Hut ab. Sahnehäubchen der geblockte Field Goal Versuch von ihm.
  • K.J. Wright: Unser Linebacker ist Mister Zuverlässig der Woche: Zehn Tackles, damit ist er auf die Saison gesehen bei 52 Combined Tackles und somit auf persönlichem Rekordkurs – der liegt bei 116, aufgestellt in der vergangenen Saison.
  • Special Teams: Sowohl die Field Goal-Verteidigung als auch das Spiel gegen den Punt klappte hervorragend: ein geblockter Fieldgoal Versuch und ein eroberter Punt waren die Beute!

Neutral:

  • Stephen Hauschka: Normalerweise eine Bank, versemmelte er dieses Mal den möglichen Game Winner. Da er aber zweimal sicher traf, ist die Gesamtleistung bei neutral einzustufen.
  • Russell Wilson: 24/37 Versuchen für 225 Yards klingen nicht so schlecht – allerdings war hier auch die Overtime eingerechnet. Deshalb sein Spiel diesmal maximal durchwachsen – auch sein Laufspiel ist fast nicht mehr existent. Man merkt ihm an, dass er einfach noch nicht wieder der Alte ist seit der/den Verletzung/en.

Negativ:

  • Offensive Line: Zwar wurde unser QB nur einmal gesacked, aber die Rushing-Unit der Cards konnte immer wieder Druck auf Wilson ausüben. Das war nichts dieses mal. War es nicht der Sack, gab es eine Holding-Strafe für die Line oder Wilson warf den Ball unter Druck ins Aus.
  • Strafen: Auch zwei Tage danach treibt es mir noch die Zornesröte ins Gesicht. Man denkt, die Jungs haben es endlich kapiert – dann gehts gleich drei Schritte zurück – soviele unnötige Strafen (10 für 90 Yards Raumverlust!) gabs schon lange nicht mehr. Damit wurden die insgesamt 130 Yards Raumgewinn fast wieder zunichte gemacht.
  • Play Calling: Auch hier wieder ein deutlicher Rückschritt: Es wurde immer wieder versucht, mit kurzen Pässen zum Erfolg zu kommen – mittlere und lange Bälle? So gut wie Fehlanzeige. Auch, weil keine Zeit in der Pocket vorhanden war. Ein Dilemma.
  • Running Game: Je länger die Saison dauert, desto mehr fällt auf, wie sich das Laufspiel im Jahr eins nach Beastmode geändert hat. Auf der einen Seite spielt es nur noch zweite Geige, auf der anderen Seite wird aktuell nicht mal mehr gut genug geblockt. So würde es auch Thomas Rawls schwer haben. Christine Michael kann an der Stelle kein Vorwurf gemacht werden, denn er macht das meiste aus jedem Lauf.

Gegen den Divisionsgegner Nummer eins nicht zu verlieren ist das was bleibt. Insgesamt gibt es aber jede Menge zu tun. Allem voran bedeutet das, Konstanz zu entwickeln, speziell was das Offensivspiel angeht. Am kommenden Wochenende reisen die Seahawks nach New Orleans, wo es gegen Drew Brees und die Saints geht.

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