Recap: Regular Season 2014 (Week 17) – Rams @ Seahawks

Um wie im vergangenen Jahr aus eigener Kraft die NFC West-Krone zu gewinnen, benötigten die Seattle Seahawks am letzten Spieltag einen Sieg über die St. Louis Rams. Das Hinspiel in St. Louis wurde verloren und so ging das Team gewarnt in die Begegnung.

Wie erwartet war es am Ende ein hartes Stück Arbeit gegen ein gutes Rams-Team. Der St. Louis-Defense muss an dieser Stelle Respekt gezollt werden. Im Bezug auf die letzten neun Spiele stellten die Rams die zweitbeste Defense in der Liga nach Punkten gegen sich.

Eine starke D-Line sowie ein guter Game Plan haben unserer Offense das Leben sehr schwer gemacht. Insbesondere Left Guard James Carpenter und Center Patrick Lewis wurden das ein oder andere Mal von Aaron Donald & seinen Kollegen herumgeschubst. Ebenfalls fiel auf, dass die Rams Russell Wilson sehr gut in der Pocket halten konnten und somit seine Scrambling-Fähigkeiten unterbanden. Dass dies gelang, lag vor allem an James Laurinaitis, der sehr häufig als QB-Spy (ein Defense-Player, der den QB „covert“) fungierte.

Neben der gute Leistung der Rams-Defense hat sich die Offense das Leben aber auch selber schwer gemacht. Russell Wilson warf eine Interception, die klar auf seine Kappe ging und Marshawn Lynch verlor einen Ball in der eigenen Hälfte.

So kam es dazu, dass unsere Offense zum ersten Mal seit Oktober 2011 in Cleveland in der 1. Halbzeit keine Punkte auf das Scoreboard bringen konnte.

Glücklicherweise konnten wir wieder auf unsere Defense zählen. Sie war ein weiteres Mal der Hauptgrund für den letztendlichen Sieg und somit den Gewinn der NFC West sowie des wichtigen Heimrechts in den kommenden Playoffs(pielen). Die Leistung dieser Defense kann im Grunde nicht hoch genug bewertet werden. Wieder wurden nur sechs Punkte im gesamten Spiel zugelassen und das wahrscheinlich auch nur, weil die Offense sowie die Special Teams für schlechte Field Possession verantwortlich waren. So startete der Rams-Drive der zum 0:3 führte an der Mittellinie und der Drive zum 0:6 an der Seattle 34 Yard Line. Hielt die Defense die Seahawks in der 1. Halbzeit im Spiel, gewann sie es in der 2. Halbzeit.

Beim Stand von 6:6 zu Beginn des 4. Viertels fing DT Jordan Hill, der wieder eine hervorragende Leistung ablieferte, einen Pass von Shawn Hill ab (den dieser eigentlich nur wegwerfen wollte) und bereitete den ersten Seahawks-Touchdown (Lynch) des Spiels vor. Keine drei Minuten Später forcierte MLB Bobby Wagner einen Fumble, bei dem der Ball direkt in die Arme von Bruce Irvin fiel und dieser einen TD erzielen konnte. Innerhalb von fünf Minuten wurde so aus einem 6:6 ein 20:6.

Das wichtigste Play im ganzen Spiel machte aber wohl Free Safety Earl Thomas. Mensch, war das ein Play an der eigenen Goalline. Da fehlten nur Millimeter zum Rams-TD, bevor Thomas dem Rams-Receiver den Ball aus den Fingern schlug.

Injury Report:

Leider gab es so kurz vor den Playoffs weitere Verletzte zu beklagen. Ein Glück, dass die Seahawks ein spielfreies Wochenende haben, bevor sie im Januar wieder ran müssen. Am schlimmsten hat es wohl SS Jeron Johnson getroffen, der sich kurz vor Spielende den Ellbogen auskugelte. Zudem hat es auch DT Jordan Hill erwischt. Er bekam einen Schlag auf das Knie und verbrachte das Ende des Spiels am Spielfeldrand. Insbesondere der Ausfall von Hill wäre eine herbe Schwächung für unsere D-Line. Vor allem nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Brandon Mebane zeigt Hills Leistungskurve nach oben. Vor der Saison sollte er hauptsächlich Clinton McDonald ersetzen, der nach dem Gewinn des Super Bowls nach Tampa Bay gewechselt war. Mit seinen fünfeinhalb Sacks hat er nun die gleiche Anzahl an Sacks auf dem Konto, wie letztes Jahr McDonald.

Pete Carroll sagte am Montag, dass sowohl Johnson als auch Hill am 10. Januar eventuell spielen können. Die kommende Bye Week sehr hilfreich.

Fazit:

Mit dem Sieg über die Rams und einem Record von 12-4 schließen die Seattle Seahawks die Regular Season mit ab und sicheren sich zum dritten Mal in der Franchise-Geschichte Homefield Advantage in den Playoffs. In den beiden Malen zuvor bedeutete dies jeweils die Teilnahme am Super Bowl.

Mit unserer Defense können wir uns berechtigte Hoffnungen machen, dieses Ziel auch beim dritten Mal zu erreichen. Das Team kann sich in dieser Woche zurücklehnen und auf den kommenden Gegner warten. Fest steht bereits, dass es in der Nacht vom 10. auf den 11. Januar um 2.15 Uhr zum Duell gegen die Panthers, Cardinals oder Lions kommen wird. Auch dann werden die Seahawks bereit sein und Seattle wird wieder brennen – genau wie vor einem Jahr.

Go Hawks!


Beitragsbild von Gordon Currie – Graphic Designer.

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