Zur besten deutschen Sendezeit um 19:00 Uhr trafen am Sonntag im Northwest Stadium die Seattle Seahawks (2-0) auf die gastgebenden Washington Commanders (0-2). Während die Sieg-Niederlagen-Bilanzen nicht unterschiedlicher sein könnten, besteht doch eine Gemeinsamkeit zwischen beiden Teams: Verletzungen der Starting-QBs. Doch während QB Sam Darnold auf Seiten der Seahawks wieder startete, fehlte Commanders QB Jayden Daniels mit einer Schulterverletzung.
Für die Commanders rund um Backup-QB Marcus Mariota ging es in dem Spiel vorrangig darum, irgendwelche positiven Ausblicke für die kommenden Wochen zu finden. Die Seahawks auf der anderen Seite wollten weiterhin ungeschlagen bleiben und den All Time Record gegen die Gastgeber ausbessern, der noch mit 13-11 an das Team aus der US-amerikanischen Hauptstadt geht. Auch die Siegesserie von 12 Spielen soll ausgebaut werden.
In der folgenden Recap zeigen wir Euch die Highlights und die Top-Spieler des Spiels, geben unsere Eindrücke weiter und ziehen ein Fazit.
Die Highlights des Spiels:
Jeder im Stadion weiß, zu wem der Ball gehen soll – aber kaum eine Defense kann es verhindern. Touchdown, JSN!
Kurz vor dem Ende fand QB Sam Darnold WR Cooper Kupp in der Endzone.
Was kann JSN eigentlich nicht? Bei diesem Trick Play sorgt er mit einem effektiven Pass für ordentlich Raumgewinn!
Die Recap zum Spiel:
Was für ein merkwürdiges Spiel. Die Offensive rund um den zurückgekehrten QB Sam Darnold wirkte zunächst ziemlich rostig. Dabei lesen sich seine Statistiken mit 31 von 45 angebrachten Pässen für 379 Yards, 4 Touchdowns und 2 Interceptions durchaus ordentlich. In entscheidenden Momenten konnten die Commanders Darnold jedoch mit Blitzes und unterschiedlichen Pass-Rush-Konzepten unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen – unter anderem beim Pick Six von Commanders-LB Kain Medrano.
Nicht gerade hilfreich war dabei, dass das Laufspiel der Seahawks quasi nicht existent war. Price, Wilson und Holani kamen zusammen lediglich auf 39 Yards und einen Fumble, während QB Sam Darnold noch 5 Yards erlaufen konnte. Über weite Strecken des Spiels war die Laufverteidigung der Commanders zur Stelle und stoppte die Running Backs, bevor diese überhaupt richtig Fahrt aufnehmen konnten.
Dazu kamen einige unglückliche Flaggen sowie ein Fumble von Rookie-RB Jadarian Price früh im Spiel, die den Commanders gute Feldpositionen und letztlich auch Punkte bescherten. Ein Lichtblick war einmal mehr WR Jaxon Smith-Njigba mit 128 Yards und 2 Touchdowns.
Auch die Defensive konnte über weite Strecken nicht an die dominanten Leistungen der ersten beiden Wochen anknüpfen. Nur selten gelang es der „Dark Side“, echten Druck auf Commanders-QB Marcus Mariota auszuüben. Der konnte sich häufig mit kurzen Pässen oder eigenen Läufen aus brenzligen Situationen befreien.
Vor allem in der Passverteidigung machten sich die Ausfälle rund um die Safeties Julian Love und Ty Okada bemerkbar. Die beiden wurden durch Rodney Thomas und A.J. Finley ersetzt, die allerdings nicht ansatzweise an das Niveau der Verletzten herankamen. Dazu kamen einige verpasste Tacklings sowie mehrere erfolgreiche Läufe der Commanders bei 3rd & Long, die die ansonsten so zuverlässige Defensive der Seahawks nicht stoppen konnte.
Am Ende macht dennoch Mut, wie viele – teilweise unglückliche – Umstände nötig waren, damit die Seahawks dieses Spiel verlieren. Mehrere Turnover, unglückliche Flaggen, verpasste Chancen aufseiten der Defensive und vor allem ein gegnerischer QB, der auf absolutem Top-Niveau spielte.
Am Ende beendet Commanders-QB Marcus Mariota das Spiel mit 19 von 31 angebrachten Pässen für 183 Yards und 3 Touchdowns. Gerade mit seiner Pocket Awareness war er in diesem Spiel nahezu unschlagbar.
Der Top Spieler des Spiels:
- Seahawks-WR Jaxon Smith-Njigba: Auch wenn die Offensive insgesamt nicht gut aussah, kam unser WR1 am Ende auf 128 Yards und 2 Touchdowns.
Das Zitat des Spiels:
- „I just want to be able to look back and say, you know, ‚I got better. I was better this year than I was last year.“
Zugegeben, das hat JSN bereits nach dem dominanten Sieg gegen die Cardinals in Woche 2 gesagt. Aber so wie es momentan aussieht, könnte der Offensive Player of the Year 2025 echt noch einmal besser geworden sein. 405 Yards und 6 Touchdowns nach 3 Wochen sprechen eine deutliche Sprache.
Das Fazit:
Flaggen, Fehler, ein herausragender Marcus Mariota für die Commanders: Am Ende reißt die Siegesserie der Seahawks völlig verdient. Aber wenn man es schafft, die vielen Fehlerquellen abzuschalten, sollte es kommende Woche schon besser aussehen.
Ausblick: In Week 4 treffen die Seahawks am 04.10.2025 um 22:25 Uhr im heimischen Lumen Field auf die Los Angeles Chargers.



