SEASeahawks
14 : 17 Endstand
DENBroncos
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Recap: Regular Season 2026 (Week 6) – Seahawks @ Broncos

Avatar von Jonas Meister

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Seattle Seahawks Denver Broncos NFL Regular Season 2026 Week 6 Recap

Week 6 in der NFL Saison 2026 stand an und damit ein Auswärtsspiel für die Seattle Seahawks. Keine fünf Tage nach der schmerzhaften Niederlage gegen die San Francisco 49ers stand in Denver das Primetime-Matchup mit den Broncos an. Für das Team von Head Coach Mike Macdonald war es dabei wichtig, den Anschluss an den NFC West-Rivalen aus der Bay Area zu halten, und so zählte nur ein Sieg.

Im Empower Field at Mile High waren die Seahawks auf jeden Fall darauf angewiesen, dass die Offense um QB Sam Darnold wieder zur sicheren Form der Spielzeit 2025 fand. Gegen die Top-Defense der Broncos wäre Seattle hier vor Week 6 eigentlich nicht gut aufgestellt gewesen, doch gerade in der Secondary musste Denver mit CB Patrick Surtain und S Talanoa Hufanga (beide Knöchel) auf zwei absolute Eckpfeiler verzichten. Macdonald musste dagegen in der Defense nur LB Drake Thomas (Knöchel) ersetzen, während die Rückkehr von RB Zach Charbonnet (Knie) in der Offense eine weitere Woche warten musste.

In der folgenden Recap zeigen wir Euch die Highlights und die Top-Spieler des Spiels, geben unsere Eindrücke weiter und ziehen ein Fazit.

Die Highlights des Spiels:

Jason Myers in der dünnen Luft von Denver mit dem Kick aus 55 Yards zur Führung für die Seahawks.

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Eigentlich war George Holani schon an der Golline gestoppt, doch dank eines Schubsers von Eric Saubert, spazierte er zum Touchdown in die Endzone.

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Die Recap zum Spiel:

Für Pessimisten war der Start ins Spiel der Seahawks eher eine Bestätigung, als ein Dämpfer ihres Narrativs. Im ersten Drive bekam QB Sam Darnold fast ständig Druck, wurde zweimal gesacked und es stand ein Punt. In der Folge bekam dann auch Seattles Defense in diesem Week 6-Spiel überhaupt keinen Zugriff auf die Offense um Broncos-QB Bo Nix. Kurze Pässe und gerade Denvers Laufspiel taten besonders der D-Line um die DTs Byron Murphy und Leonard Williams keinen Gefallen. So standen im ersten Spielabschnitt zwei Rushing-TDs für die Hausherren durch die RBs JK Dobbins und RJ Harvey.

Offensiv bekam Darnold seinerseits kaum etwas hin, was aber nicht nur an ihm lag. Neben seinen Pässen passt auch das Playcalling von OC Brian Fleury nicht mit zu vielen durchschaubaren Run Plays und ineffizienten Routen der Receiver. Ohne Hufanga und Surtain musste hier aber auch der Broncos-Defense ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Ein unglücklicher Fumble von WR Rashid Shaheed tat zudem sein Übriges für den Rückstand zur Halbzeit.

In der Halbzeit schien Macdonald die richtigen Worte für seine Defense gefunden zu haben. Bis zum Ende des Spiels ließ sie gerade einmal 30 Yards zu. Das hieß auch, dass die Offense der Seahawks in Week 6 mehrfach die Chance bekam, das Spiel zu drehen. Doch Fleury konnte einfach nicht aus seiner Haut. Immer wieder war WR Jaxon Smith-Njigba die Antwort. Mehr gab es nicht. Wenig ineffizientes Run-Game, kaum Anspielstationen außer JSN und Druck ohne Ende auf Darnold durch eine löchrige O-Line.

