Kopfsache: Schütz Deinen Kopf!

Jeden Tag kommt es in Deutschland zu Verletzungen beim Sport. Während die Lage bei Bänderdehnungen und Knochenbrüchen – Eis drauf oder direkt zum Arzt – recht eindeutig ist, werden Kopfverletzungen noch recht zurückhaltend diagnostiziert und behandelt. Zum einen, weil derartige Blessuren nicht immer von außen erkennbar oder zu ertasten sind, zum anderen, weil Vorgaben für die akute Behandlung oft fehlen. Die Hannelore Kohl Stiftung hat es sich mit der “Schütz Deinen Kopf”-Initiative zum Ziel gesetzt, aufzuklären und zu fördern, indem sie Infomaterial für Betroffene, Eltern, Trainer und Mediziner zur Verfügung stellt und in die Forschung investiert.

Viele Verbände und Vereine verwenden für die Früherkennung von Kopfverletzungen inzwischen einen Fragebogen, der zur Benutzung von medizinischem Fachpersonal  am Spielfeldrand von der “Concussion in Sport”-Gruppe entwickelt wurde. Der sogenannte SCAT-Verfahren (SCAT3/SCAT5) ermöglicht, anhand von wenigen einfachen Fragen das Vorhandensein und die Schwere einer Gehirnerschütterung möglichst genau zu bestimmen.

Eine Maßnahme, von der auch der American Football in Deutschland Gebrauch macht:

Hier das in Deutschland verwendete Modell als GIF (Download SCAT5 hier möglich):

Die Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen, um Tabus rund um das Thema Kopfverletzungen zu brechen. Die Stiftung unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bis heute konnten rund 30 Millionen Euro aus Spendenmitteln für über 675 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Jedes Jahr erleiden rund 270.000 Menschen Schädel-Hirn-Traumata, knapp die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Dank der medizinischen Fortschritte kann vielen von ihnen geholfen werden.

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