2026 Seahawks Offense Preview: Was blüht in Seattle mit Brian Fleury?

Brian Fleury Seahawks Offense 2026

© seahawks.com

Als Titelverteidiger starten die Seattle Seahawks als Jäger und Gejagte in die neue Saison. Dabei gibt es auf und neben dem Platz wieder einige Veränderungen. Offensive Coordinator Klint Kubiak übernimmt bei den Las Vegas Raiders seinen ersten Head Coach-Posten in der NFL und wurde durch den ehemaligen 49ers-Assistententrainer Brian Fleury ersetzt.

Dieser bringt natürlich seinen eigenen Spielstil für die Seahawks Offense und seine eigenen Ideen mit. Dabei sollen auch einige neue Gesichter auf dem Platz helfen. Wer füllt welche Lücke? Welcher Spieler startet neu durch? Nach dem ersten Preseason-Spiel gibt es natürlich noch einige Fragezeichen. Deshalb schauen wir uns Seattles „neue“ Offensive für 2026 einmal genauer an.

Seahawks Offense 2026 – Brian Fleurys Ideen

Dass die Seahawks Offense unter Fleury in der NFL-Saison 2026 vermehrt auf das Laufspiel setzt, kommt den Seahawks natürlich gelegen. Wäre da nicht der Verlust von Kenneth Walker III, dem RB-Nr. 1, zu verkraften. Das „Workhorse“ hinterlässt in Seattle im wahrsten Sinne des Wortes eine große Lücke, die es zu füllen gilt. Die Seahawks haben sich daher im Draft mit dem jungen Running Back Jadarian Price verstärkt. Die Idee dahinter könnte wie folgt aussehen: Price macht die Meter und der zuletzt verletzte Zach Charbonnet die Punkte in Form von Touchdowns. Eine Aufgabenteilung, die Price bereits aus dem College bei Notre Dame bestens kennt.

Dazu nutzte Brian Fleury in seiner Zeit an der Bay auch die Möglichkeiten im Bereich der Tight Ends. Zwar waren die Niners mit George Kittle dabei bestens aufgestellt, doch holte Fleury auch hier das Maximum heraus. In Seattle findet er einerseits TE AJ Barner, der sich gut entwickelt hat, und andererseits den noch jungen TE Elijah Arroyo, der bislang noch nach seiner Form und seinem Platz sucht. Und wo wird der neue OC Wege finden müssen, beide Tight Ends gewinnbringend ins Spiel einzubauen und sein Scheme umzusetzen.

Seahawks Offense 2026 – Breakout-Jahr für …

Das beste Szenario für die Seahawks Offense wäre, wenn sich Rasheed Shaheed als Nr. 2-Receiver hinter WR Jaxon Smith-Njigba etablieren würde. Mit seiner Vielseitigkeit und Unberechenbarkeit könnte er den Gegnern Kopfzerbrechen bereiten und die Lasten in der Offensive besser verteilen.

Veteran-WR Cooper Kupp wird nicht jünger, ist aber verlässlich da, wenn er gebraucht wird. Eine andere Möglichkeit wäre eine wichtigere Rolle für den ebenfalls noch jungen Wide Receiver Tory Horton, der lange mit Verletzungen zu kämpfen hatte und dessen Geschwindigkeit für die gegnerischen Verteidiger eine Herausforderung darstellen könnte. Allgemein dürfen wir davon ausgehen, dass Brian Fleury bewährte Ideen und Ansätze umsetzt und eigene Ansätze einbringt.

Seahawks Offense 2026 – Seahawks Sam oder Ginger Jesus: Darnolds Rolle

Der Erfolg der Seahawks Offense im vergangenen Jahr rührte auch daher, dass Klint Kubiak seinem Quarterback Sam Darnold vertraute. Das klingt einfach, aber genau das fehlte Darnold in seinen vorigen Stationen, insbesondere in New York. Kubiak kannte Darnolds Stärken und setzte auf Kontinuität, und die hieß: Darnold zu JSN.

Nun ist es auch hier wieder von Vorteil, dass Fleury, wenn auch nur kurz, mit Sam Darnold bei den 49ers zusammengearbeitet hat und somit seine Stärken und Schwächen kennt. Darnold ist nicht der auffälligste Quarterback. Er steht nicht für Harakiri oder die meisten Punkte in Fantasy Football. Aber er führt aus, was seine Coaches sehen wollen. In Seattle gelang es ihnen (größtenteils), dass Darnold seine Fehler und Turnover minimierte. Was Darnold weiterhin benötigt, ist eine starke Anspielstation im Backfield. Diese Lücke wurde geschlossen. Entlastung über die Tight Ends? Daran wird gearbeitet. Anspielstationen auf den Receiver-Positionen? Mehr als genug. Und die Protection?

Seahawks Offense 2026 – Die Offensive Line: Der nächste Schritt vorwärts?

Ein weiterer wichtiger Grund dafür, dass die Räder der Seahawks Offense ineinandergreifen, ist die Offensive Line. In der Vergangenheit wurde hier viel investiert, unter anderem mit den First Round-Picks von OT Charles Cross oder G Grey Zabel. Und so wird die O-Line der Seahawks von Jahr zu Jahr besser und ist stabil. So ließ Zabel bei 1.050 Snaps in seiner Rookie-Saison 2025 lediglich zwei Sacks zu. Ein fast schon elitärer Wert für einen NFL-Neuling.

Dazu ist auch Cross‘ Bedeutung für den Erfolg nicht zu übersehen, insbesondere was die Protection der Blindside von Darnold angeht. Insgesamt ließ Seattles O-Line 2025 nur 27 Sacks zu und stand im Bereich Pass Blocking hier auf Rang 12 in der NFL sowie beim Run Blocking auf Rang 8. Es wäre also noch etwas Luft nach oben.

Fazit zur Seahawks-Offense 2026:

Offensichtliche Bedürfnisse der Seahawks Offense wurden in der 2026er Offseason adressiert, hauptsächlich durch den Abgang von RB Ken Walker. Fleurys Ideen passten im ersten Vorbereitungsspiel gegen die Dallas Cowboys noch nicht ganz, doch wer sich die Detailversessenheit und den Plan des neuen Offense Coordinators ansieht, erkennt schnell, dass er genau weiß, was er tut. GM John Schneider und HC Mike Macdonald haben einen langfristigen Plan für das Team, den Titel zu verteidigen, wird angesichts der Konkurrenz in der eigenen Division schon schwer genug. Dennoch darf man sich wieder auf „echten“ Seattle Football freuen, und die DNA des Teams bleibt erkennbar.