Week 4 in der NFL! Um 22:25 Uhr deutscher Zeit waren die Los Angeles Chargers rund um Star QB Justin Herbert im Lumen Field zu Gast. Während die Chargers (0-3) denkbar schlecht in die Saison gestartet sind und zum Siegen verdammt waren, um doch noch die Playoffs zu erreichen, ging es für die Seahawks (2-1) darum, zu zeigen, dass die überraschende Niederlage gegen die Washington Commanders in Week 3 nur ein Ausrutscher war.
Neben dem Langzeitverletzten RB Zach Charbonnet fiel bei den Seahawks auch noch Rookie RB Jadarian Price verletzt aus. Wieder dabei war dafür der in Week 3 schmerzlich vermisste S Julian Love. Bei den Chargers fehlte hingegen S Derwin James.
Auch im Hause Harbaugh dürfte man die Partie eng verfolgen: Chargers Head Coach Jim Harbaugh trifft auf einen Sohn Jay, der die Special Teams bei den Seahawks coacht.
Die Highlights des Spiels:
Erstes Play, erste Interception! LB Drake Thomas mit dem Pick!
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Pick Nummer Zwei: LB Ernest Jones fängt einen Pass von QB Justin Herbert ab!
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Wenn alle RBs verletzt sind…macht es eben WR Rashid Shaheed!
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Die Entscheidung! Ex-Charger Uchenna Nwosu mit dem Game Winning Sack!
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Die Recap zum Spiel:
Nach dem sehr ereignisreichen Start, bei dem jeweils die ersten Pässe von QBs Justin Herbert und Sam Darnold von der gegnerischen Defensive abgefangen wurden, entwickelte sich ein von Strafen, Unkonzentriertheiten und unnötiger Spannung geprägtes Spiel. Und auch neue Saisonbestwerte wurden aufgestellt – allerdings im negativen Sinne: Mit 30 Strafen für insgesamt 180 Yards wurde die bisherige „Bestmarke“ in dieser Saison deutlich übertroffen.
Offensiv fiel bei den Seahawks das Laufspiel ins Auge, das ähnlich wie in Week 2 gegen die Cardinals in Ansätzen funktionierte. Eie Backup RBs Wilson und Holani mehrmals im Backfield für Raumverlust gestoppt, vor allem Wilson konnte mit einigen Läufen für guten Raumgewinn jedoch einen positiven Eindruck lassen. Insgesamt haben die Seahawks 138 Rush Yards erzielt – zweitbester Wert in der noch jungen Saison. Dennoch konnte man phasenweise erkennen, welche Möglichkeiten das Laufspiel auch im Play-Action-Passspiel eröffnet und wie sich neu OC Brian Fleury die Offensive im Vakuum vorstellt.
Apropos Passspiel: Das sah in einigen Momenten durchaus gut aus – vor allem in den Phasen des Spiel, in denen auch über den Lauf etwas ging. 168 Yards für 2 Touchdowns und eine Interception waren es am Ende für QB Sam Darnold. Dennoch ließ sich Darnold in einigen Momenten von der Chargers Defensive unter Druck setzen und traf infolgedessen schlechte Entscheidungen oder wurde ungenau. Nur 3 von 12 zu einem neuen First Down konvertierte 3rd Downs sehen nicht nur auf dem Papier schlecht aus.
Insgesamt fehlt in dieser Offensive einfach noch die Play für Play Konstanz, um ein Spiel kontrollieren zu können und der gegnerischen Mannschaft nicht unnötig viele Ballbesitze zu geben.
Auf der defensiven Seite des Balles sah es schon anders aus. Über drei Viertel hinweg hatte man das Gefühl, dass die Defensive keinerlei Zweifel daran aufkommen lassen wollte, wer das Spiel gewinnen würde. Doch als die Chargers zum Ende des Spiel ihre Aufholjagd starteten, weil das vor der Saison hochgelobte Duo aus QB Justin Herbert und Neu-OC Mike MacDaniel erstmals stark performte, fand die Verteidigung nur bedingt Antworten und ließ ungewohnterweise einige Big Plays zu.
Down für Down war die Verteidigung jedoch gewohnt dominant, setzte Chargers QB Herbert mit dem Pass Rush unter Druck oder zwang ihn mit (simulierten) Blitzes zu Fehlern. Doch durch die Big Plays stehen am Ende über 300 zugelassenen Yards und 23 kassierte Punkte von einer Offensive, die im bisherigen Saisonschnitt nicht einmal 15 Punkte erzielte.
Einen erheblichen Teil dazu beigetragen haben auch die vielen unnötigen Strafen, die Drives immer wieder am Leben hielten und den Chargers neue Chancen gaben. Gerade die diversen Unnötige Härte Fouls, die auf Undiszipliniertheit beruhen und 15 Yards für die Gegner bedeuten, haben mehrfach Drives der Chargers Offensive verlängert.
Alles in allem ein solider Auftritt der Seahawks. Die Offensive sah okay aus, die Defensive stark. Wenn die Seahawks jedoch von nun an jede Woche 14 Strafen für 150 Yards kassieren, wird es vermutlich schwer, weitere Spiele zu gewinnen.
Die Top 3-Spieler des Spiels:
- Seahawks RB Emanual Wilson: Einer der wenigen Lichtblicke in der Offensive: Mit 120 Scrimmage Yards knackt erstmals ein Seahawks RB in dieser Saison die 100 Yards Marke!
- Seahawks LB Ernest Jones: Der unangefochtene Leader der Defensive trug mit 12 Tackles, je einem Sack und einer Interception erheblich zum Sieg bei!
- Seahawks DE Uchenna Nwosu: Machte immer wieder Druck auf Justin Herbert und beendete das Spiel mit seinem Sack Fumble mit einem Sieg für die Seahawks!
Das Zitat des Spiels:
- „Obviously you don’t want the penalties, but as we continue to play these games and continue to get this season going, I feel like our guys on both sides of the ball, special teams, too, we’ll continue to get better.“ QB Sam Darnold schaut kritisch, aber auch zuversichtlich auf das Problem der vielen Strafen.
Das Fazit:
Ein unnötig spannendes Spiel, das die Seahawks eigentlich klarer hätten gewinnen müssen. Mit Fehlern, Undiszipliniertheiten und einer fehlenden offensiven Konstanz holten sie die Chargers jedoch zurück ins Spiel. Hoffen wir, dass sich das in Zukunft bessert!
Ausblick: In Week 5 spielen die Seahawks im heimischen Lumen Field am Sonntag, den 11.10.2026 gegen die San Francisco 49ers. Kickoff ist um 22:25 Uhr deutscher Zeit.