Dass Seattle es am Ende in Overtime schaffte, lag eher an Glück als an Könner-Playcalling. RB George Holani fand die Endzone an der Goalline, obwohl er eigentlich gestoppt war, und Shaheed fing die 2-Point-Conversion nur dank eines tipped Balls. Dass Sam Darnold vor dem Ausgleich durch K Jason Myers eine Interception warf, ging auch nicht voll auf die Kappe des Spielmachers. In der Verlängerung war es dann wieder, sagen wir, „schwieriges“ Playcalling und eine zweite Interception, die den Broncos ein kurzes Feld und am Ende ein einfaches Field Goal zum Sieg verschaffte.

Die Top 3-Spieler des Spiels:

  • Seahawks-WR Jaxon Smith-Njigba: JSN oder nichts. Das war auch die Seahawks-Offense in Week 6. 16 Mal visierte Sam Darnold seinen angeschlagenen und frustriert wirkenden Nr. 1-Playmaker an und der fing teilweise in Doppeldeckung 12 Pässe für 134 Yards. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
  • Seahawks-S Nick Emmanwori: Seattles Schweizer Defense-Taschenmesser war wieder überall, was gerade nach einer schwachen ersten Halbzeit der Unit von Mike Macdonald beruhigend zu sehen war. Am Ende hatte Eman 7 Tacklings, 2 QB-Hits, 1 Tackle for Loss und 1 Sack, der die Seahawks-Offense überhaupt in die Lage brachte, am Ende der regulären Spielzeit schnell den Ball wieder zu bekommen und den Ausgleich zu machen.
  • Seahawks-K Jason Myers: Ja, Myers verpasste in der ersten Halbzeit knapp ein Field Goal. Aber die Schuld größtenteils auf dem Kicker abzuladen, wenn die Offense in 30 Minuten Spielzeit nur in der Lage ist, drei Punkte zu scoren, ist auch zu einfach. Ansonsten blieb Seattles Kicker bei zwei weiteren Field Goals sowie bei Kickoffs fehlerfrei.

Das Zitat des Spiels:

  • „Overall we put ourselves in a position to win the game, so we have to finish.“ Seahawks-DT Leonard Williams mit seiner einfachen aber treffenden Einschätzung, warum Seattle erneut ein Spiel knapp verlor.

Das Fazit:

Ist das der berühmte Super Bowl-Hangover? Wenn die 12s sich in Week 6 die Offense ihrer Seahawks anschauten, dann ist das fast unumgänglich zu sagen. Ja, die Defense präsentierte sich in der ersten Halbzeit wenig elitär, riss sich aber im dritten sowie im vierten Spielabschnitt auf dem gewohnten Championship-Level (minus dem Pass Rush).

Aber was im „Angriff“ von Seattle abgeht, ist nur schwer mit anzuschauen. Klar wird die Schuld mit auf Darnold geschoben, aber am Ende ist es ganz klar Brian Fleury, der seinem Quarterback fast nichts außer JSN an die Hand gibt, um erfolgreich zu sein. Kein Laufspiel, eine schlechte O-Line in Pass Protection und Play Calls, die am Ende auf das „Sicherheitsventil“ Smith-Njigba hinauslaufen. Dieser Trend ist so nicht zu halten und wenn Mike Macdonald eine mittlerweile nach Week 6 fast schon verlorene Season noch retten will, ist die Frage, ob er gelernt hat.

Und zwar aus der Spielzeit 2024, in der der Cheftrainer lange an seinem Offensive Coordinator Ryan Grubb festhielt und ihn nach der Saison entließ. Ob er jetzt das Fleur-Experiment vorzeitig beendet, bleibt abzuwarten. Der Zeitpunkt wäre nicht schlecht. Denn bis zum nächsten Spiel sind jetzt fast anderthalb Wochen Zeit und mit Jake Peetz oder Justin Outten warten zwei passende Männer im offensiven Coaching-Staff. Schließlich sind beide schon länger in Seattle, kennen daher das Team und haben anders als Fleury bereits Plays in der NFL gecallt.

Ausblick: In Week 7 spielen die Seahawks am 26. Oktober 2026 um 1.20 Uhr im heimischen Lumen Field Sunday Night Football gegen die Kansas City Chiefs.