CHIBears
34 : 17 Endstand
SEASeahawks
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Regular Season 2026 (Week 8) – Bears @ Seahawks

Avatar von Jonas Meister

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Seattle Seahawks Chicago Bears NFL Regular Season 2026 Week 8 Recap

Week 8 auf der Uhr und einfach immer weitermachen. Nach einigen bitteren Spielen gelang den Seattle Seahawks in Week 7 der NFL-Saison 2026 mit dem Heimsieg gegen die Kansas City Chiefs ein vermeintlicher Befreiungsschlag. Während die Dark Side-Defense gegen das Team von Patrick Mahomes ihr Ding machte und für eine historische Niederlage sorgte, stand etwas mehr als eine Woche später das nächste Primetime-Matchup mit einer weiteren Top-Offense im Lumen Field an.

Zu Gast am Puget Sound in Week 8 waren nämlich die Chicago Bears mit Offense-Genie und Head Coach Ben Johnson sowie seinem Spielmacher, QB Caleb Williams. Ähnlich wie die Seahawks, hatte sich die Truppe aus der Windy City unter der Woche namenhaft verstärkt. Allerdings in der Defense mit DT Jeffrey Simmons, der für zwei First-Round- und einen Fourth-Round-Pick von den Titans kam.

Unter dem Flutlicht in Seattle kam es für ihn so zum direkten Duell mit dem Top-Neuzugang der Hausherren, OG Quenton Nelson. Der mehrfache All Pro und Ex-Colt sollte dabei nicht nur QB Sam Darnold beschützen, sondern auch Wege für die beiden wiedergenesenen RBs Zach Charbonnet und Jadarian Price freiblocken.

In der folgenden Recap zeigen wir Euch die Highlights und die Top-Spieler des Spiels, geben unsere Eindrücke weiter und ziehen ein Fazit.

Die Highlights des Spiels:

Was sollen wir zum besten Receiver der NFL gegen eine der schlechtesten Secondaries der Liga noch sagen, außer: JSN TD!

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Wenn DeMarcus Lawrence nach der Saison in Rente geht, dann werden die 12s ihn auch wegen dieser forcierten Turnover vermissen!

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Der alte Mann und der Ball: Cooper Kupp schafft es auch mit über 30 Jahren noch, Pässe in der Endzone zu fangen.

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Die Recap zum Spiel:

Nach dem Spiel gegen die Chiefs war die Hoffnung bei den 12s groß, dass sich die Offense leistungstechnisch gefangen hatte und in Week 8 einen erfolgreichen Neustart hinlegen würde. Doch das, was die Unit von Coordinator Brian Fleury in der ersten Halbzeit zeigte, war, sagen wir mal, ausbaufähig. Am Ende standen 26 Rushing Yards und 2 Receiving Yards auf alle Spieler, die nicht WR Jaxon Smith-Njigba waren. Die Würfe von Darnold waren oft nicht gut platziert, Anspielstationen waren nicht offen und das Laufspiel ging über die rechte Seite der O-Line. Also dort, wo Quenton Nelson nicht war.

Die Bears ihrerseits fielen defensiv hauptsächlich mit einer schmutzigen Spielweise auf. Alleine in den ersten zwei Drives der Seahawks verpassten die Schiedsrichter zwei üble Hits gegen Sam Darnold, aber es kann ja nicht jeder QB am Ende Patrick Mahomes heißen. Defensiv hielt die Unit von Cheftrainer Mike Macdonald gerade das gefürchtete Laufspiel der Gäste aus Chicago in Schach. Dagegen zeigte sich die Passverteidigung oft zu „weich“ und ließ so einfache Würfe von Williams auf seine Receiver, teilweise auch weiter das Feld runter, zu.

Und leider setzte sich dieser Trend aus der ersten Halbzeit auch im zweiten Spielabschnitt auf beiden Seiten des Balles für die Gastgeber fort. Denn die Bears glänzten nach wie vor mit ihrer ausgezeichneten Johnson-Offense, die gegen eine an diesem Tag nicht so gut aufgelegte Macdonald-Defense kaum etwas anbrennen ließ. Zwar bekamen die Seahawks in diesem Top-Spiel in Week 8 dank eines forcierten Fumbles von DE DeMarcus Lawrence noch einmal ein kurzes Feld und zogen durch einen kurzen Touchdown von WR Cooper Kupp noch einmal auf drei Punkte ran.

