Recap: Regular Season 2014 (Week 15) – 49ers @ Seahawks

Nachdem die Seattle Seahawks an Thanksgiving den ersten Auswärtssieg in San Francisco seit 2008 feiern konnte, gewannen sie am Sonntag auch das Rückspiel in Seattle gegen die 49ers mit 17:7. Zum ersten Mal seit 2007 gewannen die Seahawks somit beide Regular Season-Spiele gegen den Erzrivalen aus der Bay Area. Mit einem Record von 10:4 und der Schützenhilfe der Bills, die ihr Spiel gegen die Packers überraschend gewannen, haben wir wieder eine realistische Chance auf den Top Seed in der NFC. Bevor wir uns in den nächsten Tagen mit den Playoffs beschäftigen, blicken wir aber zurück auf das Spiel vom vergangenen Sonntag und die Leistungen der einzeln Units.

Offense

Die Offense hatte insbesondere zu Beginn des Spiel wieder ihre Probleme und machte sich das Leben mit unnötigen Penaltys selbst schwer. Zwei Beispiele:

  • Im ersten Drive kassierte Left Guard James Carpenter eine False Start-Penalty, aus 3rd & 5 wird 3rd & 10 und im anschließenden Play wird Russell Wilson von Ahmad Brooks gesacked. Punt.
  • Der dritte Drive ist vielleicht noch ein besseres Beispiel. Bei 1st & 10 an der SF 30 Yard Line fängt Paul Richardson einen Pass für 22 Yards. Leider kassiert Right Tackle Justin Britt eine Holding Penalty, das Play wird zurückgepfiffen. Zwei Plays später kassiert Left Tackle Russell Okung die nächste Strafe – False Start. Daraus resultiert weitere zwei Plays später ein 3rd & 17 an der SF 37 Yard Line. Im besagten Play wird Russell Wilson an der 39 Yard Line gesacked und der Drive endet mit einem Punt statt an der gegnerischen 8 Yard Line.

Insbesondere der dritte Drive zeigt, dass die Offense durchaus in der Lage ist den Ball über das Spielfeld zu bewegen, wenn sie es schafft, Penaltys zu vermeiden. Leider sind vor allem die vermeidbaren Pre-Snap Penaltys ein Problem, das uns bereits in der ganzen Season verfolgt und uns (hoffentlich nicht) irgendwann schaden wird bzw. bei den vier Niederlagen bereits geschadet hat.

Run2

WR Paul Richardson fing gegen die 49ers seinen ersten Touchdown für die Seahawks. (Bild: M. Länge)

Das Laufspiel rund um Marshawn Lynch war in der 1. Halbzeit kaum zu sehen. Dies lag zum einen an der schwachen Leistung der O-Line als auch am Play Calling von OC Darrell Bevell. Nur sechs Running Plays sind zu wenig. In Halbzeit zwei sah es wesentlich besser aus. Die O-Line machte einen solideren Job und Beast Mode bekam wesentlich mehr Spielanteile. Von seine 91 Yards erlief er 76 in der 2. Halbzeit. Wieder einmal zeigte sich, wie wichtig ein funktionierendes Running Game für unsere Offense ist.

Russell Wilson, der übrings mit 34 Siegen in seinen ersten drei Spielzeiten einen neuen QB-Rekord aufstellte, hatte keinen spektakulären Tag, aber leistete sich auch nur einen kapitalen Fehler, der am Ende danke Robert Turbin unbestraft blieb. Mir ist immer noch nicht klar, warum Pete Carroll kurz vor der Pause nicht das Field Goal schießen lässt. Zum Glück endete das Play „nur“ in einer Interception, die nicht zum Touchdown zurück getragen wurde.

An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an Paul Richardson, der im 4. Viertel seinen ersten NFL-Touchdown fing und damit das Spiel vorzeitig entschied. Generell scheint es so, dass Wilson immer mehr Vertrauen in die Fähigkeiten von Richardson hat und diesen häufiger anwirft.

Defense

Was soll man zu unserer Defense noch großartig schreiben?

Auch wenn die 49ers zu Beginn des Spiels einige gute Läufe hatten, kontrollierte die Seahawks-Defense die Partie nach belieben. So erzielte SF in der 2. Halbzeit nur 67 Yards Raumgewinn und überquerte nicht ein einziges Mal unsere 35 Yard Line.

Dass die Defense zurzeit eine derart gute Leistung bringt, liegt unter anderem am Aufwärtstrend von unserem Pass Rush. In den letzten vier Spielen erzielte die Defense 16 Sacks. Nicht nur Michael Bennett, Cliff Avril und Bruce Irvin machten von außen Druck auf Kaepernick, sondern auch DT Jordan Hill setze ihm ordentlich zu. Hill machte wohl sein bisher bestes Spiel als NFL-Profi.

Special Teams

Catch1

Bryan Walters kehrte als Punt Returner zurück lieferte die Vorarbeit zum zweiten Seahawks-Touchdown. (Bild: M. Länge)

Diese Woche müssen wir nicht viele Worte zu den Special Teams verlieren. Jon Ryan hielt alle Bälle fest und zeigte bei allen vier Punts solide Leistungen. Bryan Walters kehrte als Punt Returner zurück und hatte ein guten Return für 19 Yards, der schlussendlich den Touchdown zum 17:7 vorbereitete. Kicker Steven Hauschka hatte für seine Verhältnisse einen ruhigen Arbeitstag und verwandelte den einzigen Field Goal-Versuch  aus 38 Yards sicher.

Injury Report

Left Tackle Russell Okung verletzte sich beim Versuch den Interception Return zu stoppen und musste noch während des Spiels ins Krankenhaus gebracht werden, da er Blut spuckte. Kurz nach Spielende gab es aber bereits Entwarnung und Okung konnte das Krankenhaus noch am selben Tag verlassen. Dennoch wird er wohl mindestens ein bis zwei Wochen und damit die restliche Regular Season verpassen.

Außerdem hat sich Tight End Tony Moeaki an der Schulter verletzt. Wie schlimm es ist und ob er im wichtigen Spiel gegen die Arizona Cardinals eingesetzt werden kann, wird sich erst im Laufe der Woche herausstellen.

Go Hawks!

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