Doch danach kontrollierte Chicago offensiv weiter das Spiel, setzte eine absolut gescheitert scheinende Seahawks-Offense in der Defense unter Druck und forcierte eine unglückliche Interception von Darnold. Und mehr war dann da auch nicht bis zum 17:34-Endstand drin.

Die Top 3-Spieler des Spiels:

  • Seahawks-WR Jaxon Smith-Njigba: Das JSN auch in Week 8 nach wie vor die Offense der Seahawks trägt, ist zum einen Ausdruck seiner absoluten Extraklasse und auf der anderen Seite auch die Tatsache, dass die Abteilung Attacke aus Seattle massivste Probleme hat. Die Zahlen am Ende: JSN – 6 Catches, 118 Yards und ein TD, der Rest der Seahawks-Receiver – 11 Catches, 70 Yards und ein TD.
  • Seahawks-CB Nehemiah Pritchett: An einem Tag, an dem die Defense der Seahawks ausnahmsweise einmal gegen eine herausragende Offense nicht so gut drauf war, stach Prichett mit einem starken Pass-Breakup, guter Coverage und guter Special Teams-Leistung heraus.
  • Seahawks-LS Chris Stoll: Die Tatsache, dass wir hier bei den Top-3-Spielern schon bei den Special Teams suchen müssen, sagt viel über die Qualität dieses Spiels aus. Das Chris Stoll an dieser Stelle genannt wird, hat sich der Long Snapper aber einfach einmal verdient, da er, anders als etwa K Jason Myers, über die gesamte Saison bislang absolut fehlerfrei ist.

Das Zitat des Spiels:

  • „Credit to those guys. They had a plan and executed it on a high level.“ Seahawks-QB Sam Darnold auf der Pressekonferenz nach dem Spiel über die gut vorbereitete Defense der Bears, die ihn und seine Offense in Week 8 vor unüberwindbare Probleme stellte.

Das Fazit:

Für alle 12s, die nach Week 8 auf der Suche nach ihrem Super Bowl-Champion sind, denen sei gesagt: Den suchen wir auch! Gerade offensiv ist die Leistung der Seahawks im Moment absolut indiskutabel. Dabei sollten wir uns nicht von einem guten Spiel gegen die Chiefs blenden lassen, aber es ist mehr als klar, dass Bryan Fleury einfach nicht für seinen Job als Offensive Coordinator geschaffen zu sein scheint. Hier muss Mike Macdonald ein Machtwort als Cheftrainer sprechen und Taten folgen lassen, die er sich 2024 mit Ryan Grubb vielleicht noch nicht getraut hat.

Dass die Seahawks in dieser Saison wieder um den Super Bowl mitspielen, steht nach dem Spiel gegen die Bears für mich außer Frage. Auch die Playoffs sind in dieser Form angesichts der Stärke der NFC schon fast außer Reichweite. Hier kann die Führungsebene also gerne einmal „experimentieren“ und sich mit Jake Peetz sowie Justin Outten intern auf der Offensive Coordinator-Position ausprobieren.

Und natürlich rufen jetzt auch viele nach dem Cut von Sam Darnold nach der Saison. Das ist verständlich, doch welche Optionen gibt es hier? Keine. Darnold hat über zwei Jahre in Minnesota und in Seattle unter erfahrenen Koordinatoren bewiesen, dass er fast ohne Probleme in einer gesicherten Offense 14 Spiele in einer Saison und sogar einen Super Bowl gewinnen kann. Diesen Championship-Quarterback nach nur einer halben Saison unter einer überforderten Offense-Führung direkt in Frage zu stellen, wenn der Draft und der Rest der QBs in der NFL so schwierig aussehen, ist extrem fahrlässig und kurzsichtig. In diesem Sinne: Auf in den Rest der Saison und gute Nacht!

Ausblick: In Week 9 spielen die Seahawks am 8. November 2026 im heimischen Lumen Field gegen die Arizona Cardinals, mit dem Kickoff um 22.25 Uhr.